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Unabhängige: Reformen beim Busverkehr zügig umsetzen

Lübeck: Nach der Vorlage des Gutachtens zur Tarifgestaltung des Busverkehrs in Lübeck kommen erste Vorschläge. Aufgrund der gutachterlichen Empfehlungen will die Verwaltung die Tarifzone 3 abschaffen und Taktverbesserungen vorsehen (wir berichteten am Donnerstag).

Dazu erklärt die fachpolitische Sprecherin der Unabhängigen für den Stadtverkehr, Michaela Vogeler: "Die Abschaffung der Tarifzone 3 und die Taktverdichtungen sind lange überfällig. Ich freue mich sehr über den ersten Schritt in die richtige Richtung. Dennoch bleibt noch vieles zu tun. So fordern die Unabhängigen seit 2018 ein kostenloses Schüler- und Azubi-Ticket und die Ausweitung der Busangebote."

Michaela Vogeler, die für die Unabhängigen im Aufsichtsrat des Stadtverkehrs mitarbeitet, bedauert die zögerliche Umsetzung von notwendigen Veränderungen beim Busverkehr: "Die Ankündigung der Verwaltung, erste Maßnahmen erst zum Jahreswechsel 2022 einzuführen, enttäuscht. Jetzt muss zügig gehandelt werden, um die Menschen, die in den vergangenen Jahren dem Bus den Rücken zugekehrt haben, zurückzugewinnen."

Die Unabhängigen würde seit Jahren dafür eintreten, dass Lübeck dem HVV beitritt. "Absichtserklärungen reichen nicht. Spätestens mit dem Zeitpunkt der Umsetzung des Bahnhaltepunktes in Moisling, muss dieses Ziel auch durchgesetzt worden sein."

Michaela Vogeler fordert eine zügige Umsetzungder Vorschläge.

Michaela Vogeler fordert eine zügige Umsetzungder Vorschläge.


Text-Nummer: 144232   Autor: BfL/red.   vom 06.04.2021 um 14.36 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Busfahrer

schrieb am 06.04.2021 um 14.55 Uhr:
Vor allem wäre es mal zu begrüßen, wenn die Busse so wie früher in die großen Gewerbegebiete im 30min. Takt fahren würden. 1mal die Stunde ist echt eine zumutung. Oder auch z.B. das Linienetz erweitern bis nach Ratekau oder andere nahe gelegene Orte, damit man auch als nicht Autobesitzer mehr Orte Arbeitstechnisch erreichen kann.

Karmeikel

schrieb am 06.04.2021 um 15.16 Uhr:
.. welche Farbe dürfen die Busse denn haben??

Jan Dubs

schrieb am 06.04.2021 um 16.29 Uhr:
Bislang war es ein eingeübtes Ritual, dass sich bei jeder Tariferhöhung oder Netzausdünnung zunächst Aufsichtsrat und Vorstand gegenseitig die Verantwortung zugeschoben haben um sich dann gemeinschaftlich hinter dem angeblich unantastbaren SH-Tarif oder „komplexen bundesweiten Fahrplanstrukturen“ zu verstecken. Umso erstaunlicher, dass Frau Vogeler als Mitglied des Aufsichtsrates sich jetzt kritisch über die zögerliche Umsetzung der angekündigten Veränderungen äußert.

Die geplante Fahrpreisermäßigung kann in dem angedachten Umfang nur ein erster Schritt sein um langfristig mehr Menschen in den ÖPNV zu locken. In Bezug auf die Qualität des Busverkehrs sind die jetzt diskutierten kosmetischen Eingriffe eindeutig zu wenig, quasi wie kleine Schönheitsoperationen am bereits toten Körper. Lücken in der Fahrplantaktung einzelner Linien zu schließen ist als eine der zentralen Maßnahmen benannt, der „große Wurf“ ist es aber eindeutig nicht. Solche Vorschläge kann man am grünen Tisch Diskutieren, für die praktische Umsetzung vor Ort benötigt es aber mehr als nur theoretische Grundkenntnisse. Wenn ich lese, dass z.B. die Takte der Linien 7 und 9 in einigen Tagesbereichen verdichtet werden sollen, ist dies theoretisch sicher gut gedacht, praktisch aber miserabel umgesetzt. Diese Verdichtung würde dazu führen, dass über einen wesentlichen Teil des gemeinsamen Streckenverlaufs noch häufiger leer Busse direkt hintereinander fahren. Andererseits könnte mit einer Verdichtung der Linie 17 auf einen Halbstundentakt (und Fortführung bis zum ZOB oder in die Innenstadt) eine echte Lücke in der Versorgung geschlossen werden, die es sogar erlauben würde, die Linien 7 und 9 während der Hauptverkehrszeiten auszudünnen ohne nennenswerte Einbußen in der Qualität der Anbindung auf diesen Linienabschnitten hinzunehmen.

Es wäre zu begrüßen, wenn sich nicht nur die Verkehrspolitischen Sprecher der Parteien, sondern die verkehrspolitischen Experten zu diesem Themenkomplex äußern würden.

Jan Dubs

schrieb am 06.04.2021 um 16.40 Uhr:
@Busfahrer: Ihre Einwände sind genau richtig! Die Busse müssen dann fahren, wann die Menschen fahren wollen und sie müssen dorthin fahren, wo die Menschen hinwollen. Es ist aber nicht nur eine größere Bürger-/Fahrgast-/Kundennähe erforderlich. Auch der Wille zu gegenseitiger Kooperation kann helfen, Potentiale zu erschließen. Der von Ihnen angesprochene Ort Ratekau verfügt mit der Linie 5951 bereits über eine Busverbindung nach Lübeck. Der Einzelfahrschein kostet im SH-Tarif auch nur 3,30 €, also nicht mehr als ein Einzelfahrschein im Stadtgebiet. Mit etwas gutem Willen und gegenseitiger Kooperation könnte man diese Linie mit einem perfekten Umsteige-Anschluss in Bad Schwartau enden lassen und die freiwerdenden Kapazitäten für eine Verdoppelung der Taktfrequenz nutzen. Nur eines von vielen Beispielen, wo ein guter Busverkehr in Lübeck an mangelndem Sachverstand und fehlendem Willen scheitert.

Jens Gerwien

schrieb am 06.04.2021 um 19.28 Uhr:
@Busfahrer: ihr Wunsch mit der Netzerweiterung in Ehren, aber da gibt es durch die unterschiedlichen Kreise starke Restriktionen. Fakt: außer in den "historischen Bereichen" wie z.B. Stockelsdorf und Bad Schwartau hat der Stadtverkehr Lübeck im weiteren Umland nix zu suchen, wenn man die direkte Vergabe der Stadt an ein ihr verbundenes Unternehmen für das gesamte Lübeck-Netz nicht torpedieren will. Da wiehert der europäische Amtsgaul. Aber: wir haben einen SH-Tarif. Soll der Kreis Ostholstein mal Geld auf den Tisch legen, gerne auch mit Fahrten, die in Bad Schwartau mit Umstieg starten und enden. Aber das hat nix mit dieser hier thematisierten Baustelle zu tun.

ÖPNV-Recht ist leider sehr komplex geworden....

Luke Vader

schrieb am 06.04.2021 um 20.39 Uhr:
Wenn das ÖPNV-Recht verhindert, daß man es den Kunden Recht macht, dann muß sich der ÖPVN auch nicht wundern, wenn man "Recht" wenig Kunden dazu gewinnt :-)