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Pflegekammer: Lübecker Linke gegen Fortbestand

Lübeck: Archiv - 15.02.2021, 09.15 Uhr: Ab dieser Woche sind rund 27.000 in der Pflege Beschäftigte aus Schleswig-Holstein dazu aufgerufen, über den Fortbestand der Pflegekammer abzustimmen. "Die Linke" in Schleswig-Holstein und Lübeck werben für ein klares Nein zum Weiterbestand der Kammer, die sich als reine Lobbyvertretung der Regierungspolitik versteht.

"Es wird Zeit, dass Bundes- und Landespolitik Verantwortung für die selbst verursachte Situation im Gesundheitswesen übernehmen, anstatt die Probleme mithilfe von Zwangsmitgliedschaften und Zwangsbeiträgen ohne Gegenwert auf die Beschäftigten abzuwälzen. "Die Linke" versteht sich als Vertretung der Interessen aller in der Pflege Beschäftigten und bittet deshalb alle Beschäftigten darum, gegen den Fortbestand der Zwangsvertretung zu stimmen", sagt Andreas Müller, Vorsitzender der Lübecker Linken.

Seit Einführung der Kammer 2018 hat ein breites Bündnis immer wieder besonders die Zwangsmitgliedschaft, Zwangsbeiträge und fehlende Interessensvertretung kritisiert, dies führte zur kommenden Abstimmung. In Lübeck sind rund 1000 Beschäftigte in der Pflege Beschäftigte zur Abstimmung aufgerufen.

"Leider agiert die Pflegekammer in Schleswig-Holstein meist als Feigenblatt für eine verfehlte Gesundheitspolitik. Die aktuelle Corona-Krise hat einmal mehr die schwerwiegenden Probleme im Gesundheitswesen und insbesondere im Pflegebereich offengelegt. Als Linke fordern wir eine deutliche Aufstockung des Personals, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Grundgehalt und eine Kehrtwende in der Investitionspolitik. Pflege muss wieder als grundlegende Daseinsvorsorge verstanden werden, die nicht kaputt gespart werden darf. Denn wir alle sind früher oder später auf die Beschäftigten in der Pflege angewiesen", ergänzt Sebastian Kai Ising, Mitglied im Vorstand der Linken Schleswig-Holstein, die landesweit für ein Nein zur Pflegekammer wirbt.

"Die Linke" in Lübeck werben für ein klares Nein zum Weiterbestand der Kammer.


Text-Nummer: 143277   Autor: Linke/Red.   vom 15.02.2021 um 09.15 Uhr

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