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Grüne: Solidarität mit Servicekräften am UKSH

Lübeck: Archiv - 09.03.2021, 20.07 Uhr: Seit dem 1. März streiken Servicemitarbeiter der UKSH-Tochterfirma Service Stern Nord GmbH. Sie folgen damit dem Aufruf der Gewerkschaft der Servicekräfte (GDS), um auf die im Vergleich zu am UKSH Angestellten schlechteren Bezahlungen aufmerksam zu machen. Auch die Verhandlungen am Dienstag blieben ergebnislos. Die Lübecker Grünen fordern die Landespolitik auf, sich für eine Gleichbehandlung der Mitarbeiter einzusetzen.

Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende der Lübecker Grünen Jasper Balke:

(")Wir Lübecker Grüne solidarisieren uns mit den Servicemitarbeitern der UKSH-Tochtergesellschaft und unterstützen die Forderungen der Gewerkschaft der Servicekräfte (GDS). Wer schon einmal im Gesundheitssystem gearbeitet hat, weiß, dass alle Beschäftigten, egal ob Pflegekraft, Arzt oder Ärztin, Reinigungskraft, in der Technik, Verwaltung, Küche oder Wäscherei - gleich systemrelevant sind. Denn alle sorgen im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereiches dafür, dass das System funktioniert. Fällt auch nur eine Berufsgruppe aus, dann scheitert das System „Gesundheitsversorgung“.

Durch die trotz der Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie immer noch nur ganz knapp oberhalb des Mindestlohns liegende Entlohnung von Teilen des Krankenhauspersonals, wird der Wert dieser Arbeit systematisch verkannt. Dies ist nicht zuletzt eine der Ursachen für den Personalmangel und aller daraus resultierender Probleme des Gesundheitssystems.

Vor diesem Hintergrund ist die geringe Bezahlung und der faktische Status-Quo einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ innerhalb der Belegschaft absurd. Gleiche Leistungen dürfen nicht unterschiedlich vergütet werden und systemrelevante Arbeit muss ihren gerechten Preis haben. Deshalb unterstützen wir die Forderung der GDS nach einer schrittweisen Angleichung der Bezahlung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder.(")

Der Vorsitzende der Grünen Bürgerschaftsfraktion Bruno Hönel ergänzt:

(")Jedes Jahr den Pflegenotstand neu auszurufen und während der Pandemiezeit öffentlichkeitswirksam zu klatschen, ändert an der kritischen Situation der Beschäftigten im Gesundheitssystem überhaupt nichts.

Und dass die enge Personaldecke und die daraus resultierende erhöhte Arbeitsbelastung auch Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung hat, ist offensichtlich.

Es ist deshalb die Aufgabe der Politik und der entsprechenden Institutionen dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter neben der gesellschaftlichen Wertschätzung endlich auch finanzielle Wertschätzung und eine spürbare Verbesserung Ihrer Arbeitsbedingungen erfahren. Dieser Verantwortung dürfen sich die Krankenhäuser durch die Gründung von Tochtergesellschaften zur reduzierten Bezahlung der Mitarbeitenden nicht entziehen. Wir erwarten deshalb im Hinblick auf die nächsten Verhandlungsrunden mit der Gewerkschaft der Servicekräfte Einsicht und Entgegenkommen des UKSH und fordern auch die Landespolitik auf, die Beschäftigten bei Ihrem Kampf für eine Angleichung der Tarife an den Landes-TVÖD zu unterstützen!(")

Die Grünen fordern die Landespolitik auf, die Angleichung der Tarife zu unterstützen. Foto: STE/Archiv

Die Grünen fordern die Landespolitik auf, die Angleichung der Tarife zu unterstützen. Foto: STE/Archiv


Text-Nummer: 143731   Autor: Grüne/red.   vom 09.03.2021 um 20.07 Uhr

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