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Initiative demonstrierte vor Wahlkreisbüro

Lübeck: Die Bundesregierung hat am 3. März einen Entwurf für ein Lieferkettengesetz beschlossen. Doch er dieser Gesetzentwurf ist ein Papiertiger und reicht nicht aus, Menschenrechte und Umwelt wirksam zu schützen. Nach Ostern soll es Verhandlungen der Bundestagsfraktionen geben, die Änderungen am Gesetz ermöglichen. Mitglieder der Lübecker Initiative für ein Lieferkettengesetz besuchten das Lübecker CDU Wahlkreisbüro.

„Frau Prof. Dr. Claudia Schmidtke bekommt von mir ein Ei mit einer Collage. Es sind Bilder von Kindern, die bei der Ernte, in Minen oder in der Textilindustrie arbeiten müssen und von Erwachsenen, die unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen, zu Hungerlöhnen für unseren Konsum schuften." Katja Mentz von der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Lübeck will mit den verwendeten Fotos daran erinnern, dass ein Lieferkettengesetz besonders auch die Menschen am Anfang der Lieferkette im Fokus behalten und deren Rechte durch eine zivilrechtliche Haftungsregelung schützen muss.

Auch Horst Hesse hat im Namen von terre des hommes Lübeck ein Osterei gestaltet. Das Urgestein der Fair Trade Bewegung wird nicht müde, wenn es darum geht, globale Gerechtigkeit und Menschenrechte einzufordern. „Das Lieferkettengesetz darf nicht hinter die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zurückfallen. Das wäre ein fatales Signal aus Deutschland."

Gemeinsam mit Manfred Hellberg vom BUND, der sich insbesondere für einen im Gesetz verankerten, stärkeren Umweltschutz einsetzt, und Rafaela Rawinski vom Lübecker AStA wird der Eingangsbereich des CDU Wahlkreisbüros osterlich geschmückt. Die vier, die sich gemeinsam in der Lübecker Initiative Lieferkettengesetz engagieren, fordern Frau Prof. Dr. Schmidtke (CDU) dazu auf, sich vehement für Nachbesserungen im Lieferkettengesetz einzusetzen. „Im CDU Büro war leider niemand anzutreffen. Wir hoffen, dass Frau Prof. Dr. Schmidtke auf diesem Wege unsere Nachricht erhält.“

Weitere Infos: www.fairtrade-stadt-luebeck.de

Katja Mentz, Manfred Hellberg, Rafaela Rawinski und Horst Hesse vor dem Wahlkreisbüro. Foto: Initiative

Katja Mentz, Manfred Hellberg, Rafaela Rawinski und Horst Hesse vor dem Wahlkreisbüro. Foto: Initiative


Text-Nummer: 144217   Autor: Initiative/red.   vom 05.04.2021 um 16.00 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Uwe Zöllner

schrieb am 06.04.2021 um 19.46 Uhr:
Hallo Katja
Ich kann mich noch gut als Kind oder auch Schüler gesagt
Erinnern wie ich mit den anderen Jungs auf den Bauernhof Deines Opas gearbeitet haben Rüben, Erbsen, Bohnenhacken oder in der Ernte helfen angefangen mit 30 Pfennig die Stunde mit
dem Alter wurde es Jahr für Jahr mehr und es hat uns nicht
Geschadet.