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Tötung in der Ziegelstraße: Prozess beginnt

Lübeck - St. Lorenz Nord: Am 20. April 2020 wurde ein 21-jähriger Mann auf einem Supermarkt-Parkplatz niedergestochen (wir berichteten). Am Freitag beginnt vor dem Lübecker Schwurgericht der Prozess gegen die zwei der mutmaßlichen Täter.

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Angeklagt sind zwei Männer im Alter von 27 und 32 Jahren. Dem jüngeren Angeklagten wird Totschlag in Tateinheit mit Nötigung zur Last gelegt, dem älteren gefährliche Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei. Beide sollen sich am 20. April 2020 zusammen mit einem gesondert verfolgten 24-Jährigen auf den Parkplatz eines Supermarktes in der Ziegelstraße in Lübeck begeben haben, um mit zwei Brüdern im Alter von 20 und 21 Jahren Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit dem Absatz von Betäubungsmitteln zu klären.

Nach einer zunächst verbal geführten Auseinandersetzung soll der 27 Jahre alte Angeklagte dem 21-Jährigen Kontrahenten zunächst Schläge versetzt und ihm dann mit einem Klappmesser einen gezielten Stich in den Hals versetzt haben. Der junge Mann verblutete noch am Ort des Geschehens.

Gegenüber zwei auf Seiten der Brüder stehenden Männern, die dem Opfer des Messerstichs zu Hilfe kommen wollten, soll der jüngere Angeklagte zudem geäußert haben, dass sie sich nicht nähern sollten, anderenfalls werde er auch sie abstechen.

Der gesondert Verfolgte soll zunächst ebenfalls versucht haben, auf den 21-jährigen später Getöteten einzuschlagen. Daraufhin soll dessen 20-jähriger Bruder dazwischen gegangen sein, woraufhin der gesondert Verfolgte mit diesem in eine körperliche Auseinandersetzung geraten sein soll. Der 32-jährige Angeklagte soll den 20-Jährigen dann zu Boden gebracht und gemeinsam mit dem gesondert Verfolgten auf ihn eingeschlagen haben. Der gesondert Verfolgte soll auf den am Boden Liegenden auch eingetreten haben.

Das Gericht hat zwölf Hauptverhandlungstage anberaumt und bislang 35 Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen.

Ab Freitag werden die Ereignisse auf dem Parkplatz vor Gericht aufgearbeitet. Fotos: VG/Archiv

Ab Freitag werden die Ereignisse auf dem Parkplatz vor Gericht aufgearbeitet. Fotos: VG/Archiv


Text-Nummer: 141171   Autor: StA./red.   vom 18.10.2020 um 11.19 Uhr

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