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Umfrage zum distanzlernen: 14.000 machten mit

Schleswig-Holstein: Archiv - 27.02.2021, 15.12 Uhr: Um ein aktuelles und breites Bild zum Stand des Distanzlernens zu bekommen, hat der Landeselternbeirat der Gymnasien gemeinsam mit der Landesschülervertretung im Januar eine Umfrage durchgeführt, an der mehr als 14.000 Eltern und Schüler teilgenommen haben. Nahezu 9000 Eltern und 5500 Schüler beantworteten die umfangreichen und teils detaillierten Fragen.

Im Vergleich zum ersten Lockdown gab es nach Auffassung der Befragten deutliche Fortschritte hinsichtlich der Nutzung von Lernmanagementsystemen und der Zunahme an Videokonferenzen.

Laut Umfrage hat IServ mit 40 Prozent der Schulen den höchsten Anteil der genutzten Lernmanagementsysteme in Schleswig-Holstein, das vom Land gestellte Itslearning nutzen derzeit 14 Prozent. Die Stabilität der Videokonferenzen ist mit den gegebenen Plattformen für die Unterrichtspraxis nicht tauglich.

Nach wie vor würden oftmals nur Aufgaben aus Schulbüchern und Arbeitsblättern bereitgestellt. Rückmeldungen zu gelösten Aufgaben erfolgten nach Angaben der Befragten in der Regel mit erheblicher Verzögerung, ein Drittel gab sogar an, dass regelmäßig gar kein Feedback bei ihnen ankam.

So mussten bei 40 Prozent der Unterstufenschüler die Eltern beim Verständnis der Lerninhalte helfen. Über die Hälfte der Eltern gab dann auch an, dass sich Beruf und Distanzlernen nur schwer miteinander vereinbaren ließen. Auffällig ist, dass auch in der Oberstufe bei 25 Prozent der Schüler viel Hilfe beim Verständnis für die Lerninhalte erforderlich war.

Im Distanzlernen empfand beinahe die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler Anspannung, etwa 40 Prozent fühlten sich sogar unter Druck. Dies betraf insbesondere die Oberstufenschüler. Gerade mal ein Viertel der Befragten glaubt, dass Distanzlernen den Präsenzunterricht lediglich für einen Monat oder länger ersetzen kann. Wechselunterricht für den gleichen Zeitraum findet mehr Zustimmung. Es zeichnet sich ab, dass die Akzeptanz des Distanzlernens mit der emotionalen Belastung der Schüler wie auch Eltern zusammenhängt.

Der Landeselternbeirat der Gymnasien bemängelt, dass das derzeit nicht wegzudenkende Distanzlernen immer noch nicht an allen Schulen im Land für Schüler zufriedenstellend läuft.

Der Landeselternbeirat der Gymnasien wünscht, dass alle Schüler an allen Schulen des Landes guten Distanzunterricht erhalten und fordert deshalb gezielte Nachbesserung:

• Landesweit müssen verbindliche Mindeststandards für das Distanzlernen erarbeitet und umgesetzt werden.
• Distanzlernen muss an jeder Schule mehr sein als das reine Abarbeiten von Arbeitsblättern.
• Rückmeldungen zu eingereichten Aufgaben und dem Lernerfolg müssen unter dem Einsatz moderner Feedback-Methodik zeitnah und motivierend erfolgen.
• Allen Schülerinnen und Schülern an jeder Schule Schleswig-Holsteins muss zeitnah qualitativ angemessenes Distanzlernen angeboten werden.
• Große Fortschritte der Schulen sollten anderen Schulen als "Best Practice" - Beispiele zur Verfügung gestellt werden.

Die Vorsitzende des Landeselternbeirates, Claudia Pick fast zusammen, „dass zwar schon einiges bewegt wurde, aber es leider nach einem Jahr immer noch zu viel Optimierungsbedarf gibt.“ Oder wie es in Zeugnissen zuweilen heißt: „Bei gleichbleibenden Leistungen ist eine Versetzung ausgeschlossen."

Weitere Informationen: www.leb-gym-sh.de

Auch 25 Prozent der Oberstufenschüler benötigten Hilfe beim Verständnis der Lerninhalte.

Auch 25 Prozent der Oberstufenschüler benötigten Hilfe beim Verständnis der Lerninhalte.


Text-Nummer: 143515   Autor: LEB   vom 27.02.2021 um 15.12 Uhr

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