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Ausstellung über die Geschichte des Burghügels

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 17.10.2020, 16.55 Uhr: Mit einer neuen Ausstellung im Burgkloster beleuchtet das Europäische Hansemuseum die lange und wechselvolle Geschichte des Ortes, an dem es steht. Am Donnerstag, 22. Oktober, um 17.30 Uhr gibt es dazu ein Live-Gespräch auf Instagram.

Die Ausstellung versteht sich als Widmung an die Menschen, die in 1200 Jahren am Lübecker Burghügel gelebt, gearbeitet, gelacht und auch gelitten haben. Sie wird zukünftig immer dann zu sehen sein, wenn keine Sonderausstellung stattfindet.

Zahlreiche Illustrationen, die die Veränderungen auf dem Burghügel eindrucksvoll veranschaulichen, lockern die Texte auf. Auch die vielen Sitzgelegenheiten sorgen für eine gemütliche Atmosphäre, in der man sich gerne aufhält, um in die beeindruckende Vergangenheit dieses Ortes einzutauchen. Nicht zuletzt das Thema Nachhaltigkeit lag den Kuratoren – bestehend aus der Historikerin Franziska Evers, dem Archäologen André Dubisch und dem Leiter der Abteilung Bildung und Vermittlung Sören Affeldt – am Herzen und so wurden viele Möbel und Elemente der Störtebeker-Ausstellung wiederverwendet.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Ortes, an dem heute das Europäische Hansemuseum steht, aus historisch-archäologischer Perspektive. Der Lübecker Burghügel blickt auf eine lange wie wechselvolle Geschichte zurück. Schon die Slawen erachteten ihn als idealen Ort für eine Befestigung und errichteten dort einen Ringwall. Deutsche und dänische Herrscher folgten ihrem Beispiel und erweiterten ihn um eine Burg. Bereits im Jahre 1227, nach der legendären Schlacht bei Bornhöved, wurde die dänische Burg von den Lübecker Bürgern abgerissen und das Gelände an den Dominikanerorden übergeben. Der Bettelorden errichtete anstelle der Burg das Maria-Magdalenen-Kloster, benannt nach der Heiligen Maria Magdalena, die – der Legende nach – den Lübeckern in der Schlacht gegen die Dänen zur Hilfe geeilt war und ihnen zum Sieg verholfen hat. 304 Jahre lang lebten, beteten und arbeiteten auf dem Burghügel Mönche, bis das Kloster 1531 im Zuge der Reformation in ein Armenhaus umgewandelt wurde.

Einschneidende und umfangreiche Veränderungen wurden ab 1883 vorgenommen, als der Stadtrat beschloss, ein großes, repräsentatives Gerichtsgebäude zu errichten und das ehemalige Kloster teilweise zu überformen. Das zugehörige Gefängnis wurde bis 1962 genutzt. Ab den 1980er Jahren wurde der geschichtsträchtige Ort als Kulturforum, Kunsthalle und Museum genutzt, bis schließlich 2015 das Europäische Hansemuseum seine Pforten auf dem Burghügel öffnete.

Bei dem digitalen Gespräch am Donnerstag, dem 22. Oktober 2020 um 17.30 Uhr, steht die Ausstellung »Geschichte des Burghügels« im Fokus. Auf dem Instagram-Kanal des Europäischen Hansemuseums wird live zu der Gestaltungsfirma drej nach Hamburg geschaltet. Im Gespräch zwischen der Ausstellungsgestalterin Astrid Becker und Museums-Kuratorin Franziska Evers aus dem EHM haben die Teilnehmenden die einmalige Gelegenheit, Details zur Entstehung des Ausstellungsprojekts zu erfahren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das Live-Gespräch ist online und kostenlos, der Zugang erfolgt über den Instagram-Kanal des Europäischen Hansemuseums (@hansemuseum.eu).

Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Burghügels in den vergangenen 1200 Jahren. Foto: Olaf Malzahn

Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Burghügels in den vergangenen 1200 Jahren. Foto: Olaf Malzahn


Text-Nummer: 141161   Autor: EHM/red.   vom 17.10.2020 um 16.55 Uhr

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