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Impf-Termine: Verfahren geändert

Schleswig-Holstein: Rund 220.000 impfberechtigte Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind, werden ab dem 28. Januar 2021 ein Informationsschreiben mit einem persönlichen Pin-Code und einer Telefonnummer erhalten. Damit reagiert das Land auf den Andrang bei der Terminvergabe.

Mit der zusätzlichen Möglichkeit können sich die Seniorinnen und Senioren ohne Zeitdruck telefonisch registrieren und bereits für ihren persönlichen Impftermin in einem der schleswig-holsteinischen Impfzentren registrieren lassen. Die in dem Anschreiben vermerkte Telefonnummer soll ab dem 1. Februar montags bis freitags jeweils zwischen 8 und 18 Uhr zur Verfügung stehen. Erster buchbarer Termin soll der 8. Februar sein. Im Unterschied zu bisher, werden Terminbuchungen für über 80-Jährige dabei nicht nur für die Folgewoche, sondern für einen längeren Zeitraum möglich sein.

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg: „Wir haben bisher eine sehr schnelle und funktionstüchtige Terminvergabe für die Buchung von Impfterminen zur Verfügung gestellt. Dieses System soll nun durch eine gerade für unsere älteren Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner exklusive Anmeldemöglichkeit ergänzt werden. Alle impfberechtigten über 80-jährigen Bürger werden wir persönlich anschreiben. Jeder wird sich telefonisch einen Termin geben lassen können. Ohne Stress, ohne Eile. Sollten dann in Zukunft mehr Termine zur Verfügung stehen, werden die Menschen telefonisch kontaktiert und gefragt, ob sie einen früheren Termin haben möchten.“

Die Terminvergabe kann weiterhin nur auf Basis der aktuell bekannten Liefermengen erfolgen – dementsprechend werden viele Impfwillige zunächst nur einen Termin erhalten können, der im späten Frühjahr oder gar Frühsommer liegt. Sollte mehr Impfstoff verfügbar sein, wird den Betroffenen telefonisch ein früherer Termin angeboten.

Die Informationsschreiben samt Pin-Code zur Anmeldung werden in Tranchen versendet. Dabei wird nach einer Altersstaffelung innerhalb der Gruppe der über 80jährigen vorgegangen.

In den vergangenen drei Wochen waren jeweils dienstags binnen kürzester Zeit alle Termine für die erste priorisierte Gruppe (80 Jahre oder älter, Mitarbeitende in der Altenpflege oder der Notfallrettung usw.) ausgebucht – insgesamt rund 45.000. 87 Prozent der bisher angemeldeten Menschen sind 80 Jahre oder älter.

Das bestehende Internet-Portal unter www.impfen-sh.de wird weiterhin für alle anderen Gruppen der höchsten Priorisierung nach Bundesverordnung zur Verfügung stehen. Dort werden Impfberechtigte, die nicht zur Gruppe der über 80-Jährigen gehören, weiterhin wöchentlich Termine buchen können. Hierfür wird ebenfalls ein festes Kontingent an Impfdosen bereitgehalten. Auch telefonisch wird es dieser Gruppe möglich sein, Termine zu buchen. Für die Gruppe der über 80-jährigen gilt das beschriebene vereinfachte Buchungsverfahren.

Bis die Ergänzung der Terminvorgabe losgeht, werden wie angekündigt am 19. Januar und 26. Januar um 8 Uhr über die beiden Möglichkeiten der Online-Buchung und der Telefon-Hotlines Buchungsmöglichkeiten geschaltet.

Das Ministerium weist zudem darauf hin, dass das Impfintervall zwischen Erst- und Zweitimpfungen aufgrund der gültigen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission angepasst wird. Die Zweitimpfung soll innerhalb des durch die Zulassungsstudien abgedeckten Zeitraumes von derzeit 42 Tagen erfolgen. Der kürzlich zugelassene Moderna-Impfstoff hat ein Mindestintervall von 28 Tagen zwischen Erst- und Zweitimpfung, beim BioNtech/Pfizer Impfstoff liegt das Mindestintervall bei 21 Tagen. Schleswig-Holstein wird auch aus logistischen Gründen das Intervall einheitlich auf 35 Tage anpassen. Dies hat keine Auswirkungen auf bisher in den Impfzentren gebuchten Termine der Zweitimpfung – diese bleiben bestehen wie gebucht.

Das ändert ab Februar die Terminvergabe für die Corona-Impfungen.

Das ändert ab Februar die Terminvergabe für die Corona-Impfungen.


Text-Nummer: 142727   Autor: SozMi/red.   vom 14.01.2021 um 15.08 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

K. Palte

schrieb am 14.01.2021 um 15.50 Uhr:
Eine gute Nachricht !

Sidirmo

schrieb am 14.01.2021 um 15.56 Uhr:
Warum fängt man an, mit den Impfstoff zu experimentieren und bleibt nicht bei den von den Herstellern empfohlen Fristen.

Warum musste dann auf die langwierige Zulassung durch die Europäische Kommission warten, wenn jetzt doch der "Beipackzettel" nicht beachtet wird.

Silvia Timmann

schrieb am 14.01.2021 um 16.13 Uhr:
Was ist mit dehnen die zur Hochrisikogruppe gehören und keine 80 sind. Ich Falle voll durch das Raster da ich ja noch arbeiten muss Alterstechnisch.Ich versuche seid Anfang Januar einen Termin für mich und meinen Mann zubekommen. Wir warten weiter.

Zacki

schrieb am 14.01.2021 um 16.27 Uhr:
Gut für unsere Ü 80 jährigen.
S/H ist lernfähig, prima.
Wenn die Umsetzung klappt sicher ein Model auch für andere Altersklassen.

Peter

schrieb am 14.01.2021 um 17.30 Uhr:
"– dementsprechend werden viele Impfwillige zunächst nur einen Termin erhalten können, der im späten Frühjahr oder gar Frühsommer liegt."
Und das ist nur die Gruppe der über 80 Jährigen!
Herr Spahn hat gestern wiederholt, dass bis Sommer oder im Sommer JEDER die Möglichkeit zur Impfung haben soll.
Dabei hat er wohl nur 'jeder über 80-jährige' gemeint.

Zum Vergleich: Großbritannien will bis 15. Februar unter anderem den gesamten Gesundheitssektor fertig geimpft haben (über 15 Mio Personen).

Marc

schrieb am 14.01.2021 um 17.37 Uhr:
@Sidirmo: Warum lesen Sie den Text denn nicht durch und verstehen ihn, bevor Sie hier halbseidene Sprüche loswerden? Alle Impfstoffe werden innerhalb der zugelassenen Spezifikation verimpft; weil sich diese Spezifikation aber unterscheidet (MINDESTabstand 21 vs 28 Tage), hat man ein Zeitfenster gewählt, das für alle passt. So schwer ist der Text nun wirklich nicht.

neolina

schrieb am 14.01.2021 um 19.13 Uhr:
Richtig Peter, das lässt mich auch sehr nachdenklich zurück...
Wenn 220.000 plus beruflich berechtigte (wie viele sind das eigentlich? ) bis Ende Frühjahr dran sind - wie lang soll das denn insgesamt dauern? Ach verdammt, das Jahr fängt schon wieder richtig ätzend an.

Micha

schrieb am 14.01.2021 um 21.07 Uhr:
...ich bin der Meinung, dass das Pferd total falsch aufgezäunt worden ist.
Warum lässt man die großen deutschen Medikamentenhersteller, wie Bayer und wie sie alle heißen, den Impfstoff nicht in Lizenz produzieren? Das Thema wurde vor kurzem mal auf den Tisch gebracht, aber von unserem oberschlauen Gesundheitsminister Spahn gleich wieder weggewischt...warum wird rumgeeiert bis Amerika liefert,oder andere Impfstoffe zugelassen sind?
Warum wurde soviel Impfstoff mit Tag der Zulassung an nicht EU Länder verkauft?
Klar, jeder Mensch will und soll leben, aber so wie unsere Regierung das macht, wird es noch viele tausende Tote geben!
Leute die noch im arbeitsfähigen Alter sind, aber an zb copd Gold 3 vorerkrankt sind...von den Menschen mit Behinderungen spricht komischer Weise NIEMAND! Was ist mit diesen Menschen? Wann erhalten sie Hilfe?
Hat man bei denen auch angefangen mit Impfungen in ihren Wohnheimen etc?
NEIN! Diese Menschen gehen der Regierung am A.... vorbei!
Sorry, ich vergaß, erst sind die 80 jährigen dran...und so alt wird selten ein Mensch mit Behinderung...meine Schwester hat Down Syndrom...Lebenserwartung 50 bis 60 Jahre...sie ist Mitte 50...also hat sich das Problem bald eh von alleine erledigt, oder wie denken unsere Politiker der Bananenrepublik Deutschland?

Günter

schrieb am 14.01.2021 um 21.51 Uhr:
Warum nur für über 80jährige?

rudolf gerresheim

schrieb am 15.01.2021 um 11.32 Uhr:
Richtig Peter!
Angeblich sollen pro Tag 1000 Leute geimpft werden können, nur wie will man das schaffen? Man rechnet mit 5 Minuten pro Person (ich bezweifle sehr, dass man das schafft) in 6 Kabinen von 13.00-18.00 Uhr. Das bedeutet maximal 360 Personen pro Tag. Keine Ahnung ob an Sonnabenden/Sonntagen auch geimpft wird, aber wie ich Behörden kenne wohl eher nicht selbst in Notzeiten..
Das bedeutet 1800 Personen pro Woche. Bei evtl 160.000 Impfwilligen wird man wohl erst im Jahre 2022 mit Lübeck durch sein.
Unbegreiflich warum es nur eine Impfstelle gibt und können die nicht rechnen??

Karl Müller

schrieb am 15.01.2021 um 11.44 Uhr:
na bitte! Geht doch! Warum denn nicht gleich so?!
Muss man denn den "Verantwortlichen" erst alles klar machen? Offenbar gehört gesunder Menschenverstand heute nicht mehr zu den Amtsvoraussetzungen.
Oder waren grad keine teuren Berater mehr verfügbar???