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Klima: Extinction Rebellion hängt Banner ans Rathaus

Lübeck: Archiv - 21.09.2020, 18.53 Uhr: „Klimakrise! Lübeck bleib bei 1,5°“ steht rot/schwarz auf weiß auf dem breiten Banner, dass Mitglieder von Extinction Rebellion am Montag über dem Eingang des Lübecker Rathauses angebracht haben. Die Forderung wurde zeitgleich an Rathäusern weiterer deutscher Städte angebracht.

„Die Hansestadt Lübeck hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen”, sagt York aus der Klimagerechtigkeitsbewegung. „Es ist höchste Zeit, der Klimakrise konsequent entgegenzuwirken – global und lokal. Mit dieser Aktion fordern wir die Lübecker Bürgerschaft auf, Ihren Worten endlich Taten folgen zu lassen. Die Einhaltung der Klimaziele muss bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden!“

Die laut Umweltbundesamt (UBA) bisher nur langsam fallenden CO2 Emissionen in Deutschland würden zeigen, dass längst nicht genug gegen die Klimakrise getan werde. "Sie zeigen, dass umgehendes Handeln dringend geboten ist", so Extinction Rebellion. Die Organisation zitiert das Bundesamt: "Ohne massive und rasche zusätzliche Anstrengungen werden die gesetzten Ziele nicht erreicht.“ Dabei seien die bislang gesetzten Ziele aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht mal ausreichend.

„Wir müssen im wahrsten Sinne des Wortes eine Kehrtwende durchführen. Die Frage wie viel Zeit uns bleibt, lässt sich eindeutig beantworten: keine!“, sagt York von Extinction Rebellion Lübeck. "Schon jetzt brennen weltweit Wälder und in weiten Teilen Deutschlands herrscht schon dritten Jahr Dürre. Derzeit haben wir Menschen eine Erderwärmung von über 1°C verursacht und das in 10-facher Geschwindigkeit als die Erwärmung nach der Eiszeit erfolgte. Damit starten wir nicht mehr aufhaltbare Prozesse wie das Auftauen der Permafrostböden, die zusätzlich riesige Mengen klimaschädliche Gase freisetzen. Die Ökosysteme können dieser extremen Änderungsgeschwindigkeit nicht folgen. Wir zerstören unsere Lebengrundlagen für die Zukunft. Die Folgen der Erderwärmung haben das Potential unsere verfassungsmäßige Ordnung durch Konflikte, um Ressourcen und Lebensraum zu zerstören." Schon seit 2017 sei bekannt: "Jede Investition in Klimaschutzmaßnahmen ist billiger als die Finanzierung der Folgekosten der Erderwärmung."

Die Gruppe hängte am Montag ein Banner an das Lübecker Rathaus. Foto: XR

Die Gruppe hängte am Montag ein Banner an das Lübecker Rathaus. Foto: XR


Text-Nummer: 140624   Autor: XR/red.   vom 21.09.2020 um 18.53 Uhr

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