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SPD für neutrale Information zum AKW-Bauschutt

Lübeck: Die SPD-Fraktion hat in der Sondersitzung der Lübecker Bürgerschaft den Bürgermeister beauftragt, eine repräsentative Umfrage zur Zwangszuweisung des AKW-Bauschutts auf die Deponie Lübeck-Niemark durchführen zu lassen (wir berichteten).

„Wir wollen, dass die in Lübeck lebenden Menschen objektiv informiert werden!“, betont Sandra Odendahl, Mitglied der SPD-Fraktion. Dazu gehört ihren Angaben zufolge, dass der oder die Befragte schon wissen muss, dass der AKW-Bauschutt eben kein gewöhnlicher Bauschutt ist. Das soll bei der Befragung nun sichergestellt werden: „Wir brauchen mindestens 1.000 Antworten“, so die SPD-Politikerin Sandra Odendahl.

„Es geht nicht nur um die Frage, ob und wie gefährlich das AKW-Material ist, das per Zwangszuweisung vom Grünen-Umweltminister Albrecht tonnenweise nach Lübeck-Niemark kommen soll, sondern um Erklärungen, warum überhaupt fast der ganze AKW-Müll nach Lübeck soll, und was die Begriffe ‚freigemessen‘ und ‚eingeschränkte Freigabe‘ wirklich meinen“, unterstützt der SPD-Umweltexperte und Diplom-Physiker Dr. Marek Lengen.

In seiner Rede in der Bürgerschaft sagte Dr. Lengen: „Es gibt in dieser Frage ein großes Kommunikationsproblem!“ Für Dr. Lengen von der SPD-Fraktion ist diese Zuweisung des AKW-Bauschutts durch den Grünen-Umweltminister nach Lübeck nicht alternativlos: „Der AKW-Bauschutt könnte auch nach Flensburg-Harrislee oder auf eine neu-einzurichtende Spezialdeponie gebracht werden, wenn das Umweltministerium seine Hausaufgaben gemacht hätte. Die Landesregierung hat es über Jahre absichtlich versäumt oder verschlafen, eine spezielle Deponie in Absprache mit dem Bund zu planen und zu errichten, als schon längst klar war, dass die AKW Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel rückgebaut werden müssen – das ist von zentraler Bedeutung“, betont der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dr. Lengen.

Dr. Marek Lengen ist der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Dr. Marek Lengen ist der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion.


Text-Nummer: 143254   Autor: SPD   vom 13.02.2021 um 10.48 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Stefan E.

schrieb am 15.02.2021 um 08.17 Uhr:
Es ist eine Frechheit das dieser Bauschutt nach Lübeck kommen soll. Mit welcher Begründung? Warum ist man nicht ehrlich? Warum wird über unseren Köpfen hinweg entschieden? Und wichtigste Frage: Warum kämpft Hr. Lindenau nicht dagegen????
Politik wird nicht mehr für den Bürger gemacht, sondern nur noch für den Selbsterhalt. Genau wie damals als Lindenau versprochen hat etwas gegen die steigenden Preise bei der Erbpacht zu machen. Nix ist passiert.

Stefan Höfel

schrieb am 15.02.2021 um 08.31 Uhr:
Moin zusammen!

Die SPD stellt seit 2013 die Bundesumweltministerin!
Die SPD stellte noch bis 2017 den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein.

Das ist wichtig, denn oben in der Meldung heißt es:
„... Die Landesregierung hat es über Jahre absichtlich versäumt oder verschlafen, eine spezielle Deponie in Absprache mit dem Bund zu planen und zu errichten, als schon längst klar war, dass die AKW Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel rückgebaut werden müssen – das ist von zentraler Bedeutung“, betont der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dr. Lengen.
Das ist doch ein klassisches Eigentor!
Was nun SPD?

Mit ? Grüßen und kommt gut durch die Zeit SH

Marieke

schrieb am 15.02.2021 um 10.24 Uhr:
„Verbockt“ wurde es hier in der Tat durch die grünen Umweltminister: Denn Albrechts Vorgänger Habeck hat bei der Thematik Rückbau Schleswig-holsteinischer AKW und Entsorgung von Atomschutt eine zentrale Rolle gespielt. Hätte man sich frühzeitig mit den bestehenden Alternativen ernsthaft auseinandergesetzt, hätten wir jetzt zum einen diese Diskussionen nicht und zum anderen wäre eine zusätzliche Strahlenbelastung für alle Bürger vermieden worden. Jetzt wird es von den Grünen billigend in Kauf genommen, dass sich vielleicht in ein paar Jahren herausstellt, dass der AKW-Schutt doch nicht so ungefährlich ist. Dann kann man ihn aber von einer normalen Deponie nicht mehr zurückholen.
Ohnehin ist es interessant woher die Grünen ihre Sicherheit nehmen, dass vom Atomschutt keine schädliche Strahlenbelastung für uns Bürger, insbesondere für unsere Kinder, um die sich viele Lübecker Anwohner der Deponie langfristig gesehen Sorgen machen (Studien zu den Langzeitfolgen fehlen in diesem Bereich) ausgeht.
Wenn sich hier jemand ein „Eigentor schießt“, dann die Grünen.Denn mit Zwangszuweisungen, nur erzwungenem Bürger-Dialog und einer 180-Grad-Kehrtwende in Sachen Atomkraft könnte man für die anstehenden Wahlen doch den ein oder anderen Wähler verprellen/verlieren..