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Zoll: Durchsuchungen bei Lübecker Bauunternehmen

Lübeck: In einem aufwendigen Ermittlungsverfahren gegen einen Lübecker Bauunternehmer haben Zöllnerinnen und Zöllner der Hauptzollämter Kiel, Itzehoe, Hamburg und Hannover sowie Mitarbeiter der Steuerfahndung Schleswig-Holstein am 12. November 2020 Wohnungen und Geschäftsräume in Lübeck, Pinneberg und Seevetal durchsucht.

Die Maßnahmen wurden gleichzeitig in acht Objekten durchgeführt. Sie dienten der Auffindung von Beweismitteln und der Vollstreckung vermögenssichernder Maßnahmen. Es besteht zum einen der Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Sozialversicherungsbeiträgen und der Steuerhinterziehung. Zum anderen liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass ausländische Staatsbürger zum Teil mit gefälschten Dokumenten und ohne Aufenthaltstitel beschäftigt wurden und ihnen durch Manipulation von betrieblichen Unterlagen, insbesondere Arbeitszeitaufzeichnungen, nicht der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wurde.

Den Durchsuchungsmaßnahmen gingen umfangreiche Vorermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Lübeck und des Finanzamtes für Zentrale Prüfungsdienste Kiel voraus. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte das Amtsgericht Lübeck Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt acht Wohn- und Geschäftsobjekte sowie einen Vermögensarrest in Höhe von 1,2 Millionen Euro erlassen.

Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurden Beweismittel in Form von Geschäftsunterlagen und elektronischen Medien sichergestellt sowie Vermögenswerte im Umfang von 165.000 Euro gesichert.

Die weiteren Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Lübeck im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lübeck dauern an.

Der Zoll stellte Beweismittel und Vermögenswerte sicher. Foto: Zoll

Der Zoll stellte Beweismittel und Vermögenswerte sicher. Foto: Zoll


Text-Nummer: 141681   Autor: Zoll   vom 13.11.2020 um 11.10 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

l.

schrieb am 13.11.2020 um 12.13 Uhr:
nur Bauunternehmen? und nicht z.B.Reinigungsunternehmen? Die,die ohne Ende Mitarbeiter aus Südosteuropa hier bringen, und immer wieder neue, und immer wieder neue Autos,neue Fahrräder,etc mindestens sieht nicht so aus,dass man arbeitet eigentlich, keine Zeit vielleicht, sie feiern, besuchen, sitzen gemütlich rum.

Hmmmm...

schrieb am 13.11.2020 um 12.38 Uhr:
1. Gut zu wissen, dass etwas gegen Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und Betrug unternommen wird. Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem dies nicht verfolgt werden würde.

2. @I: Was Sie hier betrieben, ist als würden Sie vor Gericht sagen: "Ja, ich habe das vielleicht gemacht, aber andere haben noch viel schlimmere Sachen gemacht". Vollkommen unerheblich. Wenn es um einen bestimmten Fall geht, wie in dieser Meldung hier, dann spielen andere Fälle in dem Moment überhaupt keine Rolle, verstehen Sie? Schönen Tag.

Micha

schrieb am 13.11.2020 um 13.08 Uhr:
...nun...der Sumpf ist größer und tiefer als man denkt...mich wundert es auch, dass so mancher Betrieb noch nicht überprüft wurde, wie zb (...)

W. Boller

schrieb am 13.11.2020 um 18.59 Uhr:
Gut so. Wenn der Zoll denn noch die zusätzlichen Arbeitskräfte bekommen würde, die schon Herr Schäuble als Finanzminister versprochen hat, wären auch noch mehr Kontrollen möglich.
Die Auswertung der hier beschlagnahmten Unterlagen (Beweismittel) binden zahlreiche Leute mit der Auswertung. Für weiteren Außendienst ist dann keine Zeit.
Klar dürfte auch sein, warum die CDU keine Aufzeichnungen über Arbeitszeiten wollte.