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Einbruch bei Notfallbehandlungen in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein: Archiv - 06.05.2021, 09.48 Uhr: Die AOK NordWest appelliert anlässlich des bundesweiten Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai an die Menschen in Lübeck, bei Notfallsymptomen auch unter den Bedingungen der Pandemie nicht zu zögern und umgehend den Notruf 112 zu wählen. Grund: In ganz Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Insgesamt wurden 3.415 AOK-Versicherte in Krankenhäusern stationär mit einem Schlaganfall aufgenommen, zehn Prozent weniger als im Vorjahr (3.788). "Die Corona-Pandemie hat zu großen Einbrüchen bei Notfallbehandlungen beispielsweise aufgrund eines Schlaganfalls geführt. Das gibt Anlass zur Sorge", sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

"Aus Angst sich im Krankenhaus mit Covid-19 zu infizieren, meiden die Menschen trotz typischer Symptome den Weg in die Klinik. Dabei spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Da der Schlaganfall ebenso wie der Herzinfarkt ein medizinischer Notfall ist, bei dem jede Minute zählt, ist schnelles und konsequentes Handeln wichtig", so Wunsch. Daher sollten die Warnsignale ernst genommen und sofort der Notruf unter 112 getätigt werden. Dabei sind Name und Adresse sowie ergänzende Hinweise zum möglichst schnellen Auffinden des Patienten anzugeben. Die Symptome sollten möglichst genau geschildert werden. Mögliche Symptome können plötzlich auftretendes Schwäche- oder Taubheitsgefühl bis hin zu Lähmungserscheinungen einer Körperseite sein. Warnzeichen sind außerdem eine unverständliche, gestörte Sprache, plötzliche Sehstörungen, Schwindelgefühle oder Gleichgewichtsstörungen mit Übelkeit und Erbrechen sowie in Kombination plötzlich auftretende, bisher so nicht gekannte Kopfschmerzen.

Bei den meisten Patienten ist eine plötzliche Durchblutungsstörung oder Mangeldurchblutung in einem Gehirnabschnitt die Ursache für einen Schlaganfall. Dies wird allgemein als Hirninfarkt bezeichnet. In der Mehrzahl der Fälle ist eine Verkalkung, eine sogenannte Arteriosklerose, der hirnversorgenden Blutgefäße dafür verantwortlich. Die Entstehung der Arteriosklerose wird durch eine ganze Reihe von Risikofaktoren beeinflusst, wie etwa Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Bewegungsmangel oder Stress.

In Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr weniger Menschen mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Foto: AOK/hfr.

In Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr weniger Menschen mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Foto: AOK/hfr.


Text-Nummer: 144751   Autor: AOK/Red.   vom 06.05.2021 um 09.48 Uhr

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