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Hiller-Ohm: Tourismus muss nachhaltiger werden

Lübeck: Archiv - 18.09.2020, 11.44 Uhr: Die Erarbeitung der Nationalen Tourismusstrategie soll den Leitsätzen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit folgen. Dieser Meinung ist die SPD-Bundestagsfraktion als auch ihre tourismuspolitische Sprecherin und Abgeordnete für Lübeck Gabriele Hiller-Ohm.

Gabriele Hiller-Ohm:

(")Lübeck lebt vom Tourismus und den vielen Urlauber sowie Gästen, die in unsere Hansestadt kommen. Deswegen ist auch für Lübeck die Erarbeitung der Nationalen Tourismusstrategie unter den Leitsätzen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit von großer Bedeutung. Tourismus lebt zum einen von den Attraktionen, die die Natur bietet. Eine intakte Natur und Umwelt sind deshalb entscheidende Grundlagen für eine positive Tourismusentwicklung. Von zentraler Bedeutung sind zum anderen aber auch die fast 3 Millionen Arbeitskräfte, die in der Branche für hohe Qualität und einen guten Service sorgen.

Die Erfahrungen der letzten Jahre und die Corona-Pandemie haben gezeigt, dass zukunftsfähige Lösungen erforderlich sind, die vor allem dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Dies möchte die SPD-Bundestagsfraktion durch attraktive Arbeitsbedingungen, gute Ausbildung und ein effektives Fachkräfteeinwanderungsgesetz erreichen. Ein ökologisch nachhaltiger Tourismus schützt unsere natürlichen Ressourcen, sichert die notwendige Infrastruktur und wirkt auf eine Mobilitätswende hin. Deshalb setzen wir auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Das umfasst Investitionen in die Bahn, eine bessere Vernetzung von Sharing-Angeboten sowie die Förderung von alternativen Kraftstoffen wie Elektromobilität und Wasserstofftechnologie. Ein wichtiger Baustein ist der Erhalt der Durchlässigkeit des Bundeswasserstraßennetzes. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind uns auch die Förderung sowie ein Hinwirken auf Umwelt- und Naturschutzbildung wichtig.

Eine nachhaltige Nationale Tourismusstrategie muss aber auch Wege aufzeigen, wie zukünftig die unterschiedlichen Kompetenzebenen horizontal und vertikal besser zusammenarbeiten können. Die Corona-Pandemie hat hier klare Schwachstellen aufgezeigt, die es zu schließen gilt. Wir benötigen einheitliche Kriterien vor allem auch für Notsituationen zwischen den Bundesländern aber auch in der Europäischen Gemeinschaft.(")

Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm will einen ökologisch nachhaltigen Tourismus. Foto: Stefan H. Schenk

Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm will einen ökologisch nachhaltigen Tourismus. Foto: Stefan H. Schenk


Text-Nummer: 140555   Autor: GHO/Red.   vom 18.09.2020 um 11.44 Uhr

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