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Bischöfin: Wir brauchen eine glaubwürdige Hoffnung

Lübeck: Bischöfin Kirsten Fehrs hat am Sonntag dazu aufgerufen, auch nach einem Jahr Pandemie sensibel zu bleiben für Elend, Armut und Corona-Not – weltweit, aber auch in der direkten Nachbarschaft.

In ihrer Predigt sagte die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche): „Was alle Menschen im Moment brauchen, ist innere Weite, eine Art Fenster mit Aussicht. Die Vergewisserung inmitten all der Unsicherheit, dass die Hoffnung bleibt. Und zwar eine glaubwürdige Hoffnung, die etwas vom Schmerz versteht und der Traurigkeit.“

Gerade in der am Mittwoch begonnenen siebenwöchigen Passionszeit soll die Trauer ihren Raum haben, unterstrich die Bischöfin. „Indem wir uns innerlich auf den Leidensweg Christi begeben, beachten wir auch das Leid, das Menschen heute niederdrückt: Die Trauer über gestorbene Menschen, die Angst vor Verlust, der Schmerz, nicht beieinander zu sein. Dies alles zu sehen und zugleich zu wissen, dass Schmerz, Not und Tod nicht das letzte Wort haben. Das ist die große Kraft der christlichen Botschaft: dieser Hoffnungsmut. Dass neues Leben sich durchsetzen wird. Immer.“

Diese Überzeugung greife auch die neue Aktion #hoffnungswege der Nordkirche auf, erinnerte Bischöfin Fehrs. „Der Mensch braucht klare Zeichen für klare Zuversicht. Hoffnung wächst, manchmal über uns selbst hinaus. Deshalb ist es so wichtig, von ihr zu erzählen, wo wir sie erleben.“ Sie ermutigte, selbst zu einer Hoffnungsträgerin, einem Hoffnungsträger zu werden. Fehrs: „Damit die Hoffnung auch anderen blüht. Ganz konkret mit einem Segensband, in dem Blumensamen enthalten sind. Wo immer die Samen mit diesem Band eingepflanzt werden, jetzt oder später, entsteht neues Leben – Blumen, Farbe, Segen und die Kraft zur Zuversicht.“

Bischöfin Kirsten Fehrs ruft dazu auf, die Hoffnung nicht zu verlieren. Foto: Nordkirche

Bischöfin Kirsten Fehrs ruft dazu auf, die Hoffnung nicht zu verlieren. Foto: Nordkirche


Text-Nummer: 143397   Autor: Nordkirche   vom 21.02.2021 um 11.08 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Eugen E.

schrieb am 22.02.2021 um 07.38 Uhr:
Tja, eine "Kirche", die nicht Christus predigt, sondern von "Hoffnungsbändern" schwadroniert...

Man stelle sich dann die Paulusbriefe vor: "Denn ich schäme mich des HOFFNUNGSBANDS (statt "Evangeliums") nicht, ist es doch Gottes Kraft zur Heil jedem Glaubenden (...)."

Oder: "Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch das HOFFNUNGSBAND (statt "unseren Herrn Jesus Christus) (...)".

Wenn man Raubbau an der Bibel treibt und ihre Botschaft entfernt, bleibt nur noch das Läuten der Glocken und Säen von Bändchen.

Das ist sehr traurig. Und da wundert sich die EKD, dass so viele Leute ihr den Rücken kehren.