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Am Montag extreme Glätte möglich

Lübeck: Archiv - 14.02.2021, 16.30 Uhr: Das traumhafte Winterwetter vom Wochenende mit noch deutlichen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollte uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass der von uns in der letzten Prognose bereits angekündigte Wetterwechsel jetzt einsetzt. Und der kann am Montag auch gefährlich werden.

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Die Kaltluft aus dem Osten wird langsam verdrängt und ein Tiefdruckgebiet mit milden atlantischen Luftmassen rückt langsam in unsere Region vor. Da die kalte Luft in Bodennähe sehr schwer ist, gleiten die wärmeren Luftmassen aus dem Westen erst einmal auf und sind bei uns zuerst als sehr hohe Eiswolken zu sehen. Wer am Sonntagnachmittag schon einmal nach Westen geblickt hat, wird bemerkt haben, dass der Himmel nicht mehr so knalle-blau ist, wie noch am Vormittag. Die Sonne scheint zwar noch, es haben sich aber bereits deutlich wahrnehmbare Schlieren gebildet. Ein weiterer Blick auf die Druckentwicklung bei Peter Faulbrücks Station in Lübeck Eichholz verrät zudem, dass bereits seit Sonntagmorgen 10 Uhr der sehr hohe Druck langsam nachlässt. Bis zum Dienstagmittag wird er von zurzeit etwa 1040 hPa auf etwa 1010 hPA gefallen sein. Dann wird auch die kalte Schicht auf den Straßen spürbar abgetaut sein und die Glättegefahr ist am Dienstag bereits wieder vorüber.

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Zuvor wird es aber erst einmal am Montag unter Umständen sehr gefährlich. Mit ein wenig Glück fällt der zu erwartende Niederschlag bei uns in Lübeck als Schnee, dann kommen wir noch einigermaßen davon. Auszuschließen ist aber nicht, dass im Laufe des Tages der gefährliche Eisregen über uns niederkommt. Dann fällt sehr kalter Regen auf den durch die vergangenen Tage stark gefrorenen Boden und es ist in der Folge mit sofortiger blitzartiger Vereisung zu rechnen. Auch der hartgesottenste Brummi-Fahrer sollte dann lieber rechts ran, sobald er auch nur die geringsten Regentropfen auf der Scheibe hat. Wenn er weiter mit unverminderter Geschwindigkeit über die Bahn düst, setzt er sein Gefährt eben in den Graben und dann geht es erst recht nicht weiter. Mal sehen, ob diese Einsicht diesmal greift.

Aber nicht nur auf Straßen und Autobahnen sollte man aufpassen. Bei solch einer Wetterlage hat schon manch einer den kurzen Weg zum Briefkasten bitter bereut. Besonders sehr alte und gebrechliche Mitbürger sollten sich nicht unnötig in Gefahr begeben. Wer hat schon Lust, jetzt zu Corona-Zeiten mit Oberschenkelhals-Bruch in die Klinik zu müssen und dort die ohnehin schon knappen Betten zu belegen. Am Montag einmal nicht vor die Tür zu gehen und sich unnötig in Gefahr zu begeben ist unter diesen Umständen auch ein sozialer Akt. Im Übrigen könnte man lange auf den Rettungswagen warten. Bei Blitz-Eis kommen die nämlich auch nirgendwo durch.

Wer das alles gesund durchsteht wird ab Dienstag mit langsam ansteigenden milderen Temperaturen belohnt. Am kommenden Wochenende kann es dann sogar vorfrühlingshaft werden, mit Temperaturen um etwa plus zehn Grad. Erinnern Sie sich noch? Vor einer Woche war "Katastrophe", dann folgte der Traumwinter mit Nachtfrösten um die minus 17 Grad und ab übermorgen geht es dann stramm Richtung Frühling. Dieser Februar hat für uns wirklich alles im Gepäck.

Am Sonntagnachmittag zeigte sich - hier beim Blick vom Pariner Berg - bereits der Dunst. Foto JW, Grafiken: Harald Denckmann

Am Sonntagnachmittag zeigte sich - hier beim Blick vom Pariner Berg - bereits der Dunst. Foto JW, Grafiken: Harald Denckmann


Text-Nummer: 143273   Autor: Harald Denckmann   vom 14.02.2021 um 16.30 Uhr

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