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Digitalisierung: Projekt am Katharineum lässt hoffen

Lübeck - Innenstadt: Die Digitalisierung von Schulen läuft schleppend, Deutschland sei in diesem Bereich allemal Mittelfeld, liest man, trotz Digitalpakt. Und trotz diverser Anstrengungen der Landesbildungsministerien, im Hauruck-Verfahren das Lernen mit digitalen Medien als "Distanzlernen" während der Corona-Pandemie einzuführen. Dass es auch Projekte gibt, die Hoffnung machen, zeigte das AlekSIS-Team nun im Katharineum zu Lübeck.

Hier wurde eine Software vorgestellt, die aus der Praxis heraus entsteht. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte sind am Entwicklungsprozess beteiligt, programmieren selbst mit oder geben Rückmeldungen zur Anwendung. Professionelle Entwicklerinnen und Entwickler steuern den Prozess und achten auf Einhaltung von Datenschutz- und Qualitätskriterien.

Die offizielle Version von AlekSIS kann Personen und Gruppen, Stunden- und Vertretungspläne sowie digitale Klassenbücher verwalten. Sie enthält ein Hilfesystem sowie Schnittstellen zu den gängigsten Schulverwaltungsprogrammen. Dabei geht es, wie Dominik George vom Teckids e.V. betont, nicht um die einfache Übertragung von der Papiervariante zu einer Webanwendung. Vielmehr wird jeder Prozess unter Beteiligung der Anwenderinnen und Anwender daraufhin untersucht, wie er die Vorzüge des Digitalen nutzen kann, ohne die Einfachheit der gewohnten Anwendung zu verlieren. Dies wurde am Katharineum im vergangenen Schuljahr zum ersten Mal durchgeführt.

Das Projekt hat diverse Vorteile. So sei die Behebung von Fehlern und die Umsetzung von neuen Features schneller als bei gekaufter Software.

Auch für Schülerinnen und Schüler bietet die neue Software Vorteile, wie Jonathan Weth als Schüler des Katharineums und gleichzeitig einer der Hauptentwickler von AlekSIS berichtet. Man könne nun jederzeit nachsehen, welche Hausaufgaben gestellt wurden und für welche versäumten Stunden noch Entschuldigungen vorzulegen sind.

Hangzhi Yu und Julian Leucker, Abiturienten an der Schule, haben mit dem Projekt "Porta Segno" digitale Türschilder entwickelt, die durch die Kopplung mit AlekSIS in Echtzeit anzeigen, was in diesem Raum gerade stattfindet. Die modulare Erweiterbarkeit von AlekSIS ermöglicht Anwendungen zu realisieren, die die Schülerinnen und Schüler in ihrem Alltag sehen und nutzen können.

Technische Umsetzung und Unterstützung

AlekSIS ist eine progressive Webanwendung auf Basis des Webframeworks Django. Als Grundlage für Schnittstellen zu anderen Anwendungen wird LDAP unterstützt, AlekSIS kann aber auch als eigenständiger Identity-Management-Server dienen, der OAuth2 und OpenID-Connect-Support bietet. Ein API für die Kopplung zu Moodle-Kursen, Matrix-Chaträumen sowie BBB- und Jitsi-Konferenzen ist in Planung. Für Schulträger interessant ist die Möglichkeit, AlekSIS in einem Kubernetes-Cluster für mehrere Schulen gleichzeitig anzubieten. Dadurch könnte zum Beispiel ein Klassenbucheintrag für einen Kurs vorgenommen werden, der von mehreren Schulen gemeinsam angeboten wird.

Für die Einrichtung von Demo-Versionen und weitere Fragen zur Unterstützung kann man sich an den Verein Teckids wenden, der die Nutzung und Erstellung freier Software gemeinsam mit Jugendlichen seit 2013 fördert: schulsupport@teckids.org

AlekSIS ist ein gemeinsames Projekt von Teckids e.V. und Katharineum zu Lübeck.

AlekSIS ist ein gemeinsames Projekt von Teckids e.V. und Katharineum zu Lübeck.

AlekSIS ist ein gemeinsames Projekt von Teckids e.V. und Katharineum zu Lübeck.


Text-Nummer: 145845   Autor: Katharineum/Red.   vom 02.07.2021 um 09.50 Uhr

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