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Grüne Lübeck
Grüne Lübeck

Grüne: Feste Beltquerung bleibt ein Fehler

Lübeck: Die Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau der Festen-Fehmarn-Belt-Querung. Aus Sicht der Grünen ist der Bau sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht ein Fehler.

Für Lübeck und Umgebung drohten nun vor allem Belastungen durch Lärm und ein höheres Verkehrsaufkommen, worauf die Grünen bei den weiteren Planungen ein kritisches Auge haben werden.

Dazu erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Silke Mählenhoff:

(")Die Auswirkungen der Festen-Fehmarn-Belt-Querung sind nicht nur für die Ökologie des Fehmarnbelts sowie den Klimaschutz gravierend. Allein durch den Bau werden beispielsweise über zwei Millionen Tonnen CO2 emittiert. Aber auch die Hinterlandanbindung bringt einen Strauß von Problemen mit sich, die die Vorteile der festen Querung deutlich überwiegen. Der zunehmende Verkehr wird für Lübeck ein deutliches ‚Mehr‘ an Lärm und Erschütterungen, insbesondere für Anlieger der Bahnstrecken, bedeuten. Für den Lübecker Hafen werden die ohnehin schon schwierigen wirtschaftlichen Zeiten noch viel schwieriger werden. Und auch für den Tourismus sind negative Folgen absehbar.

Dass die prognostizierten Verkehre unrealistisch hoch und die Milliardenbaukosten absehbar zu niedrig angesetzt sind, sprechen zudem auch ökonomisch klar gegen den Bau. Dass dieser nun trotzdem kommt, ist bedauerlich. Wir werden den weiteren Prozess nun eng und kritisch begleiten, um den Schaden für Lübeck so gering wie möglich zu halten.(")

Silke Mählenhoff kündigt an, den weiteren Prozess kritisch zu begleiten.

Silke Mählenhoff kündigt an, den weiteren Prozess kritisch zu begleiten.


Text-Nummer: 141713   Autor: Grüne   vom 15.11.2020 um 14.06 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

lübecker

schrieb am 16.11.2020 um 07.58 Uhr:
nur begleiten? fas ist etwas flau ?

lübecker

schrieb am 16.11.2020 um 07.59 Uhr:
nur begleiten? das ist etwas flau ?

Jan Dubs

schrieb am 16.11.2020 um 08.34 Uhr:
Es wird langsam Zeit, den Realitäten ins Auge zu blicken. Bislang haben die Gegner der festen Beltquerung sich darauf beschränkt „gegen alles“ zu sein. Die Konsequenz daraus ist, dass wir heute vor einem Scherbenhaufen stehen. Die Planungen sind weit fortgeschritten, Kritiker und Gegner haben sich mehr mit Blockade als konstruktiver Kritik hervorgehoben. So kommt es, dass z.B. bei den Planungen der Bahn momentan die denkbar schlechteste Lösung für das Lübecker Umland favorisiert wird: Der gesamte Eisenbahnverkehr rauscht zukünftig durch den Kurort Bad Schwartau statt durch weitgehend industrialisiertes Gebiet am Lübecker Stadtrand. Die Ostseebäder von Timmendorfer Strand bis Sierksdorf geraten gegenüber anderen Tourismusorten, die eine regelmäßige IC- oder ICE-Anbindung in die deutschen Metropolen haben, ins Hintertreffen anstat von den neuen Möglichkeiten einer ausgebauten Bahnanbindung zu profitieren. Auch für den Hafen ist es nicht gut, wenn man schon heute Totengräberstimmung verbreitet, anstatt zukunftsweisende Angebote zu etablieren. Es wird höchste Zeit, die Blockade und das Gejammer aufzugeben und konstruktiv nach der bestmöglichen Lösung für die Region zu suchen.

Hardin Tenger

schrieb am 16.11.2020 um 09.04 Uhr:
Frau Mählenhoff, "Krokodiltränen" stehen Ihnen wirklich nicht.
Schaun`s, in der Kieler Jamaika Kungelgruppe jubeln CDU und FDP über das Leipziger Urteil. Die "gleichberechtigten" Grünen dagegen tragen Trauer und vergießen eimerweise eben diese Krokodilstränen. Das war`s dann aber auch.
"Andere regieren (regieren noch), ich stand unten und ging durchs Joch" (Theodor Fontane). Das eben sind die heutigen "Kieler Realitäten".
Es macht traurig zu erleben wie die Parteispitzen der GRÜNEN eben dieses Joch einem Verlust von Ministerposten und Pöstchen vorziehen anstatt endlich einmal ein respektvolles "Standing" hinzulegen.

Der rote Genosse

schrieb am 16.11.2020 um 09.21 Uhr:
Was , was fortschrittlich ist und Sinn macht, wird von den Grünen denn nicht als "Fehler" bezeichnet?

Die Mitglieder können sich wie andere Ideologien , in das 6Jh. n. Chr. zurückbeamen. Sollten aber Bürger, die im Jahre 2020 angekommen sind , nicht mit ihren veralteten Ansichten , in diesem Falle über den Verkehr nerven.

Wir leben in einer Zeit, in der Menschen, Güter und Waren, schnell und effizient befördert werden müssen.Gerade weil hier 83 Mio. Menschen leben und es mehr werden. Die Zeit der Eselkarren und Pferdekutschen ist vorbei.

Wenn die Grünen dies nicht sehen wollen, können sie mit Spirituslampe und Kondomen aus Tierdarm leben, Fahrrad fahren und ihre Schuhe selbst nähen. Der Rest der Bevölkerung aber nicht.

Holger

schrieb am 16.11.2020 um 09.54 Uhr:
Ich hoffe, dass mit dem Gerichtsurteil die Würfel endlich gefallen sind, auch bei den Gegnern. Leider habe ich da Zweifel angesichts der nachtretenden, larmoyanten Leserbriefe in der LN. Auch der Nabu und Initiativen werden - wie man hört - wohl um jeden Preis zu verzögern versuchen, bis der Tunnel mit Hinterlandanbindung nach etlichen Jahren doch kommen wird. Das wird dann noch teuer, nichts ändern und wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit kosten. Warum sind in Deutschland im Vergleich zu Dänemark Kompromisse so viel schwieriger zu erreichen?!

K. Palte

schrieb am 16.11.2020 um 10.43 Uhr:
Die Kritik der Grünen ist schlicht weg unbrauchbar, wenn man Kritik so versteht, dass sie weiterführend sein und Lösungen für Probleme bringen soll. Vielleicht sollte bei allen politischen Statements die Erkenntnis eine wichtige Rolle spielen, dass ein Verkehrsbauwerk dieser Dimension eine Lebensdauer von 100 und mehr Jahren hat. Wer kann über diese Zeit alle Nutzen und Kosten korrekt einschätzen, damit am Schluss herauskommt, ob sich das ganze Projekt lohnt ? Niemand kann das. Alle Berechungen und Annahmen zur Verkehrsentwicklung und zu den Nutzen und Kosten decken allenfalls 5 Jahre ab und nicht mehr. Das beste Beispiel ist der Virus, der noch vor einem Jahr nicht vorhergesagt werden konnte und die Welt verändern wird, auch was die Vor- und Nachteile der FFBQ sind. Am besten ist, man ist ehrlich und sagt, wir glauben an dieses Projekt weil es für Dänemark, Deutschland, Skandinavien und Europa gut ist. Und wir in Deutschland und besonders in SH arbeiten unentwegt über die kommenden Jahrzehnte daran (selbst wenn es die Grünen dann nicht mehr gibt), dass die auf uns fallenden Lasten wie Lärm, Benachteiligung des Lübecker Hafens, des Tourismus und was sich nicht alles noch anführen läßt, möglichst ausgeräumt werden. Und wir arbeiten unentwegt daran, dass wir möglichst viele Nutzen für uns verbuchen können. Blockaden führen nicht weiter. Positiv denken und Vorschläge einbringen ist angesagt.

Sam

schrieb am 16.11.2020 um 13.13 Uhr:
"Ohne Fortschritt treten Stillstand und Verfall ein und doch muss dem Fortschritt, um des Fortschritts willen, eine Absage erteilt werden, denn häufig bedürfen unsere erprobten und bewährten Traditionen nicht des Herumstümperns. Ein Gleichgewicht also zwischen altem und neuem, zwischen Dauer und Wandel, zwischen Tradition und Innovation."

Dolores Umbridge in Harry Potter, Der Orden des Phönix - Gefunden auf: https://www.myzitate.de/dolores-umbridge/

Hardin Tenger

schrieb am 16.11.2020 um 14.10 Uhr:
Herr Palte, "die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter". Mit großem Erstaunen sind inmitten dieser Karawane aber auch die Grünen und andere pro forma Projekt Gegner auszumachen..
Real gesehen, i.P. Zuverlässigkeit und Kostenkontrolle hätte der Bauauftrag der Belt-Querung an die Chinesen gehen müssen. Wie werden erleben, daß aus zig Millionen am Ende doch wieder XXXL-MIllionen Euro Kosten anfallen werden.
Sind Sie informiert worden über die anfallenden Kosten für den dann notwendigen Neubau einer "Fehmarn Sund-Brücke" incl. Anbindung ?
Ich erinnere mich an den schon damals nachdenklich machenden Fingerzeig des früheren Bundesfinanzministers "Steinbrück". "Denkt an die dann zusätzlich anfallenden horrenden Kosten für den dann notwendigen Neubau der "Sund-Brücke" > Thema Hinterlandanbindung.

Magnus

schrieb am 16.11.2020 um 17.04 Uhr:
Der Tunnel ist ein Fehler - ja korrekt.
Wir Menschen zerstören unsere Umwelt zunehmend mehr.
Mein vollstes Unverständnis für die Entscheidungen der Gerichte.

Schade.

Also nicht wundern, wenn FFF und Nabu und Co Aktionen starten und wieder mit hoffentlich noch mehr Nachdruck für ein Umdenken werben werden.

Ich hoffe ihr werdet nicht müde - ich bin gerne bei Demos dabei.

Matthias schlecht

schrieb am 16.11.2020 um 17.45 Uhr:
Die Dame hat leider recht. Schade, dass das Gericht diesem ökologischem Irrsinn zugestimmt hat. Als Anwohner einer bisher wenig befahrenen, idyllisch- ruhigen Bahntrasse werde ich dann wohl bald das Ratten und Quietschen der vielen Züge im Garten hören. Von den Erschütterungen mal abgesehen.... Das ist sehr traurig.. Wer will dann noch so wohnen? Sicher wird es den Wert des Hauses nicht gerade steigern. So wie ich, werden sicher viele betroffen sein. Hauptsache die Grundsteuer fließt weiter. Wer will den noch Vögel zwitschern hören, wenn er das Quietschen der Bremsen haben kann.... Aus der Traum vom teuer bezahlte Haus im Grünen, an einer verschlafenen Bahntrasse...