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Kunst für die Kurgartenstraße

Lübeck - Travemünde: Archiv - 02.05.2021, 14.03 Uhr: Die Kurgartenstraße ist im Moment von leeren Schaufenstern und wenig Attraktivität gekennzeichnet. Eine Initiative möchte das ändern. Sie möchte Kunst in die Fenster bringen und aus der Straße die "KUltuRGARTENSTRASSE" machen.

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Travemünde putzt sich raus. Die Promenaden, der Fischereihafen, Beach Bay auf dem Priwall, und weitere Projekte im Ort sorgen für Glanz und sollen nicht nur Einheimischen, sondern auch Gästen aus ganz Deutschland den Aufenthalt verschönern. Denn so viel ist sicher: Schon bald wird wieder Leben an die Küste kommen. Viele Geschäftsleute haben die Zeit der Lockdowns dazu genutzt, ihre Läden, Restaurants, Hotels und Galerien zu renovieren, um für den erwarteten Ansturm bestmöglichst gerüstet zu sein.

Nur die Kurgartenstraße, immerhin Parallelstraße zur Hauptflaniermeile Vorderreihe, fristet ein tristes Dasein. Während Urlauber an anderen Ferienorten gern die Gassen hinter den Promenaden erkunden, weil sich dort oft individuelle, liebevoll gestaltete Boutiquen, Lädchen oder Bars finden, trifft der Gast hier mit wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel Mare-Schmuck auf reine Versorgungsgeschäfte, die durchaus ihre Berechtigung haben. Das, was die Tristesse der Straße ausmacht und ein abschreckendes Bild entstehen lässt, ist der viele Leerstand und die verlassenen und unversorgten Läden mit zugehängten oder notdürftig verklebten Fenstern.

Vielen Travemündern und auch den kulturaffinen Lübeckern ist der beklagenswerte Zustand dieser zentralen Straße in der pittoresken Travemünder Altstadt ein Dorn im Auge und ganz besonders schmerzt dieser Dorn in den Augen derer, die sich schon von Berufs wegen mit Ästhetik und Kultur beschäftigen - den Künstlern und Galeristinnen im Ort.

Angestoßen von Überlegungen des Lübecker Zahnarztes und Travemünders Klaus Splieth entstand die Idee, aus der Kurgartenstraße eine "KUltuRSTRASSE" zu machen. „Für uns wäre es ein Leichtes, die leer stehenden Geschäfte kunstvoll zu gestalten“, so Ninette Mathiessen und Anja Es. Beide betreiben etablierte Galerien im Ort und verfügen über einen großen Pool von Künstlern und sind bestens im Kulturleben vernetzt. Je mehr unterschiedliche Kunst oder gutes Kunsthandwerk gezeigt werden kann, um so mehr profitiert die ganze Straße und der gesamte Ort. Die Vielfalt seriöser Kunst, guter Kultur und individuellem Kunsthandwerk zieht ganz sicher viele Besucher an und wertet die Straße deutlich auf. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass auch die Vermieter die Vorzüge dieser Idee für sich entdecken.

Sie könnten ihre Ladenfläche so lange für Ausstellungen oder Kulturveranstaltungen kostenfrei zur Verfügung stellen, bis sich ein Mieter, eine Mieterin gefunden hat. Die Nebenkosten wie Strom würden die Künstler natürlich übernehmen. – Möglicherweise finden auch die Kulturschaffenden selbst Gefallen an einem eigenen Showroom und mietet sich fest ein.

Der Vorteil liegt auf der Hand, denn je mehr Eigentümer die Idee unterstützen, um so attraktiver wird die Straße. Am Beispiel der Hüxstraße in Lübeck ist gut zu besichtigen, wie sich das auswirkt. Die Fokussierung auf Kunst und Kultur stützt darüber hinaus auch eine Profilierung für Travemünde als Ort. Das Aufstellen von Schaukästen für einzelne Arbeiten von Künstlern an geeigneten Orten sowie Performances und Musik zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel dem Altstadtfest würde das Image der Straße abrunden.

Die Initiative sieht grundsätzlich die Möglichkeit, ihre Arbeit mit einigen, wenigen Bordmittel zu beginnen. Für eine professionelle Umsetzung mit Schaukästen, hergerichteten Räumen, Beleuchtung und ähnlichem müsste eine Finanzierung gefunden werden. Hierzu gibt es noch keine konkreten Pläne aber so viel ist schon sicher: Die Kunst steht bereit.

Die Initiatoren und Künstlerinnen des Projektes KUltuRGARTENSTRASSE Travemünde: Klaus Splieth, Ines Wiese, Ninette Mathiessen, Anja Es und Sabine Günther. Fotos: Karl Erhard Vögele

Die Initiatoren und Künstlerinnen des Projektes KUltuRGARTENSTRASSE Travemünde: Klaus Splieth, Ines Wiese, Ninette Mathiessen, Anja Es und Sabine Günther. Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 144675   Autor: Veranstalter/red.   vom 02.05.2021 um 14.03 Uhr

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