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Lübeck in Zahlen: 5000 Einwohner mehr bis 2040

Lübeck: Zu Beginn des Jahres legt die Statistikstelle der Stadtverwaltung eine neue Bevölkerungsprognose für die Hansestadt Lübeck sowie die aktuelle Einwohnerzahl für das Jahr 2020 vor. Demnach liegt die Einwohnerzahl der Hansestadt Lübeck aktuell bei 219.645 Personen und wird in den kommenden Jahren langsam aber kontinuierlich wachsen und bis zum Jahre 2040 die Marke von 225.000 Einwohner erreichen.

Dies entspricht einem Zuwachs um rund 5.000 Personen. Grundlage der Berechnungen sind die Geburten, Sterbefälle und Wanderungen der Jahre 2015 bis 2020. Bis 2040 wird bei den Frauen eine weitere Zunahme der Lebenserwartung von derzeit 82,8 auf 85,6 und bei den Männern von 78,1 auf 81,6 Jahre prognostiziert. Die Zahl der Sterbefälle wird laut der Prognose auch in Zukunft deutlich über der Zahl der Geburten liegen, womit Lübeck zur Stabilisierung der Einwohnerzahl weiterhin auf Zuzüge angewiesen sein wird.

Basierend auf der Prognose der Einwohnerzahlen hat die Statistikstelle der Hansestadt Lübeck auch Daten zur zukünftigen Entwicklung der Privathaushalte berechnet. Die derzeitige Altersstruktur und die allgemeinen gesellschaftlichen Tendenzen lassen eine weitere Zunahme der Zahl der Einpersonenhaushalte erwarten. Die durchschnittliche Haushaltsgröße wird von 1,79 auf 1,76 Personen pro Haushalt sinken. Demzufolge wird sich die Zahl der Privathaushalte insgesamt bei einer wachsenden Einwohnerzahl von derzeit circa 122.000 bis 2040 auf rund 127.000 Haushalte erhöhen.

Die mit rund 600 Personen geringfügig niedrigere Einwohnerzahl im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr lässt sich mit verhältnismäßig geringeren Zuzügen begründen. Zogen in 2019 noch 11.961 Personen nach Lübeck, waren es 2020 nur noch 10.665 Personen.

Hinsichtlich der aktuellen Debatte um die Corona-Impfungen dürften ferner die folgenden Zahlen interessant sein: 17.419 Personen in der Hansestadt Lübeck sind über 80 Jahre alt, 21.346 sind 70 bis 79 Jahre alt und weitere 26.131 entfallen auf die Altersgruppe der 60-69jährigen. Insgesamt sind etwa 65.000 Personen über 60 Jahre alt, entsprechend rund 30 Prozent der Bevölkerung. Dem stehen 33.133 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gegenüber, entsprechend rund 15 Prozent der Bevölkerung. In den Altersjahrgängen bis unter 50 Jahren überwiegt zumeist der Männeranteil, in den Altersjahrgängen über 50 Jahren dagegen der Frauenanteil und zwar mit steigendem Alter im zunehmenden Maße aufgrund der oben bereits beschriebenen unterschiedlichen Lebenserwartung von Frauen und Männern.

Rund 60.000 Lübecker haben gegenwärtig einen Migrationsgrund, entsprechend etwa 27 Prozent der Bevölkerung. Darunter sind 12.500 Personen mit polnischem Migrationshintergrund, wobei der überwiegende Teil (ca. 10.000 Personen) die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Von den 8.813 Personen mit türkischen Migrationshintergrund haben etwas mehr als die Hälfte (ca. 4.800) die deutsche Staatsangehörigkeit. Personen mit russischem Migrationshintergrund (3.396) und syrischem Migrationshintergrund (3.166) folgen an dritter und vierter Stelle.

Die Zahl der Personen im erwerbsfähigem Alter (hier mit 18-64 Jahren angegeben) hat sich gegenüber 2010 von rund 131.000 auf aktuell rund 136.000 erhöht. „Dies ist grundsätzlich erfreulich“, so die Lübecker Statistiker, „denn die geburtenstarken Jahrgänge werden in wenigen Jahren ins Rentenalter kommen. Spätestens dann wird in zunehmendem Maße Ersatz für jene Fachkräfte gebraucht, die dem Arbeitsmarkt verloren gehen werden.“

Innerhalb des Stadtgebietes gab es die höchsten Einwohnerrückgänge in St. Gertrud (-296) und in St. Lorenz Nord (-111). Einen geringfügigen Zuwachs gab es in Travemünde mit einem Plus von 70 Personen.

Erneut rückläufig waren die Einwohnerzahlen mit evangelischer Religionszugehörigkeit. So sank derer Zahl in 2020 von 87.054 auf 84.578. Die Zahl der katholischen Einwohner hat von 17.787 Personen auf 17.438 nur geringfügig abgenommen.

Die Bevölkerungsprognose und die aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsstruktur der Hansestadt Lübeck sind in Kürze unter www.luebeck.de/statistik abrufbar.

Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Lübeck? Foto: JW

Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Lübeck? Foto: JW


Text-Nummer: 143239   Autor: Presseamt Lübeck   vom 12.02.2021 um 09.19 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Fiete Senfgeber

schrieb am 12.02.2021 um 10.36 Uhr:
Hört sich ja interessant an. Dann mögen die Verantwortlichen endlich damit beginnen Wohnungen zu bauen. Angekündigt sind ja immer noch 5000 Whg. bis 2025. Sportlich! Wohnungen für Durchschnittsverdiener im Geschosswohnungsbau. Auch etwas größer. Einfamilienhäuser braucht niemand mehr, viel zu unökonomisch, und unökologisch, hohe Erschließungskosten, verschwenderisch und DÖRFLICH. Dafür kann man dann auch gerne die frei werdenden, zentralen auslaufenden Hafenflächen widmen. Wie wäre ein Zentralpark auf der Koppel? Gestern fiel hier ein niedlicher Begriff: "Low Performer". Vielleicht sind die Planenden der Stadt in der Lage hier bitte etwas higher zu performen. Verdichten, ÖPNV dann besser machen, Linien in die Region, zentrale Funktionen stärken, regionale Planungen und Zusammenarbeit. Reingehaun

Fiete Senfgeber

schrieb am 12.02.2021 um 10.50 Uhr:
Auch Moisling weiterentwickeln: Nochmal 5000 Wohnungen, nochmal 3-7 Punkthochhäuser und Bahnstation! DUFTE!

Lübecky

schrieb am 12.02.2021 um 14.59 Uhr:
Na super, es gibt ja jetzt schon zu wenig Häuser und Wohnungen! Wo sollen die denn bitte alle hin? Plattenbau Revival ? Arbeiterschliessfach? Evtl kann mir wer erklären was am Bevölkerungswachstum positiv sein soll, wenn die Ressourcen zu knapp sind.

Jean Paul Muzzi

schrieb am 12.02.2021 um 16.56 Uhr:
2010 hatten wir hier in Lübeck eine Einwohnerzahl um die 210000.
Das heißt wir haben in den letzten 10 Jahren etwa 10000 zugezogene Bürger bekommen..
Diese neuen, zugezogenen bestehen größtenteils aus Flüchtlingen und Asylsuchenden, laut einer offiziellen Stellungnahme des Einwohnermeldeamtes der Hansestadt Lübeck.
Das ist ein Ergebnis der unkontrollierten Flüchtlingaufnahme aus dem Jahre 2015,seitens der Bundesregierung.
Dieses ist einer der Hauptgründe, warum es in Lübeck und auch im Rest der Republik zu einer, teilweise sehr schwierigen Wohnraumbeschaffung gekommen ist.

Jean Paul

Melly

schrieb am 12.02.2021 um 22.50 Uhr:
Wenn das mit dem Wohnungsmarkt so weitergeht, muss Lübeck auf noch mehr Zuwanderer hoffen, denn die Lübecker selbst (WIR= 5-Köpfig) sind mehr oder weniger gezwungen in ländlichere Gegend zu ziehen oder in ein nahe gelegenes Bunfesland. Unsere 4-Zimmer Mietwohnung ist Schweineteuer aber bezahlbares Eigentum findet man so gut wie garnicht. Also werden wir wohl früher oder später ehemalige Lübecker sein...
Traurig aber wahr und es geht vielen so.
An ein Haus kommt man doch nur noch, wenn jemand die Millionen auf dem Konto hat oder Erbfall in der Familie...