Possehl-Stiftung Lübeck
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Zuweisung: SPD spricht von Bauschutt-Drama

Lübeck: Archiv - 10.05.2021, 19.37 Uhr: "Es ist falsch und nicht fair, gerade in dieser Coronazeit die Zwangszuweisung des AKW Bauschutts nach Lübeck anzuordnen", sagt Dr. Marek Lengen, umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft zum Zuweisungsbescheid am Montag (wir berichteten).

„Das heißt: Von einem Umweltminister der Grünen wird gegen ökologische Gesichtspunkte wie CO2-Reduzierung entschieden, damit macht sich Albrecht als Klimakiller mitschuldig, denn diese Entscheidung ist unnötig“, so Dr. Marek Lengen.

Die Bürgerinitiative (BI) „Lübeck ohne Atomschutt“ und die SPD-Fraktion Lübeck würden uneingeschränkt zum Atomausstieg stehen und seien auch dafür, dass Verantwortung für den Rückbauschutt übernommen wird. "Die Einlagerung auf Hausmülldeponien wird dabei aber abgelehnt, weil negative Folgen für Mensch und Umwelt (Verwehung mit Aspirationsgefahr und Anreicherung in Grundwasser und über Verwehung auf Anbauflächen in Nahrungsmitteln) nicht ausgeschlossen werden können. Es gibt keine Studien, die die Gefahrlosigkeit des geplanten Konzeptes wissenschaftlich belegen", so die SPD-Fraktion.

Die BI bringt folgende Argumente ins Feld: "Der Rückbauschutt, insbesondere der aus der ‚spezifischen Freigabe‘ ist klar von ‚normalem‘, ungefährlichen Schutt abzugrenzen. Letzterer kann recycelt werden, ersterer ist deponierungspflichtig und enthält Restradioaktivität."

„Nur formal wird er aus dem Atomrecht entlassen; aber nicht weil er komplett frei von Radioaktivität ist. Es gibt keine Deponie, die bereit ist, strahlungsbelastetes Material aus der spezifischen Freigabe freiwillig aufzunehmen“, so SPD-Strahlenexperte Dr. Marek Lengen. Es gebe Untersuchungen, die einen erhöhten Tritiumgehalt im Sickerwasser der Deponie Schönberg/Ihlenberg nachweisen. "Dies ist eine höherklassige Deponie. Selbst dort konnte also die Verbringung von radioaktiven Elementen nicht verhindert werden. Es gibt Studien, in denen schon in einem Umfeld mit gering erhöhter künstlicher Strahlenbelastung die Wahrscheinlichkeit, an Leukämien zu erkranken, festgestellt wurde."

Das AKW-Bauschutt-Drama spitze sich durch
Zwangszuweisung weiter zu, so die Lübecker SPD-Fraktion.

Das AKW-Bauschutt-Drama spitze sich durch Zwangszuweisung weiter zu, so die Lübecker SPD-Fraktion.


Text-Nummer: 144846   Autor: SPD/red.   vom 10.05.2021 um 19.37 Uhr

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