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Gericht verhandelt über Chaos-Fahrt im August

Lübeck: Archiv - 14.02.2021, 11.49 Uhr: Am 13. August baute eine Autofahrerin zwischen Hüxtertorallee und Kronsforder Allee zahlreiche Unfälle. Ursache war nach Einschätzung eines Sachverständigen eine psychische Erkrankung. Ab Montag steht die Frau trotzdem vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft möchte eine zukünftige Gefährdung ausschließen.

Die 35 Jahre alte Beschuldigte ist verdächtig, im Zustand der Schuldunfähigkeit am 13. August 2020 in Lübeck drei Straßenverkehrsgefährdungen und in zwei der Fälle tateinheitlich fahrlässige Körperverletzungen begangen und sich unerlaubt vom jeweiligen Unfallort entfernt zu haben.

Sie soll am Morgen des Tattages mit ihrem Auto die Hüxtertorallee in Richtung Mühletorteller und anschließend die Kronsforder Allee stadtauswärts befahren haben, obgleich sie aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht in der Lage war, ein Fahrzeug sicher zu führen. Auf der Fahrt soll sie eine erhebliche Zahl anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet und einige auch verletzt und ein anderes Fahrzeug sowie einen Linienbus touchiert und dadurch beschädigt haben, bevor sie schließlich an der Kreuzung zur Vorrader Straße mit einem dort abbiegenden Wagen kollidierte.

Nach vorläufiger Einschätzung einer von der Staatsanwaltschaft beauftragten psychiatrischen Sachverständigen war die Schuldfähigkeit der Beschuldigten im Tatzeitpunkt aufgrund einer psychischen Erkrankung aufgehoben und geht von der Beschuldigten krankheitsbedingt die Gefahr weiterer erheblicher rechtswidriger Taten aus.

Das Gericht hat zwei Hauptverhandlungstage anberaumt und 13 Zeugen sowie eine Sachverständige geladen.

Der Wagen kam erst nach einem Unfall in der Kronsforder Allee zum Stehen. Foto: STE/Archiv

Der Wagen kam erst nach einem Unfall in der Kronsforder Allee zum Stehen. Foto: STE/Archiv


Text-Nummer: 143269   Autor: StA./red.   vom 14.02.2021 um 11.49 Uhr

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