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Arbeitslosigkeit in Lübeck: Saisonaler Rückgang bleibt aus

Lübeck: Archiv - 31.03.2021, 10.20 Uhr: In der Hansestadt Lübeck waren im März 2021 10.275 Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosigkeit stieg um 162 (1,6 Prozent) zum Vormonat an. Das waren 1.970 Personen (23,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr und damit der stärkste Abstand seit Beginn der Corona-Pandemie. Mit dieser Entwicklung widersetzt sich Lübeck dem allgemeinen Trend: In Schleswig-Holstein sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Februar von 6,2 Prozent geringfügig unter dem Wert des Vormonats mit 6,3.

Die Arbeitslosenquote stieg in Lübeck hingegen um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat und um 1,7 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,9 Prozent an. 3.280 Arbeitslose und damit 53 (1,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 787 (31,6 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III ("Arbeitslosengeld I", Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck ("Hartz IV") waren im März 2021 6.995 Arbeitnehmende arbeitslos gemeldet, das waren 215 (3,2 Prozent) mehr als im Februar 2021 und 1.183 (20,4 Prozent) mehr als im März 2020. Hier wirkt es sich insbesondere aus, dass weniger Arbeitslose mit beruflichen Maßnahmen oder in geförderte Beschäftigung starteten konnten.

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den Arbeitsmarkt weiter im Griff. Da Hotelbetriebe und Gastronomie geschlossen bleiben müssen, fallen die üblichen Einstellungen zum Frühjahr nur gering aus. Hinzu kommt, dass weniger Arbeitslose mit beruflichen Maßnahmen oder in geförderte Beschäftigung starteten, sodass mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen sind als im Vorjahr. Durch die Nutzung der Kurzarbeit wird weitere Arbeitslosigkeit verhindert und den Unternehmen ihr eingearbeitetes Personal erhalten. Sobald die Corona-Einschränkungen gelockert werden können, können auch die Betriebe flexibel wieder durchstarten", erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Nach einem Anstieg der Anfragen nach Kurzarbeit durch den Teil-Lockdown im November und die Einschränkungen im Dezember geht die Zahl der Anzeigen wieder zurück. Aktuell im März lagen 81 neue Anzeigen für 379 Beschäftigte vor. Dabei gingen einerseits erstmals Anzeigen von Betrieben ein, die bislang noch keine Kurzarbeit angezeigt hatten.

In den Agenturen und Jobcentern zeichnet sich ein differenziertes Bild ab. Während im Jobcenter Lübeck und Ostholstein die Arbeitslosigkeit zum Vormonat und Vorjahr anstieg, konnten die Agenturdienststellen einen Saisonrückgang zum Vormonat verzeichnen. Aktuell gibt es in Schleswig-Holstein insgesamt 97.700 Arbeitslose, die Arbeitslosenquote liegt damit bei 6,2 Prozent Das ist im Vorjahresvergleich weiterhin ein deutliches Plus von 15.800 oder 19,4 Prozent. Die Zahl ist aber zum Vormonat Februar gesunken, waren es da noch 2.200 Personen mehr, die betroffen waren. Dieser Rückgang gilt als saisonal typisch. Allerdings sei die sogenannte Frühjahrsbelebung - bedingt durch die Corona-Pandemie - geringer ausgefallen als in den vergangenen Jahren, betonte Thomas Letixerant, stellvertretender Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit.

Den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden seit Jahresbeginn 13.800 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das ist ein Minus von 3.000 oder 18 Prozent im Vergleich mit dem 1. Quartal des Vorjahres.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den Arbeitsmarkt weiter im Griff.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den Arbeitsmarkt weiter im Griff.


Text-Nummer: 144144   Autor: Arbeitsagentur L.   vom 31.03.2021 um 10.20 Uhr

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