Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Pflegenotstand: Lübecker Linke warnen vor Kollaps

Lübeck: Archiv - 14.01.2021, 09.59 Uhr: Nicht erst seit der Corona-Krise wird deutlich wie überlastet das Gesundheitssystem ist. Aber nun drohe es zusammenzubrechen, warnt die Lübecker Fraktion der "Die Linke". Man stehe schon lange auf der Seite der Beschäftigten in der Pflege und mahne seit Jahren den Pflegenotstand an, so die Partei.

Zuwenig Personal habe schon vor Corona für geschlossene Stationen und Engpässe in der Versorgung der Betreuung der Patientinnen und Patienten gesorgt. Nun spitze sich die Lage immer weiter zu. Laut Berichten der Fernsehsendung "Panorama" würden immer mehr Pflegekräfte kündigen und jede sechste denke an das Aufhören.

In der Krise wurden die Pflegekräfte zu Heldinnen und Helden erklärt. Aber positive Veränderungen gäbe es für sie keine. Zeit für die Kranken hätten sie viel zu wenig, denn die Krankenhäuser würden am Personal spare. Das habe dramatische Folgen für sie - und auch für die Patientinnen und Patienten.

"Die Heldinnen und Helden der Corona-Krise haben mehr verdient als nur Applaus. Wir brauchen einen Systemwechsel im Krankenhauswesen: Gemeinwohl vor Profit" so die Fraktion.

"Das sind alarmierende Zeichen die wir nicht weiter übergehen dürfen. Im März wurde den Pflegekräften noch vollmundig gedankt und es wurden ihnen großzügige Prämien versprochen und von allen Seiten wurde brav geklatscht. Diese Prämien haben aber manche gar nicht bekommen, wenn dann erst im Dezember. Auch geklatscht wird nicht mehr, es wird schlicht vergessen was die Pflegekräfte da seit Monaten leisten", erklärt Katjana Zunft, Fraktionsvorsitzende der Lübecker Linken.

"Die Linke" habe klare Forderungen, denn Gesundheit dürfe nicht weiter zu einem Markt verkommen, auf dem die Profite mehr zählen würden als die Menschen. Statt immer weiter zu privatisieren, müsse Gesundheit als Teil des Sozialstaats öffentlich organisiert werden. Für die Aufwertung und gesetzliche Personalbemessung in Gesundheit und Pflege müssten dringend 100.000 Pflegekräfte mehr in die Krankenhäuser.

"In der Corona-Krise sind die vielen Risse und Mängel des Gesundheitssystems und in der Pflege offensichtlich geworden. Jahrelang wurden die Krankenhäuser auf Markt und Profit zugeschnitten, denn es musste sich "rechnen". Die Betten und Stationen müssen immer (fast) ausgelastet sein. Wenn der Bedarf dann steigt wie jetzt mit Corona, gibt es keine Reserven. Das ist schlechte Planung und schlechte Politik, die Tausende Menschen das Leben kosten kann", ergänzt Andreas Müller, Vorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der Linken Lübeck.

"Die Linke" Lübeck fordert sowohl auf kommunaler Ebene, als auch Bund und Länder auf, sich dem Pflegenotstand zu stellen und dringend Abhilfe zu schaffen.

Andreas Müller und Katjana Zunft fordern, dass man sich dem Pflegenotstand stellt.

Andreas Müller und Katjana Zunft fordern, dass man sich dem Pflegenotstand stellt.


Text-Nummer: 142716   Autor: Fraktion Die Linke   vom 14.01.2021 um 09.59 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.