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Echt Krass: Interaktive Ausstellung für Jugendliche

Lübeck: "Die interaktive Wanderausstellung bietet Jugendlichen ab der achten Klasse (..) einen Erlebnisrahmen, in dem diese sich spielerisch, erkenntnis- und handlungsorientiert mit den einzelnen Aspekten von Sexismus, sexueller Gewalt und Schutzrechten auseinandersetzen können. Diese sind als animierender Mitmach-Parcours gestaltet", so ein Auszug aus dem Konzept der Ausstellung "Echt Krass." des Petze Präventionsbüros in Kiel. Am Montag wurde die Wanderausstellung jetzt in der Diele in Lübeck eröffnet.

Bereits seit vielen Jahren arbeitet der Frauennotruf Lübeck präventiv mit Schulklassen zum Themenkomplex sexualisierter Gewalt. "Obwohl der Bedarf von Schulen an Angeboten, die Übergriffe und Grenzverletzungen thematisieren, sehr hoch ist, können wir mit unserem bisherigen Präventionsangebot nur eine sehr begrenzte Anzahl an Schulklassen erreichen. Die Ausstellung "Echt Krass." trifft mit ihren Themen genau den Nerv der Zeit und ermöglicht den Jugendlichen eine interaktive Herangehensweise an Themen wie Beziehung, Flirten oder Sexualität. Dadurch, dass wir Führungen durch die Ausstellung anbieten, können wir eine größere Anzahl an Besucher erreichen", so Daniela Lückel, Mitarbeiterin im Frauennotruf.

Insgesamt 30 Führungen über zwei Wochen bietet der Frauennotruf in Kooperation mit Pädagogen von pro familia Lübeck an. Über die Hälfte der Führungen wurden bereits von Schulklassen und Jugendgruppen gebucht. "Die Ausstellung bringt insgesamt fünf verschiedene Themenbereiche mit und wir haben die Möglichkeit in Kleingruppen einzelne Bereiche intensiv zu besprechen. Von ersten Beziehungen unter Jugendlichen, über Mythen und Tatsachen zu sexualisierter Gewalt, hin zu sexualisierten Übergriffen im Internet", berichtet Yorick Siemsen von pro familia Lübeck, der als Sexualpädagoge ebenfalls an Lübecker Schulen tätig ist.

Anne Heynatzky, Mitarbeiterin vom Frauennotruf, ergänzt weiter: "Wir erleben, dass Themen wie Grenzverletzungen oder sexualisierte Gewalt in der Gesellschaft häufig tabuisiert werden. Die Unsicherheit, wenn etwas passiert und wie damit umzugehen ist, ist oft groß. Diese Ausstellung bietet die Chance sich frühzeitig mit eigenen Grenzen und Einstellungen auseinanderzusetzen und somit Grenzüberschreitungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Gleichzeitig werden jedoch auch regionale Hilfsangebote benannt, die Unterstützung bieten, wenn etwas passiert ist." Einzelne Führungen können beim Frauennotruf Lübeck unter 0451/704640 gebucht werden.

Jeweils am Montag und Mittwoch von 15.30 bis 17 Uhr ist die Ausstellung für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet. Aufgrund der aktuellen Situation kann es zu Einlassbeschränkungen kommen und Kontaktdaten müssen erhoben werden. Der Eintritt ist frei. Ein besonderer Dank gilt auch der Reinhold Jarchow Stiftung, dem Soroptimist International Club Lübeck/Bad Schwartau sowie dem Förderverein des Frauennotrufs, die die Ausstellung finanziell unterstützt haben und dieses Präventionsangebot möglich machen.

Die "Diele" findet man in der Mengstraße 41.

Anne Heynatzky, Daniela Lückel und Yorick Siemsen. Foto: privat.

Anne Heynatzky, Daniela Lückel und Yorick Siemsen. Foto: privat.


Text-Nummer: 140460   Autor: Frauennotruf L.   vom 15.09.2020 um 10.38 Uhr

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