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Neues Konzept für bilinguale Schulen in Lübeck vorgestellt

Lübeck: Im Europäischen Hansemuseum in Lübeck stand am Freitag das neue „Landeskonzept Bilingualer Unterricht“ im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Bildungsministeriums.

Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke eröffnete die Hybrid-Veranstaltung und begrüßte die anwesenden und die per Video zugeschalteten Gäste mit den Worten: „Sprachen holen die Welt in die Klassenzimmer und ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, sich in einer zunehmend internationalisierten Lebens- und Arbeitswelt zuhause zu fühlen.“ Deshalb fördere das Bildungsministerium im Rahmen seiner Internationalisierungsstrategie die Ausbildung fremdsprachlicher und interkultureller Kommunikations- und Handlungskompetenz. „Der bilinguale Unterricht, der an einigen Schulen im Lande bereits seit vielen Jahren ein selbstverständliches Angebot ist, leistet dazu einen wertvollen Beitrag“, so Stenke. Das neue „Landeskonzept Bilingualer Unterricht“ bilde nun den Referenzrahmen dafür. „Es nimmt die langjährigen Erfahrungen auf, zeigt die organisatorischen Rahmenbedingungen auf und stellt didaktische und methodische Zusammenhänge dar.“ Es gehe darum, allen Schülerinnen und Schülern bilinguales Lernen zu ermöglichen und möglichst vielen von ihnen das gemäß Gemeinsamem Europäischen Referenzrahmen (GER) erreichte Sprachniveau entsprechend zu zertifizieren.

Nach einem Impulsreferat von Professor Dr. Dominik Rumlich von der Universität Paderborn zum Thema „Bilingualer Unterricht: Aktuelle Herausforderungen und neue Perspektiven“ stellte der Vorstandsvorsitzende der Drägerwerk AG, Stefan Dräger, die „Initiative Bilinguale Erziehung in Lübeck“ vor und sagte: „Wir freuen uns, dass unser Lübecker Modell für durchgängigen bilingualen Unterricht Impulse für das Landeskonzept Bilingualer Unterricht liefern konnte. Wir möchten, dass unsere Kinder zu Weltbürgern heranwachsen, die von der Vielfalt unterschiedlicher Kulturen und Weltanschauungen profitieren. Die englische Sprache ist noch immer der Universalschlüssel, um sich international in dieser Vielfalt austauschen. Mit der öffentlichen Trägerschaft kann es uns gelingen, jedem Kind von der Kindertagesstätte bis zum Abitur Zugang zu bilingualer Erziehung zu ermöglichen. Das ist ein riesiger Gewinn für unsere Kinder und macht unseren Standort zusätzlich attraktiv für internationale Fachkräfte.“

Wolfgang Werner, Geschäftsführer der Bilingualen Erziehung in Lübeck ergänzte: „Mit dem Landeskonzept ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Ermöglichung eines umfassenden bilingualen Angebotes von der Kindertagesstätte bis zum Abitur gelegt. Ich hoffe sehr, dass auf der Grundlage des Landeskonzeptes nun weitere Lübecker Schulen bilingualen Unterricht anbieten werden.“

Derzeit bieten insgesamt 65 öffentliche allgemeinbildende und berufsbildende Schulen in Schleswig-Holstein bilingualen Unterricht an. Das reicht von regulärem Unterricht über temporäre Angebote bis hin zu Arbeitsgemeinschaften. Das neue Landeskonzept ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer systematischen Internationalisierung der Schulen in Schleswig-Holstein. Es fasst Grundlagen, Regelungen und Werkzeuge des bilingualen Unterrichts an einem zentralen Ort zusammen, bietet Lehrkräften Orientierung und eignet sich sowohl für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger als auch für erfahrende Lehrkräfte.

Die Veranstaltung ist voller Länge bei YouTube zu sehen: youtu.be/EyKxV38rAAQ

Im Original-Ton hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit Wolfgang Werner, Geschäftsführer der Bilingualen Erziehung in Lübeck.

Schülerinnen zeigten, was sie bereits gelernt haben. Screenshot

Schülerinnen zeigten, was sie bereits gelernt haben. Screenshot


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 145488   Autor: BiMi   vom 11.06.2021 um 19.18 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Jörg Peters

schrieb am 11.06.2021 um 19.47 Uhr:
Wie wäre es, wenn den Kindern in diesem Land erst einmal wieder richtig lesen, schreiben und rechnen beigebracht werden würde. Ich finde es ziemlich traurig, wenn ein Kind besser englisch reden kann, wie in der eigenen Muttersprache zu kommunizieren...

Ist denen im Bildungsministerium wohl noch nicht aufgefallen, das immer mehr Legastheniker die Schulen verlassen und die Grundrechenarten nicht mehr vorhanden sind, übrigens auch und sehr oft mit Abitur...

JS

schrieb am 11.06.2021 um 21.45 Uhr:
Danke an Emily, Sidra und Mila vom Trave-Gymnasium in Lübeck-Kücknitz! Ihr habt das wirklich toll gemacht heute!!!