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Hochwasser: Später und höher als erwartet

Lübeck: Es war ein langer Tag für die Anwohner an der Obertrave: Entgegen den Prognosen stieg das Hochwasser auf über 1,30 Meter über dem mittleren Wasserstand. Und es kam deutlich später als erwartet. Trotzdem blieben die Anwohner entspannt. Am Abend stieg der Pegel weiter. Erst gegen 21 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

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Am Morgen lieferten die automatischen Modellprognosen noch einen maximalen Wasserstand von rund einem Meter über der normalen Höhe. Das hätte noch nicht einmal zu einer Pfütze auf einer Straße geführt.

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Am Vormittag wurde dann die Travepromenade langsam überspült. Auch das ist kein Problem. Sie liegt im "Überschwemmungsgebiet", damit etwas Hochwasser abgefangen werden kann. Daran wird sich auch nach dem Neubau nichts ändern.

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Die Personenfähre zum Priwall war bereits am Morgen gestrichen worden, die Autofähren teilten sich den "Hochwasser-Anleger".

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Gegen 16.30 Uhr erreichte das Wasser die Promenade an der Obertrave durch einen Schacht.

Spannend wurde es am Nachmittag. Das Wasser stieg sehr langsam, aber stetig. Um 15 Uhr kam zu ersten Pfützen auf der Straße "An der Obertrave". Die Anwohner blieben entspannt. Sie hatten ihre Schotten dicht gemacht, die Gastronomen sicherten ihre Tische und Stühle auf den Terrassen.

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Einige brachten sehr spät die Autos in Sicherheit. Und auch die Feuerwehr und der Notdienst der Stadtwerke mussten ausrücken, um im Überflutungsbereich die Versorgung zu unterbrechen.


Das Wasser stieg immer weiter. Ursprünglich sollte der Höhepunkt um 17 Uhr sein. Doch der Wind war weiter kräftig. Langsam kletterte der Pegel weiter, erreichte gegen 19 Uhr 6,41 Meter. Damit stand das Wasser teilweise 30 Zentimeter hoch auf der Straße.

Gegen 20 Uhr hatte der Pegel sein Maximum erreicht, ab 20.30 Uhr sank er sehr langsam wieder. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie verlängerte seine Sturmflutwarnung. Mit einer Entspannung sei erst nach Mitternacht zu rechnen. Der Pegel bleibe aber auch am Donnerstag noch hoch.

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Unten Wasser, oben Wasser: An der Ecke Holstenstraße/An der Untertrave rückte die Feuerwehr zu einem Rohrbruch aus.

Kneipenbummler konnten am Mittwochabend Gummiboote benutzen. Fotos: Karl Erhard Vögele, Oliver Klink, VG, JW, rtn

Kneipenbummler konnten am Mittwochabend Gummiboote benutzen. Fotos: Karl Erhard Vögele, Oliver Klink, VG, JW, rtn


Text-Nummer: 141107   Autor: VG   vom 14.10.2020 um 22.00 Uhr

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