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Aussichten: Die Eisheiligen fallen in diesem Jahr aus

Lübeck: Auch der Mai ist kühl gestartet. Wie geht es weiter? Harald Denckmann hat die Wetterkarten ausgewertet und eine gute Nachricht: Die "Eisheiligen", die vom 11. bis 15. Mai für kalte Temperaturen sorgen, fallen aus. Wir haben sie in diesem Jahr bereits überstanden.

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Viele Tage gegen Ende April hatten wir eine Wetterlage, wie sie im Grunde für die sogenannten "Eisheiligen" typisch ist; kalte polare Luftmassen, die von einem Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln in unsere Region geführt werden. Jetzt, wo die Tage der "Eisheiligen" anstehen, ist es damit aber vorbei. Auch wenn Tiefdruckgebiet "Eugen" es noch einmal richtig ungemütlich werden lässt, steuern wir Verhältnisse an, wie sie in der begleitenden Karte dargestellt sind. Bereits am Wochenende wird unsere Region in den Einflussbereich wärmerer Luftmassen geraten, die von einem ausgeprägten Tiefdruckgebiet über den Britischen Inseln zu uns gesteuert werden.

Das sieht auf den ersten Blick aus, wie das momentane Sturmtief "Eugen", ist aber auf den zweiten Blick sehr viel schwächer ausgeprägt und wir in Lübeck befinden uns auf der Vorderseite dieses Gebildes. Ablesen vom Barometer werden wir lediglich Werte aufwärts von 1000 hPa, also keinesfalls dramatische Druckverhältnisse.

Solche Tiefdruckgebiete haben natürlich immer einmal wieder eine Regenfahne im Gepäck. Deshalb wird es in der "Eisheiligen-Woche" zwar vorwiegend schönes Wetter bei uns geben, ein gelegentliches Niederschlagsgebiet ist aber immer einmal wieder dabei und stört nicht weiter. Vor allem wird es keine Nachtfröste mehr geben, was für die Gärtner unter unseren Lesern wichtig ist. Die Bohnen können also ruhig bereits eingelegt werden, nicht zu tief natürlich, da sie bekanntlich die Glocken läuten hören müssen. Von "Mamertus" am 11. Mai bis zur sogenannten "kalten Sophie" am 15. Mai, dem letzten Tag möglicher Nachtfröste, wird es in diesem Jahr also ausgesprochen milde zugehen, und der Regen, der gelegentlich fällt, ist für den Boden sehr wichtig.

Der April war nämlich viel zu trocken. Es gab nur 12 Regentage, an denen auch nur kümmerliche Niederschläge fielen. An Peter Faulbrücks Station in Lübeck Eichholz waren es gerade einmal 19,2 Liter auf den Quadratmeter. Am 4. Mai haben wir gerade einmal die 200 l/m² Marke überschritten, das ist die Regenmenge seit Beginn des Jahres 2021.

Ein wenig mehr dürfte es daher gern sein, denn die Wälder kämpfen immer noch mit der extremen Trockenheit des Jahres 2018. Das Tiefenwasser ist seitdem immer noch nicht wieder aufgefüllt. Freuen wir uns also über wärmere Tage, und sollte es zwischendurch immer einmal wieder eine kleine Regeneinlage geben, dann tragen wir sie mit großem Verständnis für die Belange der Natur.

Nach den "Eisheiligen" sind immerhin schöne Hochdruckgebiete in den Modellen zu sehen. Wenn die uns erreichen sollten, müssen wir die Strandampeln anwerfen. Dann gibt es kein Halten mehr beim Ansturm auf die Küste. Für eine Prognose darauf ist es noch zu früh - dazu können wir erst in der kommenden Woche genaueres sagen.

Gute Aussichten: Die Eisheiligen kamen in diesem Jahr früher. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik. Harald Denckmann

Gute Aussichten: Die Eisheiligen kamen in diesem Jahr früher. Foto: Karl Erhard Vögele, Grafik. Harald Denckmann


Text-Nummer: 144729   Autor: Harald Denckmann   vom 05.05.2021 um 09.09 Uhr

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