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Premiere an der Lohmühle: Die Schanzer kommen

Lübeck: Archiv - 20.04.2021, 15.20 Uhr: Erst 2004 gegründet – dennoch schnell im Profifußball etabliert. Der nächste VfB-Lübeck-Gegner, der FC Ingolstadt 04, spielte sogar zwei Jahre im Fußballoberhaus, ehe es 2017 in die 2. Bundesliga und 2019 gar wieder in die 3. Liga herunterging. Mit dem FCI kommt ein klarer Aufstiegskandidat auf die Lohmühle.

Das Team von Trainer Tomas Oral steht mit 59 Punkten aktuell auf Platz 3 der Tabelle, zwei Punkte hinter Spitzenreiter Hansa Rostock. Zum allerersten Mal überhaupt kommt das Team aus Oberbayern zum VfB. Das 1:1 aus der Hinrunde war das erste Pflichtspiel zwischen beiden Mannschaften.

Sechs Minuten vor dem Ausgleich von Pascal Steinwender hatte Toptorjäger Stefan Kutschke Ingolstadt in Führung gebracht. Der 32-jährige Ex-Wolfsburger ist mit elf Toren der beste Torschütze der Schanzer (plus vier Vorlagen). Aber nicht nur Kapitän Kutschke bringt einiges an Erfahrung mit. Der FCI-Kader ist gespickt mit Spielern, die über hochklassige Erfahrung nationaler und internationaler Ligen verfügen. Allein Marc Stendera (Hannover 96 und Eintracht Frankfurt), Caiuby (unter anderem FC Augsburg) und Maximilian Beister (unter anderem Fortuna Düsseldorf und HSV) bringen es gemeinsam auf 234 1. Liga- und 218 2. Liga-Partien.

Hinzu kommen sogar zehn Europa League-Einsätze. Stendera stand unter anderem im Achtelfinal-Rückspiel und dem Weiterkommen gegen Inter Mailand für Eintracht Frankfurt auf dem Platz. Auch Dennis Eckert Ayensa bringt mit 12 Eredevisie-Spielen (für Excelsior Rotterdam) und neun LaLiga-Einsätzen (für Celta Vigo) internationale Erfahrung mit. Diese stellt der 24-jährige Stürmer auch in dieser Saison unter Beweis. In 18 Spielen schoss er sechs Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Zuletzt fehlte Eckert Ayensa vier Spiele aufgrund einer Schulterverletzung.

Sogar Stammkeeper Fabijan Buntic hat sich als torgefährlich erwiesen. Der Kroate, der bisher jede Spielminute auf dem Feld stand, traf beim Wahnsinns-Comeback gegen Viktoria Köln. Bis zur 93. Minute lag der FCI 0:1 hinten, ehe Buntic den Ausgleich erzielte und eine Minute später sogar Caniggia Elva das Spiel komplett auf den Kopf stellte. Es geht aber auch andersrum. Der FCI verspielte zuletzt auch häufig wichtige Zähler. Der Verl bekam gegen den FCI in der 2. Minute eine Rote Karte und kam eine Viertelstunde vor Ende trotzdem noch zum Ausgleich. Gegen Bayern II stand es bis zur 75. Minute 0:0. In der Schlussviertelstunde reichten dien Schanzern selbst zwei Führungen nicht zum Dreier. Im Spiel am vergangenen Sonntag daheim gegen den SV Meppen verpasste der FCI durch das torlose Remis den Sprung auf Rang 2.

Der Tabellendritte schwächelt zuletzt. Aus den letzten fünf Partien konnten die Schanzer nur eine gewinnen (1:0 gegen Mannheim). Trotzdem spielt das Team von Tomas Oral eine starke Rückrunde. Nach Hansa Rostock ist man mit nur zwei Niederlagen und 25 Punkten die beste Rückrundenmannschaft. Allerdings ist FCI zwar die beste Heimmannschaft der Liga, kassierte jedoch sechs seiner bisher sieben Saisonniederlagen auf fremdem Rasen. Der letzte Auswärtserfolg liegt schon über einen Monat zurück - ein 2:1-Erfolg bei Wehen Wiesbaden (danach folgten das Remis in Verl und eine Niederlage in Magdeburg). Besonders schmerzhaft dürfte die 0:4-Auswärtspleite beim direkten Aufstiegskonkurrenten Dynamo Dresden gewesen sein, bei der man die Sachsen bis auf vier Punkte hat ziehen lassen müssen.

Klar ist – die Schanzer wollen wieder in die 2. Bundesliga. Schon in der abgelaufenen Saison war das Team von Tomas Oral knapp am Aufstieg vorbei gerauscht. Bayern Münchens Zweitvertretung durfte trotz Meisterschaft ja nicht aufsteigen, weshalb dem Tabellenvierten FCI schlussendlich nur ein Punkt zu den Aufsteigern Braunschweig und Würzburger Kickers fehlte - in der Relegation gab es das bittere Ende gegen den 1. FC Nürnberg. Oral, ehemaliger Co-Trainer von Felix Magath in Fulham, ist mit seiner erfahrenen und technisch starken Truppe wieder auf Aufstiegskurs. Im Dreikampf mit Dynamo Dresden und Hansa Rostock wollen die Schanzer die Relegation nun am besten umgehen, nachdem schon die Relegation 2019 mit dem Abstieg gleichbedeutend war. Inzwischen sitzt aber auch der TSV 1860 den Schanzern auf Platz vier wieder im Nacken.

Mit bereits 34 Gegentoren stellt Ingolstadt die schwächste Abwehr des Führungs-Quartetts. Und das Schlussprogramm für die Schanzer hat es durchaus in sich. Mit Rostock, Saarbrücken und 1860 München zum Abschluss der Saison treffen die Oberbayern noch auf drei Mannschaften aus den Top-6 der Liga. Spannung dürfte da also garantiert sein.

Der nächste VfB-Lübeck-Gegner am Mittwoch ist der FC Ingolstadt 04.

Der nächste VfB-Lübeck-Gegner am Mittwoch ist der FC Ingolstadt 04.


Text-Nummer: 144449   Autor: VfB lübeck/Red.   vom 20.04.2021 um 15.20 Uhr

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