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Pflegekammer: Lübecker Linke gegen Fortbestand

Lübeck: Ab dieser Woche sind rund 27.000 in der Pflege Beschäftigte aus Schleswig-Holstein dazu aufgerufen, über den Fortbestand der Pflegekammer abzustimmen. "Die Linke" in Schleswig-Holstein und Lübeck werben für ein klares Nein zum Weiterbestand der Kammer, die sich als reine Lobbyvertretung der Regierungspolitik versteht.

"Es wird Zeit, dass Bundes- und Landespolitik Verantwortung für die selbst verursachte Situation im Gesundheitswesen übernehmen, anstatt die Probleme mithilfe von Zwangsmitgliedschaften und Zwangsbeiträgen ohne Gegenwert auf die Beschäftigten abzuwälzen. "Die Linke" versteht sich als Vertretung der Interessen aller in der Pflege Beschäftigten und bittet deshalb alle Beschäftigten darum, gegen den Fortbestand der Zwangsvertretung zu stimmen", sagt Andreas Müller, Vorsitzender der Lübecker Linken.

Seit Einführung der Kammer 2018 hat ein breites Bündnis immer wieder besonders die Zwangsmitgliedschaft, Zwangsbeiträge und fehlende Interessensvertretung kritisiert, dies führte zur kommenden Abstimmung. In Lübeck sind rund 1000 Beschäftigte in der Pflege Beschäftigte zur Abstimmung aufgerufen.

"Leider agiert die Pflegekammer in Schleswig-Holstein meist als Feigenblatt für eine verfehlte Gesundheitspolitik. Die aktuelle Corona-Krise hat einmal mehr die schwerwiegenden Probleme im Gesundheitswesen und insbesondere im Pflegebereich offengelegt. Als Linke fordern wir eine deutliche Aufstockung des Personals, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Grundgehalt und eine Kehrtwende in der Investitionspolitik. Pflege muss wieder als grundlegende Daseinsvorsorge verstanden werden, die nicht kaputt gespart werden darf. Denn wir alle sind früher oder später auf die Beschäftigten in der Pflege angewiesen", ergänzt Sebastian Kai Ising, Mitglied im Vorstand der Linken Schleswig-Holstein, die landesweit für ein Nein zur Pflegekammer wirbt.

"Die Linke" in Lübeck werben für ein klares Nein zum Weiterbestand der Kammer.


Text-Nummer: 143277   Autor: Linke/Red.   vom 15.02.2021 um 09.15 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Peter h.

schrieb am 15.02.2021 um 10.09 Uhr:
Nein zur Pflegekammer.. Rausgeschmissenes Geld.. Dann lieber lotto spielen.. Da gewinnst du vielleicht was.. Bei der pflegekammer nur leere Worte und ein hoher Beitrag...

Maria

schrieb am 15.02.2021 um 14.36 Uhr:
Dieser Zwang stinkt zum Himmel.
2018 waren viele Kollegen noch schläfrig,erst als es sich auf dem Lohnzettel zeigte war der Aufschrei groß.
Die Kammer ist überflüssig wie ein Kropf. Sie ist vergleichbar mit der BAG die angeblich zum Schutz der LKW Fahrer handelt und im Grunde genau das Gegenteil macht. Ein verlängerter Arm der Politik.
Würde mich interessieren wenn Verkäuferinnen,Maurer Büroangestellte etc.pp.in einen Verein gezwungen werden würden mit einm Monatsbeirag in Höhe von 9.90€ mit dem sie nichts zu tun haben wollen?!

Abschaffen den Verein

Dissident

schrieb am 15.02.2021 um 17.58 Uhr:
(...)
Besser wäre es, die betroffenen Beschäftigten würden sich in einer entsprechenden Gewerkschaft organisieren oder einer passenden freien Gewerkschaft zur Wahrung ihrer Interessen anschliessen.
Dieses Konstrukt Pflegekammer gehört weg! Auf den Sonder-Müllhaufen der Geschichte.

Peter Strecker

schrieb am 15.02.2021 um 19.30 Uhr:
Liebe Linke,
wenn das Lobby-Arbeit für die Regierungspolitik ist, habt ihr verdammt nochmal Eure Hausaufgaben schlecht gemacht. Wer wird den nach der Pflegeberufekammer für uns offiziell Ansprechpartner sein? Wer wird dann beim MDK Nord mit Stimmrecht sitzen? Wer redet im Landespflegeausschuß mit und ist Stimmberechtigt? Wer klärt auf Augenhöhe mit der Ärztekammer, wie z.B. das Pflegende Hilfsmittel verordnen dürfen? Beteiligtenrunde des Krankenhausfinanzierungsgesetzes, hier achtet die Pflegeberufekammer darauf, dass die notwendigen Gelder in den Krankenhäusern ankommen. Wer hat die Fachexpertiese? Ihr? Na dann ist ja alles gut. Und Ihr Pflegenden jammert weiter! Danke! Peter Strecker

Thomas Schell

schrieb am 15.02.2021 um 21.30 Uhr:
Leider hat die Pflege keine Stimme und keinen Einfluss in der Politik und insbesondere in der Pflegewirtschaft. Eine Organisation in einer Gewerkschaft wird schon jetzt kaum genutzt. Um Arbeitsbedingungen und Anforderungen in Ausbildung und Berufsausübung zu verbessern braucht es eine starke anerkannte Organisation. Dies ist die Pflegeberufekammer und das durch frei gewählte Pflegende, also aus den eigenen Reihen!
Schade das dies nicht allen klar ist.
Tomcat