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Gewalt an Frauen: Lübeck zeigt Flagge

Lübeck: Archiv - 23.11.2020, 10.02 Uhr: Die aktuellen Zahlen des Bundeskriminalamtes zu Partnerschaftsgewalt sprechen für sich: An jedem dritten Tag verstirbt eine Frau an Partnergewalt und alle 5 Minuten ist eine Frau von Partnergewalt betroffen. Die Dunkelziffer ist hoch. Der 25. November ist seit 1999 der internationale Tag "Nein zu Gewalt an Frauen" der Vereinten Nationen. Am Mittwoch wollen 38 Organisationen mit der Lübecker Fahnenaktion "frei leben ohne Gewalt" ein Zeichen setzen.

81 Prozent der Betroffenen sind Frauen und 79 Prozent der Täter sind Männer. Jährlich fliehen in Deutschland circa 45.000 Frauen vor ihren gewalttätigen Männern ins Frauenhaus. Die Corona-Pandemie hat die Notlage vieler Frauen noch verstärkt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf auf unterschiedlichen Ebenen. Persönliche Gewalt steht auf dem Boden struktureller Gewalt, besagt die Istanbulkonvention, ein "Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt", das 45 Staaten unterzeichnet haben.

Eine Möglichkeit, die Präsenz des Themas in der Öffentlichkeit zu vergrößern und eine gesellschaftliche Haltung für ein gewaltfreies Miteinander weiter zu fördern, ist eine Beteiligung an der Lübecker Fahnenaktion. Diese Gelegenheit nutzen inzwischen in Lübeck 38 Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens, darunter die Stadtwerke, Deutsche Rentenversicherung Nord, Gemeindediakonie, Autohaus Pfohe, das Universitätsklinikum oder die Marli Werkstätten. Alle hissen öffentlich sichtbar eine Fahne der Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes" mit dem Motto "Frei leben - ohne Gewalt" vom 23. Bis zum 29. November. Neue Organisationen in diesem Jahr sind die Lübecker Stadtmütter und das Job-Center Lübeck

Der 25. November ist seit 1999 der internationale Tag "Nein zu Gewalt an Frauen" der Vereinten Nationen (UN). Damals zeigte sich die Generalversammlung "beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen, und besorgt darüber, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern". Alljährlich soll mit dem internationalen Gedenktag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken.

Über das Lübecker Hilfenetz informiert ein neues Faltblatt "frei leben ohne Gewalt, das auf Wunsch zugesendet werden kann oder als PDF auf der Seite von Aranat zu finden ist. Darüber hinaus gibt es ein neues Angebot zur Onlineberatung für Frauen. Unter dem Logo "text us" bieten die Beratungsstellen Frauennotruf, biff und das Frauenkommunikationszentrum Aranat einen sicheren Kontakt zu einer Beraterin per E-Mail. Das überregionale Hilfetelefon für Frauen mit Gewalterfahrungen ist kostenfrei Tag und Nacht in über 20 Sprachen erreichbar unter 08000/116016.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit einer Fahne sind unter www.aranat.de.

Eine Vielzahl an Organisationen beteiligen sich mittlerweile an der Lübecker Fahnenaktion. Foto: Archiv/Aranat

Eine Vielzahl an Organisationen beteiligen sich mittlerweile an der Lübecker Fahnenaktion. Foto: Archiv/Aranat


Text-Nummer: 141838   Autor: Aranat   vom 23.11.2020 um 10.02 Uhr

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