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CDU: Alternativen für den AKW-Bauschutt suchen

Lübeck: Auf Antrag der CDU und SPD wurden die Lübeckerinnen und Lübecker in einer repräsentativen Umfrage gefragt, ob sie der geplanten Deponierung von Abfällen aus Atomkraftwerken auf der Deponie Niemark zustimmen oder ob sie diese ablehnen (wir berichteten). Die CDU fordert als Konsequenz Alternativen von der Landesregierung.

Ende März wurde die Umfrage online und telefonisch durchgeführt. Das daraus entstandene Meinungsbild ist eindeutig: Eine absolute Mehrheit von 58 Prozent der Lübeckerinnen und Lübecker lehnt eine Deponierung ab.

Dr. Burkhart Eymer, entsorgungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, sagt: "Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass die gesellschaftliche Akzeptanz für die Annahme des AKW-Schutts nicht vorhanden ist. Wir sind auf der Seite der Bürgerinnen und Bürger und lehnen die Deponierung und die Zwangszuweisung seitens des Umweltministeriums des Landes Schleswig-Holstein weiter ab. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Landesregierung müssen wir nach Alternativen suchen."

Im Zuge der Meinungsumfrage wurde auch die politische Orientierung der Befragten ermittelt und in Bezug zur geplanten Deponierung des AKW-Schutts auf der Deponie Niemark gesetzt. „Die Umfrage zeigt, dass die Grünen und die FDP in Lübeck nicht im Sinne ihrer Wählerinnen und Wähler handeln“, sagt Oliver Prieur, Fraktionsvorsitzender der CDU.

„Es ist eine Bestätigung dafür, dass die Grünen in der Lübecker Bürgerschaft gegenüber der Parteiführung und des Grünen Umweltministers Jan Philipp Albrecht eingeknickt sind. Nicht im Interesse der eigenen Wählerinnen und Wähler zu handeln, ist äußerst schwach. Wir werden im Sinne unserer Wählerinnen und Wähler weiter gegen die Zwangszuweisung des AKW-Schutts kämpfen“, so Oliver Prieur abschließend.

Dr. Burkhart Eymer fordert von der Landesregierung Alternativen zur Lagerung in Lübeck.

Dr. Burkhart Eymer fordert von der Landesregierung Alternativen zur Lagerung in Lübeck.


Text-Nummer: 144170   Autor: CDU/red.   vom 01.04.2021 um 14.44 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Lübeckerin

schrieb am 01.04.2021 um 15.06 Uhr:
Wenn schon 58% gegen die Deponierung von „nicht-radioaktivem“ AKW-Bauschutt sind, wie viele sind dann wohl gegen die Deponierung von leicht radioaktivem Bauschutt (was es ja tatsächlich ist) ?

Normaler Bauschutt muss in Deutschland laut Kreislaufwirtschaftsgesetz immer RECYCELT werden.
Die ca 10.000 Tonnen Beton-Bauschutt, um die es in der Zuweisung geht, stammen aus der sog. "Spezifischen Freigabe" und dürfen allein auf Grund der erhöhten Radioaktivitätswerte NICHT RECYCELT werden. Allein aus diesem Grund muss dieser AKW-Schutt deponiert werden.

Von Minister Albrecht und den Grünen Lübeck wird dies bedauerlicherweise immernoch falsch dargestellt. Verharmlosend wird in den Medien lieber der sehr kleine Anteil an Abfällen in den Vordergrund gestellt, der klassischerweise deponiert werden muss, wie z.B. Dämmwolle und Asbest. Diese Art Abfälle machen in der Zuweisung allerdings mit ca. 146 Tonnen nur einen Bruchteil der Gesamt Abfall Masse aus.

Dass man den Grünen in diesem Atom-Kontext mal gezielte Verharmlosung vorwerfen muss ist wirklich bitter.
Es ist an der Zeit einzugestehen, dass der "Atomkonsens" von 2001 unter ROT/Grün eine Mogelpackung war und Fehler gemacht wurden.
Noch ist es nicht zu spät, sich für eine SICHERE Lagerung des kontaminierten Bau-Schutts einzusetzen, wie es auch in anderen Ländern vorgeschrieben ist (siehe z.B. Französisches Modell). Also: es gibt Alternativen, die für die Bevölkerung mehr Sicherheit versprechen !! Durch die Aufgabe der Freimess- Praxis würde auch die starke radioaktive Belastung der Bevölkerung an den AKW-Standorten unterbleiben (Anstieg um das ca. 40-fache im Vergleich zum Normalbetrieb des AKW) - darüber wird bisher garnicht berichtet !
Hier wird das Thema sehr gut dargestellt: https://www.baesh.de/

margit H.

schrieb am 01.04.2021 um 20.24 Uhr:
Es ist ja schon fast atemberaubend, wie sich die Parteien jetzt um das Thema kümmern .
Allerdings hätte das bereits viel viel früher geschehen müssen .