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Stadtmütter diskutierten die Lage in der Pandemie

Lübeck: Über 40 Gäste sind der Einladung des Projektes Lübecker Stadtmütter zu einer Online-Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Frauenwoche gefolgt. Darunter namhafte Vertreter aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik. Die Veranstaltung wurde online durchgeführt, was für das Projektteam Neuland bedeutete. Dank der Unterstützung von TraveKom konnten alle technischen Herausforderung gelöst werden.

Susan Al-Salihi, Koordinatorin des Projektes "Lübecker Stadtmütter", eröffnete die Veranstaltung und fordert, dass "die Gewalt an Frauen gestoppt werden muss und Frauen endlich auf allen Ebenen gleichgestellt sein sollen". Des Weiteren heißt es in der Begrüßungsansprache: "Wir hören oft, dass die Corona-Pandemie weiblich ist, denn viele Frauen regeln einen Großteil der sozialen Angelegenheiten, damit geht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko einher. Weiterhin ist ein wichtiger Faktor, dass Frauen, mehr denn je, unbezahlte Carearbeit während der Pandemie leisten."

Als Ehrengast der Veranstaltung begrüßte Susan Al-Salihi Dr.Sabine Sütterlin- Waack (CDU), Ministerin für Inneres, ländliche Räume und Integration. "Carearbeit soll gleichmäßig verteilt werden, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass dies Frauen übernehmen. Weiterhin ist es wichtig, dass mehr Frauen politisch aktiv werden, denn die Corona Pandemie macht deutlich, wieviel Stärke in den Frauen steckt. Gerade solche Frauen brauchen wir in der Politik", äußerte sich Dr. Sabine Sütterlin-Waack bei der Online-Veranstaltung der Lübecker Stadtmütter zum Thema "Die Arbeit der Stadtmütter während der Coronazeit".

Vier Stadtmütter berichteten über ihre Arbeit während der Pandemie. Dabei kamen unter anderem die Themen Homeschooling, Gewalt gegen Frauen, Abschiebung, Diskriminierung und die Zusammenarbeit mit den Behörden während der Pandemiezeit zur Sprache und wurden mit den Gästen diskutiert.

"Es bestehen deutliche Defizite im Unterricht. Kinder, die mit dem Homeschooling nicht klarkommen, sollen Anspruch auf eine Notbetreuung haben", so Gabrielle Hiller-Ohm (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2014 tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Viele Kommunalpolitiker gaben Einblicke in aktuelle Prozesse und Debatten vor Ort. Es wurde über das Thema "Einfache Sprache" diskutiert. Viele Behördenbriefe sind auf C1 Niveau verfasst, eine finanzielle Förderung besteht aber momentan nur bis B2. Jan Lindenau (SPD), Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, zum Thema: "Wir arbeiten dazu gerade in der Verwaltung und haben eine Wortdatenbank angelegt. Dieses ermöglicht, dass ein typisches 'Verwaltungswort' durch ein klar verständliches Wort ersetzt wird. Weiterhin wird von der Verwaltungsstelle überprüft, ob Flyer und Formulare verständlich sind. Damit wir uns alle besser und schneller verstehen. Das ist das Ziel", so Herr Bürgermeister Lindenau. Zudem weißt er darauf hin, dass die Verantwortung nicht alleine bei der Stadtverwaltung liegt, sondern sich möglichst viele Stellen mit einfacher Sprache befassen müssen.

In aller Deutlichkeit wurde thematisiert, dass die Gewalt an Frauen während der Pandemie gestiegen ist. Dazu Anke Kock vom Autonomen Frauenhaus Lübeck: "Wir brauchen die alten 82 Frauenhausplätze in Lübeck wieder und es ist Aufgabe des Landes, diese wiederherzustellen. Wir wollen Frauen schützen und Frauen stärken und das erreichen wir durch eine gute Versorgung." Dafür steht der Verein Frauen helfen Frauen mit dem Projekt Lübecker Stadtmütter und die vielen Unterstützerinnen, die sich gemeinsam an der Veranstaltung zur Internationalen Frauenwoche beteiligten.

Zum Abschluss bedankt sich Susan Al-Salihi bei Allen und kürz zusammengefasst: "Wir gehen davon aus, dass viele der heutigen Impulse mitgenommen und umgesetzt werden. Wir werden dran bleiben, nachfragen, wie der aktuelle Stand ist und uns weiter an den Prozessen beteiligen."

Das mehrfach ausgezeichnete Projekt Stadtmütter unterstützt Frauen direkt in ihrem eigenen sozialen Umfeld. Foto: Stadtmütter

Das mehrfach ausgezeichnete Projekt Stadtmütter unterstützt Frauen direkt in ihrem eigenen sozialen Umfeld. Foto: Stadtmütter


Text-Nummer: 143811   Autor: Stadtütter/red.   vom 14.03.2021 um 11.02 Uhr

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