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Linke: Aufgaben des Denkmalschutzes anders verteilen

Lübeck: Für das neue Buddenbrookhaus sollten im Neubauteil der Mengstraße 6 mehrere denkmalgeschützte Gewölbefelder ausgebrochen werden, um die kuratorisch geplante Haupttreppe umzusetzen. Die Linke lehnt das ab.

Während die Museumsplaner diesen Eingriff für ihr Konzept als optionslos darstellten, war das Amt für Denkmalpflege anderer Meinung und lehnte dieses Vorgehen entschieden ab. Wie den Fraktionen im letzten Ausschuss für Kultur und Denkmalpflege mitgeteilt wurde, beendete Bürgermeister Jan Lindenau diesen Streit, indem er als "Oberster Denkmalpfleger" der Stadt seinem Amt für Denkmalpflege widersprach und die Buddenbrook-Planung beschloss.

Die Linke zeigt sich wie andere Fraktionen auch entsetzt von "dieser Engstirnigkeit und diesem undemokratischen Vorgehen" und wird im kommenden Ausschuss für Kultur und Denkmalpflege den Antrag der Unabhängigen auf Umplanung des Konzepts unterstützen.

„Es ist einfach nicht nachvollziehbar, weshalb für ein heutiges kuratorisches Konzept, das im Gegensatz zu historischer Bausubstanz nicht für die Ewigkeit gedacht ist, ein Denkmal unwiederbringlich zerstört werden sollte“, äußert sich Robin Burkard, kulturpolitischer Sprecher der Lübecker Linken und Mitglied im Kulturausschuss. „Eine historische Stadt wie Lübeck, die gerade wegen ihrer historischen Gewölbekeller in den Kreis der UNESCO-Weltkulturerben aufgenommen wurde, kann und sollte sich eine solche Peinlichkeit nicht leisten“, ergänzt Burkard.

Jede weitere Planung muss für die Linke also vom uneingeschränkten Erhalt der Gewölbekeller ausgehen. „Die Planungen einer Zerstörung des Gewölbekellers müssen sofort gestoppt werden“, findet auch Katjana Zunft, Fraktionsvorsitzende der Lübecker Linken. „Lübecks historische Keller sind für eine solche kommerzielle Nutzung auch überhaupt nicht gedacht. Es gibt sicher Alternativen zu dem jetzigen Plan“, so Zunft.

Die Linke stellt somit auch Bürgermeister Lindenau als obersten Denkmalschützer in Frage. „Diese Einzelentscheidung war weder fachlich noch demokratisch“, finden Burkard und Zunft und regen für die Zukunft eine Andersverteilung von Entscheidungsautorität an.

Robin Burkard, kulturpolitische Sprecher der Lübecker Linken, spricht beim Umbau von einer Peinlichkeit.

Robin Burkard, kulturpolitische Sprecher der Lübecker Linken, spricht beim Umbau von einer Peinlichkeit.


Text-Nummer: 142625   Autor: Linke   vom 09.01.2021 um 14.59 Uhr

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