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Petition gegen Bauschutt aus AKW in Lübeck

Lübeck: Das Umweltministerium prüft vier Standorte in Schleswig-Holstein für die Einlagerung von Bauschutt aus dem Rückbau vom Atomkraftwerken (wir berichteten). Ein möglicher Standort ist Lübeck. Eine Bürgerinitiative sammelt dagegen Unterschriften,

Die Lübecker Bürgerinitiative „Lübeck ohne Atomschutt“ hat dem schleswig-holsteinischen Umweltministerium den Kampf angesagt: Mit einer Onlinepetition wollen die Lübecker die Lagerung von Atomschutt aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel auf der Deponie Niemark verhindern. Mit einer Flyeraktion sollen jetzt noch mehr Lübecker auf das Thema aufmerksam gemacht werden und Unterstützer für die Petition gefunden werden. Denn das Ziel von 1900 Stimmern ist noch lange nicht erreicht.

Gegründet hat sich die Bürgerinitiative „Lübeck ohne Atomschutt“ spontan aus ein paar jungen Familien aus den Neubaugebieten Rothebek I und II, nachdem Medien berichtet hatten, das Land wolle auf der Deponie Niemark in Lübeck rund 250 Tonnen Atomschutt aus dem AKW Brunsbüttel lagern. Das Umweltministerium dementierte allerdings, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei.

„Wir wollen es nicht einfach tatenlos geschehen lassen, dass eine so wichtige Entscheidung von oben herab über die Köpfe der Bevölkerung hinweg gefällt wird“, sagen die Organisatoren der Bewegung.

Mit einer Onlinepetition unter openpetition.de/!bjpyh will die Gruppe Stimmen gegen die Lagerung des Brunsbüttler Atomschutts in Lübeck sammeln. Rund 520 Menschen haben die Petition bereits unterzeichnet, um Gehör im Landtag zu finden, benötigt die Initiative 1900 Stimmen. Erst dann ist ein sogenanntes Quorum erreicht und das Anliegen der Aktivisten könnte Gehör beim Umweltminister in Kiel finden.

„Natürlich begrüßen wir den Atomausstieg und den damit verbundenen Rückbau der AKWs. Wir bemängeln allerdings die Transparenz des Rückbauprozesses, das Prinzip des 'Freimessens', welches es ermöglicht, das radioaktiv belastetes Material den normalen Hausmüll-Deponien zugeführt werden kann und die Lagerung dieses Materials in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Wohngebieten mit vielen Kindern und einer UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt“, zählen die Initiatoren ihre Beweggründe auf. Die Bürgerinitiative sieht bei einer Lagerung von AKW-Schutt auch einen grundsätzlichen Imageverlust für die Tourismusstadt Lübeck.

Mit einer Flyeraktion will „Lübeck ohne Atomschutt“ jetzt dem Ziel von 1900 Petitionsstimmen noch einmal näher kommen. „Auf Facebook und über Mundpropaganda konnten wir schon viele Lübecker erreichen. Mit der Flyeraktion wollen wir jetzt aber auch noch einmal ‚offline‘ die Werbetrommel rühren.“

Die Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen ein Lagerung von AKW-Bauschutt in Lübeck. Foto: BI

Die Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen ein Lagerung von AKW-Bauschutt in Lübeck. Foto: BI


Text-Nummer: 141023   Autor: BI/red.   vom 10.10.2020 um 16.58 Uhr

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