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Arbeitslosenzahlen: Kein Anstieg durch neuen Lockdown

Lübeck: Archiv - 01.12.2020, 10.14 Uhr: In der Hansestadt Lübeck waren im November 2020 9.396 Arbeitslose gemeldet. Ein erneuter Anstieg der Arbeitslosenzahl durch den neuen Lockdown konnte nicht beobachtet werden. Die Arbeitslosigkeit ging saisonbedingt um 22 (0,2 Prozent) zurück. Das waren 1.472 Personen (18,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Der Abstand zum Vorjahr blieb dabei unter dem Höchstwert im Juni von 1.698 (20,6 Prozent).

Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat zurück und stieg um 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,1 Prozent an. "Die weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge des neuen Lockdown zeigen bisher keine Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit. Der übliche Saisonanstieg fällt im Kreis Ostholstein im November sogar geringer aus als in den Vorjahren. In der Hansestadt Lübeck gab es wie in den Vorjahren einen leichten Rückgang. Die zur Monatsmitte erhobenen Daten liegen jedoch nach wie vor weit entfernt von den sehr günstigen Bedingungen des Vorjahresmonats," erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

3.047 Arbeitslose und damit 25 (0,8 Prozent) weniger als im Vormonat und 844 (38,3 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III ("Arbeitslosengeld I", Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II, "Hartz IV") waren Ende November 2020 6.349 Arbeitnehmende arbeitslos gemeldet, das waren 3 (0,0 Prozent) mehr als im Oktober 2020 und 628 (11,0 Prozent) mehr als im November 2019.

Die durch den Lockdown erneut eingeschränkten Geschäftstätigkeiten führen zu steigenden Anfragen nach Kurzarbeit. Die Perspektive auf einen Impfstoff macht die Unternehmen zuversichtlicher. Gestützt durch die wirtschaftlichen Hilfen von Bund und Land verstärkt es noch einmal ihre Bereitschaft, die Beschäftigten zu halten. "Es ist gut, dass viele Unternehmen von Kurzarbeit Gebrauch machen. Sie hilft dabei Arbeitsplätze zu erhalten sowie Fachkräfte zu sichern, die nach dieser schwierigen Situation dringend wieder gebraucht werden. Bei Lockerung der Vorsorgemaßnahmen können die Unternehmen flexibel und schnell den Betrieb wiederaufnehmen ohne aufwendig nach neuem Fachpersonal suchen zu müssen", ergänzt der Agenturchef.

Vom 01. März bis 25. November sind im Agenturbezirk Lübeck 5.767 Anzeigen zur Kurzarbeit für 59.094 Beschäftigte eingegangen. Die meisten Anzeigen gingen mit 3.713 im April ein. Danach sank die Zahl stark und verzeichnete im November einen erneuten Anstieg auf 685 Anzeigen für 6.399 Beschäftigte.

Wie umfangreich die angezeigte Kurzarbeit tatsächlich genutzt wird, zeigt sich erst in den Arbeitszeitabrechnungen. Dann steht fest, ob wirklich alle Beschäftigten im Unternehmen verkürzt gearbeitet haben oder nur ein Teil, weil sich zum Beispiel zwischenzeitlich Aufträge ergeben haben oder Vorsorgemaßnahmen gelockert wurden. Für die Abrechnung haben Unternehmen drei Monate Zeit. Nunmehr liegen die Agenturdaten zur Inanspruchnahme für den Monat Juli vor. 1.307 Betriebe haben für 8.633 Beschäftigte tatsächlich Kurzarbeitergeld erhalten. Der Anteil dieser Kurzarbeitenden an der Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ergibt eine Kurzarbeiterquote von 5,3 Prozent.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 14.988 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 384 (2,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 1.879 (14,3 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Den stärksten Abstand gab es im Mai mit 2.942 (22,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat auf 6,6 Prozent an. Der Abstand zum Vorjahr blieb unverändert bei 0,9 Prozentpunkten.

Ein erneuter Anstieg der Arbeitslosenzahl durch den  neuen Lockdown konnte bisher nicht beobachtet werden.

Ein erneuter Anstieg der Arbeitslosenzahl durch den neuen Lockdown konnte bisher nicht beobachtet werden.


Text-Nummer: 142012   Autor: Agentur für Arbeit L.   vom 01.12.2020 um 10.14 Uhr

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