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Tunnel soll weg: SPD will Angstraum beseitigen

Lübeck - St. Gertrud: Im Rahmen einer kürzlich von der Hansestadt Lübeck durchgeführten Umfrage zu "Angsträumen" wurden die Busunterführungen "Zeppelinstraße" und "Jungborn" an der fünften Stelle von insgesamt 26 identifizierten Angsträumen genannt. Der SPD-Ortsverein Karlshof-Israelsdorf fordert, dass die Fußgängertunnel unter der Travemünder Allee zu den beiden Bushaltestellen durch beampelte Straßenquerungen ersetzt werden sollen.

Beatrix und Axel Brunkow, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Karlshof-Israelsdorf, sind erfreut und genervt zugleich: (")Gut, dass das Umfrageergebnis zu den Angsträumen in Lübeck die langjährige SPD-Forderung nach einem barrierefreien Umbau der Bushaltestellen Zeppelinstraße und Jungborn bestätigt. Ärgerlich, dass Politik und Verwaltung dieses wichtige Thema erst jetzt richtig wahrnehmen. Wir verlangen, dass die Fußgängertunnel unter der Travemünder Allee zu den Bushaltestellen Zeppelinstraße und Jungborn durch beampelte Straßenquerungen ersetzt werden. Für Ältere und andere mobilitätseingeschränkte Personen sind die Treppen und Tunnel ebenso eine Zumutung wie für alle Menschen, die sich dort nicht sicher fühlen. Deshalb werden wir in dieser Sache weiterhin Druck machen.(")

Das Thema wurde bereits im Bauausschuss und Hauptausschuss erörtert. Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: (")Die Beteiligung der Bevölkerung an der städtischen Umfrage über Stellen im öffentlichen Raum, an denen sich Menschen unwohl fühlen oder gar ängstigen, war außergewöhnlich groß. Deshalb hat der Bauausschuss die Verwaltung beauftragt, umgehend mit der Beseitigung dieser Angsträume zu beginnen. Dazu gehören ebenerdige Überwege als Ersatz für die Tunnelanlagen unter dem St.-Jürgen-Ring und der Travemünder Allee. Für die Maßnahme St.-Jürgen-Ring wurden bereits 100.000 Euro im städtischen Haushalt 2021 bereitgestellt. Dies muss nun auch für die Tunnel unter der Travemünder Allee erfolgen. Dabei handelt es sich zugleich um eine Maßnahme zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), welche von immer mehr Bürger gewollt wird.(")

Kristin Blankenburg, Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion für Fragen der Gleichstellung, bringt es auf den Punkt: (")Was nützen uns denn Bushaltestellen am Waldesrand, wenn sie nicht richtig genutzt werden, weil viele Menschen dort nicht hingelangen können oder sich nicht hintrauen? Dies gilt insbesondere für Frauen - mit und ohne Kinderwagen -, welche überdurchschnittlich oft die städtischen Busse benutzen.(")

Der SPD-Ortsverein Karlshof-Israelsdorf empfindet Treppen und Tunnel als Zumutung. Foto: Archiv/Oliver Klink

Der SPD-Ortsverein Karlshof-Israelsdorf empfindet Treppen und Tunnel als Zumutung. Foto: Archiv/Oliver Klink


Text-Nummer: 144571   Autor: SPD OV KI   vom 27.04.2021 um 10.19 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Micha

schrieb am 27.04.2021 um 11.27 Uhr:
...man möge nicht die Travemünder Landstraße vergessen...die ist stockdunkel und führt das erste Stück an Dickicht vorbei, wo häufig auch betrunkene raus gesprungen kommen, weil sie eine Abkürzung aus der Siedlung dahinter nehmen...nicht nur für Autofahrer im Dunkeln ein Graus, sondern vor allem für Fußgänger und Radfahrer...

Hans Lübsch

schrieb am 27.04.2021 um 12.29 Uhr:
Ich stelle mir das auch gefährlich vor, Nachts - auch mit Ampel - über die Travemünder Alee zu gehen. Rote Ampeln zählen in Lübeck nicht viel.
Wie vielen Menschen ist in diesem Tunnel wirklich etwas zugestoßen? Ich kenne sie seit meiner Kindheit, und habe sofort den Uringeruch in der Nase.
Also wenn Ampel, dann bitte auch Tempolimit 50 auf der Travemünder Allee.

Thorsten R.

schrieb am 27.04.2021 um 13.11 Uhr:
Als ob wir nicht schon genug Ampeln in Lübeck haben.

Isnichso

schrieb am 27.04.2021 um 14.21 Uhr:
@Hans Lübsch
50km/h?
Was soll denn so eine Raserei?
Es wäre doch besser,2Spuren einer Fahrtrichtung auf 30km/h zu begrenzen,wieder Begegnungsverkehr herzustellen und die anderen 2 Spuren in einen Radweg umzuwandeln...Wäre gut für das Klima,für die Anwohner und für die Tiere im Wald.
Außerdem könnte man auch eine Tunnelröhre für Autos sperren und diese dann für Fußgänger und Radfahrer freigeben.
Ach nein,geht nicht...Dann hätten wir ja wieder einen neuen,800m langen Angstraum...
.

droppdog

schrieb am 27.04.2021 um 14.33 Uhr:
und bitte Einspurig mit 30 km/h damit Mann die Skater noch auf der Fahrradspur überholen kann.

Luke Vader

schrieb am 27.04.2021 um 16.59 Uhr:
Eine Reduzierung auf 30kmh dann auch noch mit Umweltschutz in Verbindung zu bringen, geht leider an der Realität völlig vorbei !
Wir werden noch auf lange Sicht überwiegend Verbrenner-Autos auf den Straßen haben, diese fahren am sparsamsten im höchsten Gang oder in der höchsten Automatikstufe bei gleichzeitig möglichst niedriger Drehzahl des Motors, kurz vor Untertourig.
Diese Situation am KFZ ergibt sich aber erst bei 50-55kmh auf dem Tacho, darunter geht es nicht im höchsten Gang oder Automatikstufe, da dann der Motor absolut untertourig laufen würde und wenn man zurückschaltet, wird es nicht effizient im Verbrauch und somit Umweltschutz.

Jan H

schrieb am 27.04.2021 um 17.52 Uhr:
Die Ecke wird doch sowieso selten benutzt wenn sogar die Grafitisprayer zeit haben dort zu sprühen dann wird dieser übergang echt selten genutzt von daher finde ich das in Ordnung wenn sie diesen Angstraum beseitigen weil du kannst nicht sehen was in diesen Tunnel passiert ausser jemand läuft dort zufällig lang und geht dort runter

Johanna Kern

schrieb am 27.04.2021 um 17.53 Uhr:
Kristin Blankenburg@
Für Sie gibt es das Problem also nur für Frauen mit Kinderwagen, dass es schwerbehinderte Menschen gibt, gebrechliche Menschen, Menschen mit Gehwagen , mit Rollstuhl ist Ihnen nicht bekannt, diese Gruppe dürfte weitaus größer sein als Kinderwagenmütter und Väter die auch Kinderwagen schieben.
Soweit ich weiß, ist Lübeck sogar verpflichtet eine Lösung zu finden (EU-Recht) und macht dort gar nichts und Kiel soll angeblich auf eine Entscheidung aus Lübeck warten.

Otto Schneider

schrieb am 27.04.2021 um 21.24 Uhr:
Und bitte auch gleich den St. Jürgen-Ring-Tunnel zuschütten, wie es bereits angekündigt war!

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