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Nach der Pandemie: Campen wird einfacher

Schleswig-Holstein: Archiv - 24.02.2021, 13.03 Uhr: Übergangsweises Camping außerhalb von Campingplätzen bleibt in Schleswig-Holstein unter bestimmten Bedingungen für eine Frist von maximal zwei Jahren geduldet.

Grund für die Duldung auf den sogenannten Kleinstcampingplätzen mit bis zu fünf Stellplätzen ist vorrangig die zu erwartende hohe Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie. Auf Flächen an und neben Campingplätzen werden coronabedingt zusätzliche Kapazitäten ermöglicht. Zudem soll den Betreibern der Kleinstcampingplätze eine Möglichkeit eröffnet werden, grundlegende Fragen für einen legalen Betrieb in angemessener zeitlicher Frist zu klären.

Voraussetzung für die Duldung ist, dass keine Flächen in Schutzgebieten (Naturschutz, Küstenschutzstreifen, Biotope o.ä.) betroffen sind und dass der Brandschutz, die Ver- und Entsorgung sowie die Erreichbarkeit für Rettungsdienste gewährleistet sind. Die Duldung gilt coronabedingt für das Jahr 2021. Im Jahr 2022 ist eine Duldung nur dann möglich, wenn die Gemeinde bereits 2021 ein Bauleitplanverfahren eingeleitet hat, um einen rechtmäßigen Zustand herbeizuführen und abzusehen ist, dass die Planung möglichst im Jahr 2022 mit Erfolg abgeschlossen werden kann. In manchen Fällen kann beispielsweise auch eine Genehmigung als untergeordnete Nebennutzung zu einer landwirtschaftlichen Hofstelle möglich sein.

Hintergrund

Die Corona-Pandemie hat seit dem Frühjahr 2020 dazu geführt, dass viele Menschen ihren Urlaub nicht im Ausland verbringen konnten und sich daher – auch wegen der beim Camping grundsätzlich gut einzuhaltenden Abstände – für einen Campingurlaub in Deutschland bzw. Schleswig-Holstein entschieden. In der Folge war zu beobachten, dass verstärkt auch außerhalb von zugelassenen Plätzen gecampt wurde, mit teilweise erheblichen negativen Auswirkungen für Nachbarschaft und Umwelt.

Grundsätzlich gilt: Gecampt werden darf nur auf den dafür zugelassenen Campingplätzen. In Schleswig-Holstein gab es früher die Möglichkeit, nach dem Landesnaturschutzgesetz sogenannte „Fünfer-Stellplätze bzw. Kleinstcampingplätze“ zu beantragen. Diese Möglichkeit existiert seit mehreren Jahren nicht mehr. Allerdings gibt es noch etliche Genehmigungen für derartige Plätze, so dass zu entscheiden war, wie mit diesen rechtswidrigen Genehmigungen umzugehen ist.

Die Ministerien haben sich daher und wegen der starken Nachfrage darauf verständigt, unter bestimmten Bedingungen übergangsweise Camping auch außerhalb der dafür zugelassenen Plätze zu dulden.

Auf Grund der erwarteten Nachfrage nach der Pandemie erlaubt die Landesregierung die Nutzung von Kleinstcampingplätzen. Foto: TA/Archiv

Auf Grund der erwarteten Nachfrage nach der Pandemie erlaubt die Landesregierung die Nutzung von Kleinstcampingplätzen. Foto: TA/Archiv


Text-Nummer: 143458   Autor: MELUND   vom 24.02.2021 um 13.03 Uhr

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