Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Solarenergie-Wettbewerb: Lübeck hat gute Chancen

Lübeck: Derzeit gibt es in Lübeck 951 Solaranlagen auf Lübecker Dächern, die eine Gesamtleistung von 16,2 Megawatt produzieren. Wenn diese Zahl bis zum 30. November 2022 um mindestens zehn Prozent gesteigert wird, kann Lübeck den landesweiten Wettbewerb gewinnen. Die Hansestadt geht mit gutem Beispiel voran: Im Rahmen des beschlossenen Klimaschutzpaketes wird die Eignung von städtischen Dachflächen für Solaranlagen bereits geprüft.

Noch in diesem Jahr wird ein Solar-Kataster erstellt, das es erleichtern soll, potentielle Flächen für die Nutzung von Solarenergie ausfindig zu machen. Die Stadtwerke Lübeck bieten mit "LübeckSolar" eine niedrigschwellige Beratung zu Solaranlagen an. Senator Hinsen glaubt an das Gemeinschaftsprojekt: "Wir wollen unsere Bürgerinnen und Bürger motivieren, sich für den Klimaschutz auf dem eigenen Dach einzusetzen und damit Sonnengemeinde in Schleswig-Holstein werden. Photovoltaik auf dem Dach schützt das Klima und spart auf Sicht sogar Geld." Solarenergie ist ein wichtiger Teil der Energiewende. Denn trotz Energieeinsparungen und Effizienzsteigerung wird der Strombedarf in Zukunft steigen. Durch die Mobilitäts- und die Wärmewende in Lübeck werden weitere grüne Stromquellen benötigt.

Vorurteile gegenüber Photovoltaik-Anlagen sind immer noch verbreitet. "Solarstrom rechnet sich. Nicht nur ökologisch, sondern auch oft für den eigenen Geldbeutel.", weiß Hannes Schmitz von der Klimaleitstelle. Weiterführende Informationen und ein Faktencheck können unter www.luebeck.de/energie abgerufen werden.

Der Wettbewerb "Solarenergie – Sonnengemeinden in Schleswig-Holstein" wird vom Ministerium für Energiewende, ländliche Räume, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) initiiert und startete am 1.Juli 2021. Teilnehmen können alle Kommunen in Schleswig-Holstein, die einen Mindestzubau von zehn Prozent Dachflächen-Solaranlagen innerhalb von zwei Jahren vorweisen können. Mit Preisgeldern von insgesamt 300.000 Euro ausgezeichnet werden die Kommunen, die über den Zeitraum von zwei Jahren den höchsten Zuwachs der Solarleistung pro Einwohner vorweisen können. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Potenziale für Gebäude-Solarenergie weiter auszuschöpfen und die Ziele aus dem Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Holstein zu erreichen.

Bereits seit rund zehn Jahren ist die Photovoltaik-Anlage der Stadtwerke auf dem Dach in Betrieb. Foto: Hansestadt Lübeck

Bereits seit rund zehn Jahren ist die Photovoltaik-Anlage der Stadtwerke auf dem Dach in Betrieb. Foto: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 146216   Autor: Presseamt Lübeck   vom 21.07.2021 um 11.20 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.


Kommentare zu diesem Text:

Erneuerbare Energien

schrieb am 21.07.2021 um 13.28 Uhr:
Liebe Redaktion,

in ganz Deutschland gibt es ca. 2 Mio. PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 54 Gigawatt, darunter auch viele große Freiflächenanlagen. Ich bezweifle, dass die knapp 1000 Anlagen in Lübeck (scheinbar nur Dachanlagen) ca. 1/4 der deutschen PV-Leistung ausmachen. Da würden wir vor lauter PV-Anlagen wohl kaum noch einen Kirchturm sehen..

10 % Steigerung sind dann unwahrscheinlicher als der 6er im Lotto, entsprechen Sie ungefähr der Leistung des abgeschalteten AKW Krümmel - und damit dem hundertfachen der scheinbar tatsächlich aktuell angeschlossenen Leistung in Lübeck, nämlich 16,2 Megawatt.

Den Contest werden wir nicht gewinnen, wenn da tatsächlich 16,2 Gigawatt hinterlegt wurden. (Da man die Zahl allerdings auch auf der Homepage der Hansestadt liest, glaube ich fast daran.)

Da hat wohl jemand Megawatt mit Gigawatt vertauscht...

ungrün

schrieb am 21.07.2021 um 19.02 Uhr:
Es ist erschreckend zu beobachten, wie die Politik fortwährend uralte Märchen zur Aufrechterhaltung eines ideologisch motivierten Meinungsbildes nutzt und immer mehr Bürger darauf rein fallen.

Das funktioniert nur weil die Menschen einfach zu faul sind sich zu informieren und ein wenig darüber nachzudenken.

Der geforderte Ausbau von Photovoltaik wäre ein Klimakiller sondergleichen. Mittlerweile gibt es doch wirklich diverse nachvollziehbare Studien, die eindeutig belegen wie die Herstellung Photovoltaik auf die Umwelt wirkt.

Wer sich das mal einfach, und auch für nicht Wissenschaftler verständlich, erklären lassen will sollte bei Google z.B. nach "Ferruccio Ferroni", einem Forscher der ETH Zürich suchen.

Durch Strom aus Photovoltaik können wir hier in Deutschland vielleicht reinen Gewissens mit unserem E-Fahrrad zum Biomarkt radeln. Dass die Herstellung der Module und auch die dafür nötige Rohstoffgewinnung so wie der Transport aus China nach Europa einen riesengroßen Umweltschaden verursachen dürfen wir dabei nicht außer Acht lassen. Auch das Leid und Elend was wir damit in die Welt tragen wird irgendwann zurückkommen.

Ein Solar-DACH-Kataster wie es FFF und die Grünen fordern hilft da auch nicht. Dadurch dass der Unfug auf die Dächer verlagert wird sehen wir ihn zwar nicht, aber die Installation und Instandhaltung verschlingen natürlich wesentlich mehr Energie, als wenn die Module ebenerdig betrieben würden.

Noch mal zur Erinnerung für alle Zweifler: Es gibt über Deutschland keine CO² Sammelkappe und auch keinen Mechanismus der dafür sorgt das bei uns nur die Klimafolgen wirken die wir durch das von uns abgegebene CO² verursacht haben.

Der scheinheilige Umgang unserer Politiker mit erneuerbaren Energien muss aufhören. Wir sollten Politiker wählen die uns einfach die Wahrheit sagen. Und das für alle nachvollziehbar.

andre klar

schrieb am 21.07.2021 um 19.28 Uhr:
@Erneurbare Energien:
Was Lübeck alles sein will, ist komplett abgekoppelt von der Realität, wichtig ist, was auf dem Papier steht.
Im Paralleluniversum des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung sind wir
- Smart City
- Fahrradstadt
- Gigawatt SolarCity
Die Realität brauch ich hier ja keinem weiter beschreiben...

Burkhard Hatwich-Schreiber

schrieb am 22.07.2021 um 07.52 Uhr:
Ich möchte mich den bisherigen Kommentaren voll anschließen!

Der "Lapsus"" der "Verwechslung" von "Giga" und "Mega" spricht Bände und ist ein Ausweis von mehr als nur Unkenntnis:

alles besser wissen und immer recht haben wollen,
und mit ganzer Kraft und voller Energie "ein Zeichen setzen",
aber keine Ahnung zu haben von dem, womit man es eigentlich zu tun hat!

Es geht wieder einmal AUSSCHLIEßLICH UM POLITIK DER SYMBOLE!
Moralische "Gutfühlattitüde" geht im politischen Kampf vor echte Problemlösung!

Kai S

schrieb am 22.07.2021 um 12.14 Uhr:
Die Kommentare sind ein schönes Beispiel für den unterscheid zwischen Kritik und konstruktiver Kritik...

Der eine findet den Fehler mit GIGA und MEGA, amüsiert sich etwas und weist darauf hin... die 3 anderen werfen mit unbelegten Aussagen und Übertreibungen um sich. Kurz: Lübeck ist doof, Solarenergie auch und jeder der was anderes sagt auch ;)

Herr Ferroni war vor 40 Jahren Mal Forscher an der ETH (im Bereich Reaktortechnik). Ist seit 1965 aber für Energieunternehmen mit Schwerpunkt Kernenergie unterwegs...
Vielleicht nicht unbedingt die unabhängigste Quelle für Aussagen zum Thema alternative Energien.

Meine bitte an "ungrün", "andre klar" und "Burkhard Hatwich-Schreiber":
Was Ihrer Meinung nach nicht funktioniert haben Sie gesagt, jetzt bitte noch Lösungsvorschläge zu Alternativen machen.

Gruß
Kai S