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Das nächtliche Strandleben von Travemünde

Lübeck - Travemünde: Eigentlich gilt Travemünde als ruhiger Urlaubsort. Ein ausschweifendes Nachtleben findet man hier nicht. Doch das ändert sich: Es hat zwar keine große Disco eröffnet, aber private Partys mit Schlafzelt am Strand oder auf der Promenade nehmen zu.

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Es gebe Musik und Geschrei, berichten Anwohner der Strandpromenade. Zelte und Gruppen der Partys am Strand behindern die Arbeiten des Kurbetriebes bei der Strandsäuberung und Strandpflege. Schlafende Personen auf der Strandpromenade in Zelten oder auf den Bänken sind wieder zu sehen.

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Besonders betroffen von zerschmetterten Glasflaschen und Vandalismus ist der Bereich um die Hauptwache der DLRG. Gruppen von teilweise betrunkenen Jugendlichen pöbeln Passanten an.

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Ortskundige Radfahrer umfahren diesen Bereich am frühen Morgen, um den Glasscherben auszuweichen. Hunde sind trotz Verbot häufig am Strand zu sehen. Kommentar der Frühaufsteher, die sich seit langer Zeit kennen: "Es wird immer schlimmer."

Partys und Übernachtungen direkt am Strand nehmen in Travemünde zu. Fotos: Karl Erhard Vögele

Partys und Übernachtungen direkt am Strand nehmen in Travemünde zu. Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 146158   Autor: KEV/red.   vom 18.07.2021 um 16.53 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

nolli

schrieb am 19.07.2021 um 09.51 Uhr:
Es ist schlimm geworden in Travemünde. Morgens an der Strandpromenade nur Müll.Nachts bis 3.00 Uhr Disco am Strand mit einer extremen Lautstärke das an Schlaf nicht zu denken ist. Wo sind nur die Ordnungshüter die dieses Jahr verstärkte Kontrollen machen sollten. Die sind ja nicht mal am Tag zu sehen. Wir als Anwohner werden hier doch von den Politikern verarscht. Wo ist denn der Kurdirektor?? Wohnt der überhaupt in Travemünde? Ist schon traurig hier geworden

Stefan Matthé

schrieb am 19.07.2021 um 10.39 Uhr:
Traurig das Foto mit der umgeworfenen Schubkarre mit liebvoller Bepflanzung. Hat ein nicht beachtlicher Teil der jungen Nachfolge Generation nicht mehr alle Latten am Zaun. Unintelligenz ist ein fortschreitendes Virus. Eine Relativierung als Ausrede wegen Alkohol nicht akzeptabel. Wir übernachteten mit Bier und Schnaps ohne Herumgebölke stattdessen mit Kofferradio oder Gitarre vor 40 Jahren in großen Gruppen am Brodtner Ufer. Unseren Müll sammelten wir trotz Quadratschädel am nächsten morgen ein in mitgebrachte Müllsäcke. Was haben die Jugendlichen heute trotz Taschengeld, warmer Bude bei den Eltern und Handy eigentlich für ein Problem?

PeterPan

schrieb am 19.07.2021 um 11.40 Uhr:
@ nolli
Sorry, zwar etwas zynisch aber wahr: Der Status " Kurbad " wurde Travemünde/Priwall schon vor Jahren aberkannt. Drum gibt`s auch keinen Kurdirektor mehr. Heute sind wir mit zügiger Hilfe der Lübecker Stadtverwaltung incl. Bürgermeister, Bürgerschaft und einem starken dänischen Einfluss in die Kategorie " kleines Seebad mit großem Fährhafen " abgerutscht. Der Travemünder Ortsrat durfte kein Ortsbeirat werden und somit weiterhin der Verbleib als Klön-Club.
Ich denke, Travemünde und CDU passt eh nicht mehr.
Nebenbei, morgens um ca.4 Uhr auf der Promenade sowie Vorderreihe einen Wasser-Sprengwagen einsetzen würde "Wunder" bewirken.
Die Düsseldorfer Altstadt könnte da als Vorbild dienen.

PeterPan

schrieb am 19.07.2021 um 11.51 Uhr:
@ Stephan Matthe
Wie wär`s denn wieder mit Wehrpflicht ?

ein Anwohner

schrieb am 19.07.2021 um 12.34 Uhr:
@Stefan Matthé
Wohlstandsverwahrlost nennt man das, Herr Matthé. Es ist wirklich traurig. Ich bin froh, die Gnade der "frühen Geburt" zu haben. Ich muss mir das nicht mehr lange mit ansehen. Es wird nicht besser. Die Jugend demonstriert und feiert und die "Alten"(weissen Männer) räumen auf.

ach nee

schrieb am 19.07.2021 um 13.25 Uhr:
Seid nicht Ihr es in der härteren Coronazeit gewesen, die hier auf HL live komnentiert habt, dass es die jungen Leute sind, denen man ihre Zukunft geraubt hat? Das genau die Leute sooo viel entbehren mussten?

Jetzt seht Ihr was diese Jungen Leute entbehren mussten, nichts, sie holen alles doppelt und dreifach nach und Rücksicht? Null!!

Nein, ich verallgemeinere nicht. Aber es gab sie immer und es wird sie immer geben, die, die meinen auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Traurig, aber Realität und Bund, Länder, Kreise, Kommunen usw, sehen nur noch tatenlos zu. Das geht nur, weil alle nur noch auf Wählerstimmrn hoffen, nicht mehr auf das schauen, was das normale Volk wünscht.

Umsätze müssen generiert werden, auf Teufel komm raus, da sind die Kollateralschäden längst mit eingepreist. Der Rubel soll rollen, die Kassen müssen gefüllt werden, egal wie, da zählt auch jede Partymeile.

Wir lesen es doch auch auf HL live. Lübecker Innenstadt, wo überall Partymeilen entstehen sollen, wie z.B. Drehbrückenplatz. Anwohner zählen nicht mehr, das Geld soll fließen. Die Stadt muss die Kassen füllen, egal wie!!

Wer nicht rechtzeitig dem Ganzen Einhalt gebietet, braucht sich später nicht über solche Bilder und Szenen beschweren!

Wir sind kein starker Staat, wir sind verkommen zu einem Weichei!! Alles ist erlaubt, solange nur irgendwie die Ksssen klingeln. Das ist die Realität, Bürgerwille zählt schon lange nicht mehr. Geld regiert, nicht Verstand!

In diesem SINNE. Die nächste Party möge starten, Vater Staat braucht jeden Euro!!

K. Palte

schrieb am 19.07.2021 um 13.49 Uhr:
In den letzten Jahren ist das ehemalige Kurbad, heute allenfalls noch Seebad, aber eher Tourismushotspot heruntergekommen und bietet sich mit seinem infrastrukturellen Umfeld besonders jenen Gruppen an, deren Verhalten heute zu beklagen ist. Travemünde entwickelt sich, egal wie man das nennt, Richtung Versyltung. So was nennen Leute auch Overtourismus. Die meisten alten Travemünder um den Kurbereich herum, ziehen entweder weg oder sie segnet qua Alter das Endliche. Deren Häuser und Wohnungen werden zu Tourismusunterkünften, Bewohner des Gemeinwesens sind dann noch eher in den Randbereichen anzutreffen.Umzukehren ist die Entwicklung nicht mehr, es gibt dazu keinen oder nur wenig ausgeprägten Willen bei den Travemünder Parteien, die ihren Kampf für ein wohnens- und liebenswertes Travemünde längst vor dem Hintergrund der Fernsteuerung aus Lübeck aufgegeben haben. Einzelne finanzstarke Gewerbe von Travemündern sehen zu, dass sie genug Reibach machen und melken diese Kuh Travemünde für Ihre Geschäfte. Das alles ist vollkommen im Einklang mit unserer sog. Sozialen Marktwirtschaft. Letzere aber hätte es nicht verboten, mit einer positiven Stadtentwicklung in eine ander Richtung gelenkt zu werden, um das Flair es ehemaligen Kurbades zu erhalten und weiter zu entwickeln. In So etwa 10 Jahren werden die Fewos auf dem Priwall mit ihren fast 3000 Betten in einen baulich kritischen Zustand kommen. Vor dem Hintergrund des heutigen Willens Lübecker Stadtentwicklung, wird die Chance nicht genutzt werden, Travemünde zu einem Besseren zu bringen, sondern es wird weiter Richtung ordinären Ballermann in einem kläglichen Tiefpunkt landen. Beispiele dafür gibt es genug. Obwohl alles absehbar ist wird niemand den Finger krumm machen, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Es lohnt sich, mal immer wieder über den Darwinismus nachzudenken: survival of the best. Meist gewinnt er und der Gute Wille positives zu schaffen, bleibt auf der Strecke. Selbst eine kleine Hoffnung, die hier geplanten Wohngebiete dazu zu nutzen, sie stirbt zuletzt

Bernd Feddern

schrieb am 19.07.2021 um 17.16 Uhr:
@nolli:
...nicht nur in Travemünde, auch in Lübeck wurde dafür gesorgt, dass ein Müllhaufen entstehen konnte!
Ordnungshüter? Polizei? Die haben doch Feierabend wenn es richtig losgeht!
Und überhaupt: "Wir sehen keinen Grund zum Einzugreifen"

@PeterPan:
Oh ja, PeterPan, ich hätte gar nichts gegen die Wehrpflicht! Im Gegenteil:
Da könnte die von den Eltern versäumte Erziehung nachgeholt werden und auch der Körper in Schwung gebracht werden (dann könnten die Vermüller wenigstens ihren Müll wegtragen)!
"Feiern" gut und schön, aber Rücksicht auf Andere ist wohl schon total outgesourct?
Ich habe schon den Schmutzfinken vom Drehbrückenplatz "Niemark" als Partyplatz empfohlen, für Travemünde gilt dasselbe!

Klaus

schrieb am 20.07.2021 um 00.03 Uhr:
Die Situation in Travemünde, besonders am Grünstrand, ist bei Sonnenschein und am Wochenende außer Kontrolle.

Außer Kontrolle meint, es halten sich viele der Besucher nicht an die geltenden Regeln.

Und das, obwohl der Ordnungsdienst eigentlich seinen Dienst an der Ordnung durchführen sollte. Vor Ort ist er immerhin.

Eine Folge, "vernünftige" Bürger meiden diese Gebiete.

Am Grünstrand fahren am Wochenende Großfamilien mit ihren PKW vor, sie parken direkt und dauerhaft im eingeschränkten Halteverbot, bauen Zelte auf und feiern temperamentvoll ihr Lebensglück.

Übrig bleibt der Wohlstandsmüll.

Kurzum: entweder gelten Regeln und Verordnungen für alle Bürger gleich oder die Lübecker Politik soll erklären, warum einige Volksgruppen (?) bevorzugt werden.

Mir ist auch schleierhaft, warum ein (ehemaliger) Kurort ohne Not hunderte von Hamburger Großfamilien bewußt anlockt.

Mit dieser Art Politik werden Parteien mit vereinfachter politischer Ausrichtung gestärkt.

Klaro?

Mir ist kaum ein Travemünder bekannt, der die Situation gerade am Grünstrand nicht geändert haben möchte.

Vielleicht könnte die Spitze der Stadtverwaltung einfach einmal vor Ort
die Situation überprüfen.

Aber als Überraschungsbesuch, sonst könnte sie sich das schenken.

der Stille und Ratlose

schrieb am 21.07.2021 um 18.12 Uhr:
@Klaus

Was sollen denn Ihrer Meinung nach die Ortnungshütter machen?....

Der Grünstrand wird durch ein privates Sicherheitsunternehmen überwacht, beauftragt durch die Kurverwaltung!

(...)

Ich habe es schon selbst mitbekommen, dass zwei Beamte des Ordnungsamtes eine große Gruppe von Mitbürgen auf ihr Verstoß gegen des Grillverbots, das hantieren mit einem Gaskocher, zum erhitzen ihrer Kohle für die Shishas und deren Zelte angesprochen haben.

Zuvor sind die lustigen „ Gesellen“ des Sicherheitsunternehmens an dieser Gruppe vorbei gegangen.

Auf die Ansage der Ordnungsbeamten, erwiderte die Gruppe nur, dass die anderen Beamten ( das private Sicherheitsunternehmen) nichts gesagt hätten. Das es ihnen am Vortag auch erlaubt wurde.....

Solange die Kurverwaltung keine klaren Richtlinien an das Dienstunternehmen des privaten Sicherheitsunternehmens gibt und diese dann nicht eins zu eins umsetzt ( auf Grund von Hausrecht ), bleibt den Mitarbeitern des Ordnungsamtes leider nichts anderes übrig, als sich auf Grund solcher Situationen beschimpfen und beleidigen zu lassen.

Man sollte die Schuld nicht nur bei den Mitarbeitern des Ordnungsamtes suchen......