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Jobcenter: Umschulung auch im Lockdown

Lübeck: Die Corona-Pandemie hat uns noch immer fest im Griff. Noch nie gab es derart drastische Einschränkungen in sämtlichen Lebensbereichen unserer Gesellschaft. Auch Umschüler, die derzeit eine vom Jobcenter Lübeck geförderte Ausbildung absolvieren, bleiben davon nicht verschont.

Seit Sommer 2019 ist Mike Hamila-Knoll in der Umschulung zum Maschinen-und Anlageführer bei dem Bildungsträger bfw – Unternehmen für Bildung in Lübeck. Als der 34-jährige mit der Umschulung begann, ahnte er noch nicht, dass die Corona-Pandemie den Verlauf seiner Ausbildung prägen würde.

„Maschinen haben mich schon immer fasziniert und begeistert. Ich bin handwerklich sehr geschickt und wollte verstehen, wie Maschinen funktionieren. Aus diesem Grund entschied ich mich für diese Ausbildung und ergriff meine Chance auf einen Neustart. Mit Einbruch der Pandemie war plötzlich alles anders“, erinnert sich der zweifache Vater, der nebenbei noch das Homeschooling seiner beiden Kinder organisiert. „Ich war heilfroh, dass das bfw schnell ein passendes Konzept entwickelt hat und ich meine Ausbildung reibungslos fortsetzen konnte. Den theoretischen Teil des Unterrichts aus der Ferne empfinde ich als gelungene Alternative und zudem sehr effektiv. Familie und Beruf lassen sich auf diese Weise sehr gut miteinander vereinbaren. Zu Hause hat man zudem die Möglichkeit inhaltliche und individuelle Schwerpunkte nochmal in Ruhe zu vertiefen“.

Das bfw hatte auf die Pandemie reagiert und sich für die Fortsetzung der Umschulung in alternativer Form entschieden, wie Werkstattleiter Holger Niemann erläutert: „Die pandemiebedingten Einschränkungen des Ausbildungsablaufs kompensieren wir weitestgehend digital. So findet bei uns Online-Unterricht auf unserer internen Lernplattform von Montag bis Mittwoch statt. Am Donnerstag und Freitag sind die Teilnehmenden in Kleingruppen in Präsenz anwesend, da sie sich für die praktische Prüfung in der Werkstatt vorbereiten. Die Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen ist permanent gewährleistet.“

Die schriftliche Prüfung hat Mike Hamila-Knoll im Dezember vergangenen Jahres bereits bestanden. Das vorgeschriebene Praktikum in einem Unternehmen konnte er pandemiebedingt nicht durchführen. Jetzt bereitet er sich auf die praktische Abschlussprüfung im Sommer vor, die auch anders als bisher aussehen könnte.

Damit die Abschlussprüfungen auch ohne Praktikum durchgeführt werden können, hat sich das bfw etwas einfallen lassen und entwickelt derzeit ein Konzept für einen Prototyp. „Hierbei sollen die Abschlussprüfungen in Zukunft direkt in unserer Werkstatt stattfinden. Damit könnten Prüfungen in den Themenfeldern 3D-Druck, Mechanik oder Pneumatik an den Maschinen direkt vor Ort abgenommen werden“, erklärt Holger Niemann.

„Fachkräfte werden auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor gesucht. Auch für Erwachsene lohnt es sich noch, einen Berufsabschluss zu machen. Kund:innen des Jobcenters Lübeck haben trotz Corona-Pandemie grundsätzlich die Möglichkeit weiterhin an vorhandenen Förderangeboten teilzunehmen“, betont Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck. „Viele Bildungsträger haben schnell und flexibel mit digitalen Formaten auf die Pandemie reagiert und gute Hygienekonzepte entwickelt, die gewährleisten, dass die Aus- und Weiterbildungen auf gleichem Niveau fortgesetzt werden können. Die Prüfung der Voraussetzungen erfolgt, wie bisher auch, durch die persönlichen Ansprechpersonen im Jobcenter. Diese sind selbstverständlich weiterhin telefonisch erreichbar.“

Weitere Informationen unter Tel. 0451/588-380 oder per E-Mail unter Jobcenter-Luebeck.Qualifizierungs-Arbeitgeber-Team@jobcenter-ge.de.

Umschulungen sind auch in Pademiezeiten möglich: Werkstattleiter Holger Niemann mit Mike Hamila-Knoll. Foto: Jobcenter

Umschulungen sind auch in Pademiezeiten möglich: Werkstattleiter Holger Niemann mit Mike Hamila-Knoll. Foto: Jobcenter


Text-Nummer: 143867   Autor: Jobcenter   vom 17.03.2021 um 12.30 Uhr

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