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Übernahme der Kursgebühren: Travebogen begrüßt SPD-Antrag

Lübeck: Archiv - 24.02.2021, 09.53 Uhr: Eine Palliative-Care-Weiterbildung ermöglicht Pflegenden, die besonderen Bedürfnisse von schwerstkranken und sterbenden Menschen zu erfassen und entsprechende ganzheitliche Therapien zu entwickeln, um so Schmerzen und andere Symptome zu lindern. Die SPD-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag hat deswegen einen Antrag an das Parlament gestellt, die Fort- und Weiterbildung in dem Bereich durch ein neues Programm zu fördern.

Mit 500.000 Euro sollen die Kursgebühren für die Pflegenden übernommen werden. "Das Programm geht in die richtige Richtung. Die Palliativversorgung gewinnt Jahr für Jahr an Bedeutung. Es ist enorm wichtig, dass wir in dem Bereich sehr gut ausgebildete Pflegefachpersonen gewinnen können. Eine Weiterbildung darf dabei nicht am Geld scheitern. Mit dem Programm würden sowohl die Pflegenden als auch die Einrichtungen entlastet", sagt Thomas Schell, Geschäftsführer des Lübecker Palliativnetz Travebogen.

Er selbst konnte den Lübecker Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch (SPD) im vergangenen Oktober beim Travebogen begrüßen. Bei dem Gespräch ging es auch darum, wie die Politik die Palliativversorgung unterstützen kann. Schell hofft, dass der Landtag dem Antrag in seiner nächsten Sitzung zustimmen wird. Im Nachbarland Hamburg gab es bereits ähnliche Programme, dort wurden ein Jahr lang alle Fortbildungskosten für Pflegende von der Hansestadt übernommen. Für Schleswig-Holstein wäre es ein Pilotprojekt.

Eine Palliativ-Care-Weiterbildung kostet je nach Dauer und Anbieter zwischen 1000 und 2500 Euro. Getragen wird sie aktuell entweder von den Pflegenden selbst oder von deren Arbeitgebern. Die Akademie des Travebogen bietet die Weiterbildung ebenfalls an. Das nächste Qualifizierungsangebot startet am 15. März und beinhaltet 160 Unterrichtseinheiten.

Zum Antrag: www.landtag.ltsh.de/

Travebogen: Das 2009 gegründete Palliativnetz Travebogen ist ein Zusammenschluss aus Ärzten, Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, stationären Einrichtungen und Ehrenamtlichen, die eine umfassende palliative Betreuung gewährleisten. Travebogen ist in Lübeck und Teilen von Ostholstein sowie in den Kreisen Segeberg und Stormarn aktiv. Das Palliativnetz hat im vergangenen Jahr rund 1400 sterbende Menschen begleitet.

Thomas Schell ist Geschäftsführer des Lübecker Palliativnetz Travebogen.

Thomas Schell ist Geschäftsführer des Lübecker Palliativnetz Travebogen.


Text-Nummer: 143449   Autor: Travebogen   vom 24.02.2021 um 09.53 Uhr

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