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Polizei: Die Grundstimmung sinkt - Präsenz steigt

Lübeck: Archiv - 26.01.2021, 16.44 Uhr: Nach einem Jahr Pandemie sinkt die Grundstimmung bei der Bevölkerung, berichtet Jörn Löwenstrom, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei für Lübeck und Ostholstein. Von Verhältnissen wie in den Niederlanden, wo es nächtliche Krawalle gibt, sei man in Deutschland aber noch weit entfernt. Die Landesregierung kündigt aber an, die Präsenz der Polizei zu erhöhen.

Löwenstrom kennt den Alltag der Polizeiarbeit. Angriffe auf Beamte im Zusammenhang mit Hinweisen auf Verstöße gegen die Maskenpflicht habe es zwar nicht gegeben, aber die Stimmung in der Bevölkerung sei schlechter geworden. Viele fragen, wie lange die Maßnahmen noch andauern sollen. Dabei kontrolliere die Polizei nicht aktiv die Einhaltung der Regeln, sondern gehe nur Hinweisen nach oder weise auf Verstöße hin, denen man zufällig begegnet.

Das soll sich allerdings ändern: "Die Polizei wird zur Unterstützung der kommunalen Behörden vor allem in Bereichen mit hohen Inzidenzen ihre Präsenz auf den Straßen verstärken“, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack am Dienstag. Die Innenministerin machte deutlich, dass sich der weit überwiegende Teil der Bevölkerung immer noch vorbildlich verhalte. Deshalb werde die Polizei auch weiterhin auf die persönliche Ansprache setzen und die Notwendigkeit der Maßnahmen erklären.

"Jeder von uns möge einmal in sich gehen: Manchmal ist man nach so vielen Wochen des Lockdowns leider selbst nicht mehr so konzentriert bei der Sache, wie es eigentlich nötig wäre. In diesen Fällen hilft oft schon ein mahnender Blick oder ein freundlicher Hinweis unserer Ordnungshüterinnen und – hüter. Und wo dieser Blick nicht hilft, da wird unsere Polizei die Zügel jetzt ein Stück weit anziehen. Für beide Fälle hilft zusätzliche Präsenz auf der Straße", sagte Sütterlin-Waack.

Die Polizei bietet den vorrangig für die Kontrollen zuständigen kommunalen Behörden landesweit an, gemeinsame Kontrollen in für Verstöße besonders anfälligen Bereichen durchzuführen. "Das können Gebiete mit aktuell bekannten Corona-Clustern sein, aber auch den Behörden vor Ort bekannte Plätze oder Bereiche, die in den vergangenen Wochen bereits häufiger als Treffpunkte aufgefallen sind", erklärte Landespolizeidirektor Michael Wilksen. Auch dort werde dann je nach Bedarf der Personalansatz erhöht.

Immerhin sind es ruhige Zeiten für die Polizei. Es gibt keine großen Sportveranstaltungen oder Demonstrationen, die viele Einsatzkräfte binden. Damit fallen auch die Überstunden weg.

Im Original-Ton hören Sie ein Statement von Jöen Löwenstrom von der GdP.

Die Polizei wird sich verstärkt an Kontrollen, wie hier beim Betretungsverbot für Travemünde, beteiligen. Foto: JW/Archiv, O-Ton: Harald Denckmann

Die Polizei wird sich verstärkt an Kontrollen, wie hier beim Betretungsverbot für Travemünde, beteiligen. Foto: JW/Archiv, O-Ton: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 142937   Autor: VG   vom 26.01.2021 um 16.44 Uhr

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