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Grüne: Folgen für Lübecks Wirtschaft abfedern

Lübeck: Im aktuellen Web-Seminar der Grünen Fraktion zur Situation der Lübecker Wirtschaft wurden der status quo der Betriebe, neue Ideen für Wege aus der Krise und Probleme bei den bestehenden Hilfsangebote thematisiert. Das Web-Seminar steht ab sofort bei YouTube zur Verfügung und kann dort kostenlos und ohne Registrierung auf dem Profil von ‚Grüne Lübeck‘ angesehen werden.

Im Gespräch mit Unternehmern, Mitgliedern der Grünen Bürgerschaftsfraktion und interessierten Gästen kamen die aktuellen Probleme auf den Tisch: die zur Neige gehende Liquidität und der sich anhäufende Schuldenberg in vielen Unternehmen, die schleppende Auszahlung der staatlichen Überbrückungshilfen, die fehlende Perspektive, das für viele Angestellte nicht ausreichende Kurzarbeitergeld, wenn es längere Zeiträume überbrücken muss, die Ungleichbehandlung zum Beispiel zwischen uneingeschränkt geöffneten Discountern-Ketten, die auch ein großes non-food-Sortiment verkaufen dürfen, und kleinen Einzelhändlern, die Kunden nicht mal einzeln in ihre Läden lassen dürfen. Mehrere Teilnehmer äußerten Befürchtungen, dass zur Jahresmitte die Zahl der Insolvenzen und die Arbeitslosigkeit deutlich steigen könnte. Aufgrund der bis April ausgesetzten Pflicht zur Insolvenzanzeige und das Instrument der Kurzarbeit sei das bisher aber noch nicht erkennbar. „Der Anteil leerstehender Einzelhandelsflächen ist in 2020 aber gegenüber dem Vorjahr gestiegen“, so Stefan Krappa von der Wirtschaftsförderung Lübeck. Für 2019 habe die Leerstandsquote bei 13,7 Prozent gelegen, genaue Zahlen für 2020 würden erst im März vorliegen.

Birte Duggen, Fraktionsvorsitzende der Lübecker Grünen, drängte darauf, dass durch verstärktes Testen, wie es zum Beispiel in Österreich bereits Praxis sei, hoffentlich bald wieder etwas Normalität zurückkehre. Mehrere Teilnehmer riefen dazu auf, weiterhin die lokale Wirtschaft so gut es geht zu unterstützen. „Mit click & collect-Angeboten und Gutscheinsystemen wie HLfen.de können wir alle solidarisch dazu beitragen, dass unsere Lieblingsläden und -cafés auch nach der Krise noch da sind“, so Olivia Kempke, Geschäftsführerin des Lübeck Management e.V. Darüber könne zwar nur ein Bruchteil des regulären Umsatzes erwirtschaftet werden, aber die Unterstützung in dieser Zeit habe auch einen symbolischen Wert für die Betriebe.

Einigkeit herrschte bei den Teilnehmern darüber, dass sich insbesondere die Innenstadt weiterentwickeln müsse. Dr. Axel Flasbarth, Bürgerschaftsmitglied in der Grünen Fraktion, stellte fest, „dass die Aufenthaltsqualität und damit Attraktivität der Innenstadt aufgewertet werden muss. Das wurde durch das hervorragende Beteiligungsformat Lübeck überMorgen mit großer Mehrheit der Lübecker erarbeitet und stand schon vor Corona fest. Konkret heißt das vor allem: weniger Autoverkehr, weniger große Busse mitten in der Innenstadt, dafür mehr Platz für Fuß- und Radverkehr, zum Verweilen, für Restaurants und Cafés.“ Wegen der Corona-Krise müsse dieser Prozess nun beschleunigt werden, damit die Innenstadt nicht zur Geisterstadt wird.

Die Anregungen und Erkenntnisse aus dem Web-Seminar werden nun von der Grünen Fraktion aufgearbeitet und an die Landes- und Bundesebene weitergegeben. Das Web-Seminar kann unter folgendem Link nachträglich abgerufen werden: youtu.be/36DVpgdbxhQ

Das Gespräch ist in voller Länge Bei YouTube verfügbar.

Das Gespräch ist in voller Länge Bei YouTube verfügbar.


Text-Nummer: 143331   Autor: Grüne   vom 17.02.2021 um 12.37 Uhr

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