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Testpflicht in den Schulen kommt!

Schleswig-Holstein: Bildungsministerin Karin Prien hat erste Eckpunkte zur Teststrategie nach den Osterferien vorgestellt. „Wir befinden uns mitten in der dritten Welle. Regelmäßige und verbindliche Antigentests sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie im Kampf gegen das Virus“, betonte die Ministerin.

„Nach den Ferien wird es deshalb faktisch eine Testpflicht an unseren Schulen für alle Personen geben, die in Präsenz vor Ort sind“, so die Ministerin. Man setze damit 1:1 den Beschluss der MPK um, nach dem zweimal wöchentlich Tests für alle Schülerinnen, Schüler und alle an Schule Beschäftigten verbindlich werden, unabhängig von der jeweiligen Inzidenz im Kreis. Wer nicht an einem Selbsttest in der Schule teilnehmen wolle, könne auch eine ärztliche Testbescheinigung, etwa eine Bescheinigung aus dem Bürgertestzentrum oder von einer Apotheke vorlegen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen.

An den allgemeinbildenden Schulen im Land seien in der vergangenen Woche rund 150.000 Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht, 100.000 im Wechselunterricht gewesen und 15.000 Schülerinnen und Schüler hätten auf Distanz gelernt, berichtete die Ministerin. „Viele haben unser Testangebot genutzt. An unseren Schulen sind 127.362 Tests genutzt worden. In 78 Fällen, also 0,06%, war der Antigentest positiv. Die 78 Fälle sind 78 potenzielle Infektionsquellen, die wir durch die Tests entdeckt haben“, zog Prien eine erste positive Bilanz. „Wie so oft in dieser Pandemie, findet in Schule gerade etwas vollkommen Neues statt. Mein Dank gilt an dieser Stelle den Schulleitungen, den Lehrkräften und den vielen Freiwilligen, die uns bei diesem Start ins Testen unterstützt haben. Wir bleiben dabei: Es war wichtig, anzupacken und zu starten! Die Konzepte, wie Schulen die Selbsttests umgesetzt haben, waren dabei ganz unterschiedlich. Das gilt auch regional. Es zeigt sich wieder, dass die Schulen am besten vor Ort nach ihren jeweiligen Gegebenheiten solche Aufgaben umsetzen.“ Prien wies insbesondere darauf hin, dass die Teststrategie nicht nur einzelne Infektionen an Schulen verhindern solle, sondern auch ein Beitrag zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens insgesamt sei.

Die Abschlussprüfungen in Schleswig-Holstein seien erfolgreich angelaufen. „Unsere Schulen sind mittlerweile Profis, was die Durchführung von Abschlussprüfungen unter Pandemiebedingungen angeht“, so Karin Prien. Sowohl beim ESA und beim MSA seien die Abschlussprüfungen sehr gut verlaufen. Auch die Abiturientinnen und Abiturienten seien zu über 99% zur Prüfung angetreten und nur sehr vereinzelt habe es Fälle gegeben, dass Prüfungen zum Beispiel wegen einer angeordneten Quarantäne nicht angetreten werden konnten. Zum Abschluss machte Prien deutlich, dass Corona-Disziplin in den kommenden beiden Wochen auch als Voraussetzung verstanden werden müsse, dass die Schulen nach den Osterferien weiter geöffnet werden können. „Sie alle, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern aber auch insbesondere die Lehrkräfte, Schulleitungen und alle an Schule Beschäftigten haben sich nach diesen anstrengenden und fordernden Wochen eine Pause wirklich verdient.“

„Verreisen Sie nicht“, betonte Karin Prien. „Bleiben Sie unter sich und verbringen Sie die Ostertage mit möglichst wenig Kontakten zu Anderen, insbesondere in geschlossenen Räumen. Die Osterferien sind für uns jetzt auch eine Chance, zweieinhalb Wochen das Infektionsgeschehen im Land zu verringern.“

Die Materialien und weitere Informationen werden weiterhin auf der Webseite www.schleswig-holstein.de eingestellt.

Wer keinen negativen Test vorweisen kann, darf Schulgebäude nicht mehr betreten.

Wer keinen negativen Test vorweisen kann, darf Schulgebäude nicht mehr betreten.


Text-Nummer: 144150   Autor: BiMi   vom 31.03.2021 um 14.48 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Jörg

(eMail: natureforever@web.de) schrieb am 31.03.2021 um 14.54 Uhr:
An unseren Schulen sind 127.362 Tests genutzt worden. In 78 Fällen, also 0,06%, war der Antigentest positiv. Die 78 Fälle sind 78 potenzielle Infektionsquellen, die wir durch die Tests entdeckt haben“

Wahnsinn!!!!!!! 0,06%
Und wie viele sind erkrankt?
So sind die Zahlen nichtssagend.

Testmonster

schrieb am 31.03.2021 um 15.13 Uhr:
0.06% Positivrate durch Antigentest. Und wo bleiben die wesentlichen Zahlen?
Wie viele dieser positiven Fälle wurden durch ein PCR-Test bestätigt?

Christian

schrieb am 31.03.2021 um 15.51 Uhr:
Typisch hilflose Entscheidung einer Politik, die schon lange den Respekt vor ihren Wählern verloren hat. Die Menschen und Schüler in Lübeck und SH haben gut mitgemacht und brauchen keine weiteren Verpflichtungen durch die Politik. Es gibt inzwischen unzählige Gründe von allen Seiten - egal ob Maßnahmenkritiker oder Lockdownbefürworter- warum Frau Prien zurücktreten muss.

Ein Bürger.

schrieb am 31.03.2021 um 16.00 Uhr:
Testpflicht. Interessant. Mich würde mal interessieren was die Schulbehörde mit den Schülern macht wo die Eltern partout nicht wollen das die Kinder getestet werden. Distanzunterricht oder doch lieber das Jungendamt einschalten. Könnte ja das Kindeswohl in Gefahr sein. Oder doch lieber Bussgeld ansetzen damit die Kinder am Präsenzunterricht teilnehmen. Wir haben ja eine Schulpflicht.
Fragen über Fragen.

Andreas

schrieb am 31.03.2021 um 16.27 Uhr:
Bisher waren drei Kommentare vor mir. Alle drei sagten sinngemäß: 0,06% ist doch nicht viel! Das sind doch nur 78 Personen! Ich bitte aber einfach mal darüber nachzudenken, wie die weltweite Pandemie angefangen hat: mit einem einzigen Infizierten! Vor diesem Hintergrund erscheinen mir 78 Infizierte schon sehr viel. Aber anscheinend fehlt vielen Menschen die Gabe, etwas weiter als von der Wand bis zur Tapete denken zu können.

Bürger aus HL

schrieb am 31.03.2021 um 16.51 Uhr:
Besser spät als nie. Ohne Test finde ich es gegenüber der Allgemeinheit fahrlässig. Interessen für die Kinder sind definitiv berechtigt. Wir haben hier einen Virus der tötet. Mir fällt die Abwägung nicht schwer.

Bjee

schrieb am 31.03.2021 um 17.46 Uhr:
Ich bin ganz Klar für die Test´s!!! Aber es sollte dann Bitte schon vor dem betreten des Schulgebäutes getestet werden, und nicht wie schon vorgekommen erst in der 5ten Stunde, oder gar erst am Dienstag statt am Montag!
Sinn macht es die Klassen ab 8 Uhr zeit versetzt zur Schule kommen zu lassen, dort dann vor dem betreten Testen, und nur wer Negtiv ist darf die Schule betreten und das täglich! Ach und falls sich jemand fragt wo den vor der Schule testen, es gibt z.B. Zelte oder Container die man vorrübergehen aufstellen kann!

Testmonster

schrieb am 31.03.2021 um 18.59 Uhr:
@Andreas: immer noch keine Antwort auf meine Frage: Wie viele Fälle der 0,06% wurden durch einen PCR-Test bestätigt?

Jörg

schrieb am 31.03.2021 um 19.51 Uhr:
Tja Andres und die Antwort ist weiterhin schuldig:
Wie viele sind denn wirklich krank?
Und Wie viele sind davon falsch positiv?
Zum Glück habe ih ne doppelte Tapete,kann also weit denken🤯

Annette

schrieb am 31.03.2021 um 20.06 Uhr:
Die Frage bleibt, wie die Schule mit nicht zwangstestwilligen umgeht! Da es eine Schulpflicht gibt, besteht auch von Seiten der Schule die Verpflichtung zu unterrichten. Aber wie immer, Politikerinnin hören sich lieber reden als gute Vorschläge zu machen. (...) Echte Alternativen werden schon nicht mal mehr angesprochen. Mit Covid 19 wird, wie in China üblich, die Demokratie begraben.

Benjamin

schrieb am 31.03.2021 um 20.24 Uhr:
Die Testpflicht verstößt soweit ich weiß immernoch gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder irre ich?
Nicht das mich jemand falsch versteht, generell habe ich ja irgendwie auch Verständnis für die ein oder andere Maßnahme, aber fragen sie mal in den Notaufnahmen nach den Antigen Tests und deren Aussagekraft. Große Ausbrüche in einigen Krankenhäusern sind dadurch zustande gekommen weil man sich auf diese Tests verlassen hat, die Anzahl der false negatives ist relativ hoch was diesen Test potentiell gefährlich macht.

Und zuguterletzt, das die Schulen mittlerweile Profis sind im Umgang mit der Lehre in der Pandemie ist eine Beleidigung. Die Lehrkräfte sind an dieser Stelle extrem bemüht und dabei leider komplett sich selbst überlassen. Technische Grundaustattung fehlt, Masken fehlen, Tests gibt es erst nachdem sie jedermann bei Aldi erwerben kann und geschult werden die Kräfte auch nicht und de Pandemie läuft seit einem guten Jahr.

Meine Kinder sollen 3 mal am Tag ihre Masken in der Schule wechseln womit ich einigen hochrangigen Politikern ihre Häuser finanziere, dabei werden im Krankenhaus die gleichen Masken für 8 bis 10 Stunden Schichten getragen weil das Geld fehlt.

Hauptsache alle klatschen fleißig und spielen Geige auf dem Balkon.

Toll das es jetzt Tests gibt.

ENA

schrieb am 31.03.2021 um 20.55 Uhr:
@testmonster: Alle diese 78 Fälle sind durch einen PCR Test positiv bestätigt. Jedes durch einen Schnelltest positiv getestete Kind muss sofort zum PCR Test. Die falsch positiven Selbsttest erscheinen logischerweise nicht in der Statistik.

Kücknitzerin

schrieb am 31.03.2021 um 21.34 Uhr:
Ich finde es reicht langsam. Jetzt geht's an die Kids. Mussten die bis jetzt nicht schon genug unter den ganzen Vorschriften leiden? Keinen richtigen Unterricht, Freunde nur übers Internet treffen, kein Sport.Und jetzt Pflichttests. Kann sich vielleicht einer mal vorstelle wie es ist, wenn du in deiner Klasse getestet wirst und du bist positiv? Was geht einem da durch den Kopf? Hat nicht jeder von uns schon mal Angst vor einem positiven Ergebniss gehabt? Warum versendet die EU tausende Impfdosen in andere Länder, wenn wir sie selber benötigen? Ich mochte den Donald Trump nicht, aber manchmal wünsche ich mir auch German first. Wenn das so weitergeht, sind wir bis nächstes Jahr noch nicht geimpft.

Andreas

schrieb am 31.03.2021 um 21.50 Uhr:
Die Schnelltests sind nur an dem Tag aussagekräftig, an dem sie durchgeführt wurden, an den anderen Tagen also weiter Blindflug? Lächerliche Maßnahmen haben wir doch schon genug, zudem ist die Genauigkeit noch geringer als beim PCR Test, von dem man stets nur hört, wieviele positive Inzidenzen es gab, aber nirgends finde ich die Zahl der dafür durchgeführten Test, wie soll man so eine Steigerung zum Ergebnis der Vorwoche oder so ernst nehmen, wenn diese Zahlen nie ins Verhältnis gesetzt werden? (...)

Dk

schrieb am 01.04.2021 um 06.25 Uhr:
Wer keinen Negativ test hat darf die Schule nicht betreten?
OK! Wenn die Grundschüler und die Älteren Kinder verpflichtet werden 2 mal die Woche ein schnell test zu machen, erwarte ich auch das es auch in allen berufen von A-Z gilt.Auch wie bei mir auf dem Bau.Aber hauptsächlich sollte dann auch drüber nachgedacht werden das wer einkaufen möchte ebenfalls ein negativ test vorlegen muss, würde ich für mich persönlich nur fair gegenüber den Kindern finden.

Testmonster

schrieb am 01.04.2021 um 08.14 Uhr:
@ENA: Wo hast Du (..) her, dass die positiven Ergebnisse der Schnelltests in diesen Fällen durch PCR-Tests überprüft wurden? Aus dem Artikel (und somit auch aus dem Wortlaut der Bildungsministerin) geht es nicht hervor.
Also ist der aktuelle Kenntnisstand immer noch, dass die 0,06% nur durch die Schnelltests zustande gekommen sind.

Christian

schrieb am 01.04.2021 um 09.11 Uhr:
Ich finde es ja immer interessant, wenn Impfgegner und Masken- und jetzt auch Testverweigerer von dem Recht auf körperliche Unversehrtheit sprechen. Die vergessen dabei völlig, dass das Recht auch für Andere gilt. Warum soll sich mein Kind anstecken, nur weil Einige meinen, sie könnten machen, was sie wollen?

Wir leben in einer Gemeinschaft. Jeder hat seinen Beitrag zu leisten, dass es dieser Gemeinschaft möglichst gut geht. Und wenn selbst so ein einfacher, harmloser und kostenloser Test für Manche zu viel ist, dann zeigt es nur, wie egoistisch diese Leute sind. Es geht nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um den Schutz von Anderen. So viel sollte doch nach einem Jahr Pandemie auch der Letzte verstanden haben.

Claudia

schrieb am 01.04.2021 um 09.49 Uhr:
Testpflicht für alle Schüler nachdem festgestellt wurde, dass die Verbreitung an den Schulen im normalen Bereich liegt - bei der hohen Zahl an Tests sogar weit darunter. Aha. Aber dann bitte auch für alle Betriebe verpflichtend.

Was ich allerdings nicht verstehe: warum werden die Tests nicht für zu Hause ermöglicht? Ich bin von systematischen Tests durchaus überzeugt, möchte aber nicht, dass sich meine Tochter (Grundschule) selbst testen muss. Sie erzählte mir nach dem ersten Test in der Schule, dass andere Kinder nach dem Test geweint haben, weil sie sich offensichtlich selbst verletzt haben. Das ist für mich keine Option. Einmal die Woche zum Testen zu gehen ist wenig sinnvoll, wenn man seine Kontakte so weit wie möglich reduzieren soll und muss dann ja auch gut organisiert werden. Wenn man vom Unterricht ausgeschlossen wird, wenn man nicht gestestet ist, dann kann man sich ja für Wochen im Vorraus Die wöchentlichen Termine holen. Tests für zu Hause fände ich okay. Aber selbst zu testen würde aktuell ja nicht akzeptiert werden...

NaWi-Lehrkraft

schrieb am 01.04.2021 um 11.47 Uhr:
@Claudia:
Die Testpflicht muss kommen, da etliche Eltern den Test bei ihren Kindern verweigern und dann ist das Ganze nicht mehr sinnvoll. Darüber hinaus bringt es nichts, wenn die Tests zu Hause durchgeführt werden, da dann die Möglichkeit besteht positive Tests zu verheimlichen oder Tests mit Absicht falsch durchzuführen. Auf das Vertrauen kann man sicherlich bei vielen bauen, leider gibt es nicht wenige, die eben das nicht zurückgeben!
Dass Kinder wg. falscher Durchführung während des Testens weinen, kann ich mir kaum vorstellen. Der ausgegebene Test an den Schulen des Landes ist der sog. Popel-Test, bei dem die Kinder quasi im vorderen Bereich der Nase bohren, was jedes Kind (und sicherlich auch Erwachsene ;)) immer mal wieder machen. Man kann sich da nur schwerlich selbst verletzenm, da das Wattestäbchen nur ganz vorne angesetzt wird. Selbst für Grundschülys ist das gar kein Problem.

Claudia

schrieb am 01.04.2021 um 12.40 Uhr:
@NaWi-Lehrkraft

So wie es bei den Eltern solche und solche gibt (also die, die den Test durchführen und das Ergebnis korrekt weitergeben und solche, die das nicht tun), gibt es bei den Kindern auch solche und solche. Ängstliche Kinder (was medizinische Dinge anbelangt), grobmotorische Kinder oder Klassenclowns haben definitiv Schwierigkeiten mit dem Test. Ich weiß nicht, wie viele Kinder das allgemein betrifft, aber es haben nun mal zwei Kinder bei meiner Tochter in der Klasse geweint. Die Lehrer dürfen dort nicht unterstützen. Ich finde das ist schlecht gelöst. Ich weiß von einigen Schulen, die Eltern aus medizinischen Berufen darum bitten bei der Durchführung in den Schulen zu unterstützen. Zumindest für die ersten Male wäre das ein guter Kompromiss. Ist aber leider schulabhängig. Ein Spucktest wäre natürlich auch eine Alternative.

Die korrekte Handhabung mit dem Stäbchen und dem Röhren finde ich schon herausfordernd für Sechsjährige. Aber auch da handhaben es die Schulen unterschiedlich. Bei den einen machen die Kinder alles alleine, bei den anderen entnehmen die Kinder die Probe selbst und den Rest macht eine Lehrkraft. Für falsche Handhabung muss man da nicht mal Grobmotoriker sein. Jung sein reicht auch.