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Sex und Vorurteil in St. Annen

Lübeck - Innenstadt: Um ein Thema so alt wie die Menschheit geht es in der zweiten Sonderausstellung der Lübecker Völkerkundesammlung unter ihrem neuen Leiter Dr. Lars Frühsorge: „Sex und Vorurteil“ lautet der spannungsgeladene Titel, unter dem vom 26. März bis voraussichtlich 29. August in den Räumen des St. Annen-Museums Fragen zur Sexualität und zum Thema Gender nachgegangen werden soll.

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Dabei liegt der Fokus auf den drei Kontinenten Europa, Afrika und Asien. In einem zeitlichen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart werden die unterschiedlichsten kulturellen Aspekte des Themas anhand zahlreicher erotischer Kunstwerke und Objekte aufgezeigt, wobei die Ausstellung auch Vorurteile und Klischees hinterfragt, die über das Liebesleben in anderen Ländern oder Kontinenten vorherrschen. Außerdem wird deutlich, dass Trans- und Intersexualität in anderen Weltgegenden bereits seit Jahrhunderten ihren gesellschaftlichen Platz gefunden haben.

Monika Frank, die seit dem 1. Januar 2021 das Amt der Senatorin für Kultur und Bildung in Lübeck innehat, freut sich, dass die Ausstellung „Sex und Vorurteil“ nach der Wiederöffnung der Museen die erste ist, die in ihre Amtszeit fällt. „Damit beweist die Hansestadt Lübeck, dass sie sehr viel offener und aufgeklärter ist, als ihr Image“, sagt sie.

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Dr. Lars Frühsorge, Leiter der Lübecker Völkerkundesammlung und Kurator der Ausstellung, betont, dass diese „keineswegs voyeuristisch“ sei und vielmehr darauf abziele, die Geschichte der Sexualität in Kunst und Kultur respektvoll abzubilden. Es sei ihm wichtig, dabei gängige Klischees wie die des „gut bestückten Afrikaners oder der sinnlichen Haremsdame“ auf ihre Herkunft zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen. „Diese sagen oft mehr über uns aus als über die jeweilige Kultur“, so Frühsorge. Doch auch die Themen rund um Homo-, Trans- und Intersexualität liegen ihm am Herzen, weswegen er sich insbesondere über die Kooperationspartner aus Lübeck freut. „So können wir auch aktuelle diesbezügliche Fragen und Probleme von Menschen der Hansestadt offen zur Sprache bringen.“

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Die Ausstellung wird mit einer digitalen Vernissage eröffnet. Diese kann am Freitag, 26. März, von 19 bis 24 Uhr unter vks.die-luebecker-museen.de abgerufen werden. Nach einem Grußwort von Prof. Dr. Wißkirchen gibt darin Dr. Lars Frühsorge eine Einführung in das Thema, gefolgt von einigen Überraschungen. Weitere digitale Angebote auf der Website werden während der Dauer der Ausstellung folgen.

Prof. Dr. Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen, hofft, dass die Ausstellung Vorurteile und Klischees abbauen kann. Fotos: JW

Prof. Dr. Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen, hofft, dass die Ausstellung Vorurteile und Klischees abbauen kann. Fotos: JW


Text-Nummer: 144023   Autor: Museen/red.   vom 25.03.2021 um 11.47 Uhr

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