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Nordische Filmtage Lübeck: TV-Serien aus Skandinavien

Lübeck: Fürs Fernsehen produzierte Serien bieten die Nordischen Filmtage seit einigen Jahren. Beim Stichwort Serien denkt man natürlich sofort an die jahre- oder jahrzehntelang laufenden Soap Operas des deutschen Fernsehens. Diese Serien können bekanntlich süchtig machen. Ist das auch bei den jetzt online laufenden nordischen Kostproben der Fall?

Sechs Beispiele werden in diesem Jahr angeboten. Die meisten von ihnen bestehen aus zwei Teilen von jeweils 45 bis 58 Minuten Länge. Empfindet man das schon als Serie? Die Ausnahme macht „Irgendwie Norwegisch“. Hier kann der Filmfan vier Teile zu je 25 Minuten online erleben. Da scheint schon eher „Ansteckungsgefahr“ zu bestehen

Der Schauplatz der vier Episoden ist vermutlich Oslo. Die Protagonisten entstammen verschiedenen Kulturen. Sie besitzen allerdings inzwischen die norwegische Staatsbürgerschaft, sind hier geboren und sprechen die Sprache ihrer neuen Heimat. Das ist bei der Elterngeneration zum Teil noch völlig anders.

So wechselt die Serie „Irgendwie Norwegisch“ (mit englischen Untertiteln) munter zwischen Türkisch, Englisch und Norwegisch hin und her. Ein ganzes Bündel von Problemen wird angesprochen. Die junge Generation hat eigene Vorstellungen vom Leben, nimmt sich Freiheiten, an die insbesondere ihre Mütter nicht zu denken wagten.

Eine Zwanzigjährige ist schwanger. Eine Freundin hat Kinder von verschiedenen Männern. Dazu immer wieder die Frage der Integration. Der Zuschauer hat allerlei zu bedenken und womöglich zu lernen. Zumindest muss er die eigene Haltung gegenüber multikulturellen Partnerschaften hierzulande überprüfen. Auch norwegisches Kolorit wird eingefangen. Zum Beispiel beim fröhlichen Fest am Verfassungstag.

Schöpferinnen der Serie sind zwei „Ausländerinnen“, die es beim norwegischen Fernsehen in verantwortliche Position geschafft haben, Melike Leblebicioglu mit türkischem Hintergrund und Bahareh Badavi mit iranischen Wurzeln. Terje Rangnes inszenierte. Aber die beiden Frauen stehen mit ihrer Arbeit im Vordergrund. Integration kann also gelingen, auch wenn bestimmte Eigenarten und Auffassungen offenbar immer bleiben.

Irgendwie Norwegisch läuft im Online-Programm der Nordischen Filmtage. Foto: NRK Nord

Irgendwie Norwegisch läuft im Online-Programm der Nordischen Filmtage. Foto: NRK Nord


Text-Nummer: 141563   Autor: TD   vom 06.11.2020 um 14.53 Uhr

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