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Jolle vor dem Brodtener Ufer gekentert

Lübeck - Travemünde: Archiv - 20.06.2021, 18.55 Uhr: Bei der Bergung seiner gekenterten Segeljolle in der Lübecker Bucht ist ein Segler am Sonntag, 20. Juni 2021, in Gefahr geraten. Der Mann erlitt im 18 Grad Celsius kalten Ostseewasser einen Schwächeanfall.

Glücklicherweise waren die Seenotretter zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort. Sie versorgten ihn unmittelbar medizinisch. Zwei Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und ein Wasserschutzpolizeiboot waren im Einsatz.

Die Besatzung des Polizeibootes „Habicht“ hatte die Kenterung der Jolle am Mittag vor Brodten zufällig bemerkt. Die Beamten nahmen die beiden Segler – eine Frau (29 Jahre alt) und einen Mann (38) – an Bord und informierten die Seenotleitung Bremen der DGzRS.

Bereits acht Minuten nach ihrer Alarmierung liefen die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde mit ihrem Seenotrettungsboot Erich Koschubs aus. Wenig später trafen sie am Unglücksort ein. Einer der freiwilligen Seenotretter ging, ausgerüstet mit einem Überlebensanzug, in die 18 Grad Celsius kalte Ostsee, um die Jolle wiederaufzurichten und das entstandene Schifffahrtshindernis zu beseitigen. Dies war mit einigen Schwierigkeiten verbunden, da der Mast der Jolle bei der Kenterung beschädigt worden war.

Um zu helfen, sprang einer der beiden Segler wieder ins Wasser. Dabei überschätzte der Mann offenbar seine Kräfte. Er zeigte Anzeichen eines Schwächeanfalls. Der Rettungsmann im Wasser erkannte sofort den Ernst der Lage. Umgehend nahmen die Seenotretter den erschöpften Segler an Bord der Erich Koschubs und versorgten ihn medizinisch. Das Seenotrettungsboot lief mit Höchstgeschwindigkeit nach Travemünde. Dort übergaben die Seenotretter den Geretteten an den Landrettungsdienst. Das Polizeiboot brachte die Mitseglerin an Land.

Anschließend kehrten die Travemünder Seenotretter zur gekenterten Jolle zurück. Dort war inzwischen auch der zusätzlich alarmierte Seenotrettungskreuzer SK 41 der DGzRS-Station Grömitz eingetroffen. Gemeinsam mit seinem Tochterboot gelang es schließlich, die Jolle wiederaufzurichten. Die Erich Koschubs schleppte den Havaristen nach Travemünde.

Zur Einsatzzeit herrschten mittlere Winde aus Südwest mit fünf Beaufort (bis 40 km/h Windgeschwindigkeit).

Die Erich Koschubs hatte eine Leinenverbindung zur gekenterten Jolle hergestellt. Das Tochterboot TB 45 des Seenotrettungskreuzers  SK 41 unterstützte beim Aufrichten der Jolle. Foto: DGzRS

Die Erich Koschubs hatte eine Leinenverbindung zur gekenterten Jolle hergestellt. Das Tochterboot TB 45 des Seenotrettungskreuzers SK 41 unterstützte beim Aufrichten der Jolle. Foto: DGzRS


Text-Nummer: 145670   Autor: DGzRS   vom 20.06.2021 um 18.55 Uhr

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