Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Dräger: Pandemie-Effekt dauert länger an als erwartet

Lübeck: Archiv - 29.07.2021, 08.51 Uhr: Dräger hat im ersten Halbjahr 2021 beim Umsatz währungsbereinigt stark zugelegt. Das Ergebnis lag deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach Produkten zur Behandlung von COVID-19 Patienten war höher als erwartet.

Erwartungsgemäß ging der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten 2021, nach dem außergewöhnlich starken Anstieg im Vorjahr, währungsbereinigt um 33,6 Prozent zurück. Trotz des Rückgangs lag der Auftragseingang immer noch auf einem erhöhten Niveau. Nominal nahmen die Aufträge um 35,5 Prozent auf 1.477,4 Mio. Euro ab (6 Monate 2020: 2.291,4 Mio. Euro; 6 Monate 2019: 1.320,4 Mio. Euro). Der Umsatz von Dräger legte im ersten Halbjahr 2021 dagegen währungsbereinigt um 17,3 Prozent zu. Nominal lag der Umsatz mit 1.633,4 Mio. Euro um 14,3 Prozent über dem Vorjahresniveau (6 Monate 2020: 1.428,4 Mio. Euro; 6 Monate 2019: 1.235,9 Mio. Euro). Alle Regionen haben zum Umsatzwachstum beigetragen, wobei der Umsatz in Europa absolut am stärksten zulegte.

„Der Bedarf an Produkten zur Behandlung an COVID-19 erkrankter Patienten hält länger an als noch zu Jahresbeginn gedacht. Gerade aus einer Reihe von Schwellenländern haben wir im bisherigen Jahresverlauf größere Aufträge erhalten“, so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG.

In der Medizintechnik ging der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2021 nach den Rekordaufträgen des Vorjahrs erwartungsgemäß deutlich zurück, blieb aber immer noch auf einem erhöhten Niveau, verglichen mit der Zeit vor der Corona-Pandemie. Währungsbereinigt betrug der Rückgang 42,1 Prozent. In der Sicherheitstechnik ging der Auftragseingang währungsbereinigt um 12,7 Prozent zurück. Sowohl in der Medizintechnik als auch in der Sicherheitstechnik steigerte Dräger den Umsatz im ersten Halbjahr 2021 deutlich.

Insgesamt erwirtschaftete Dräger im ersten Halbjahr 2021 ein Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 209,2 Mio. Euro (6 Monate 2020: 101,6 Mio. Euro; 6 Monate 2019: -12,2 Mio. Euro). Die EBIT-Marge betrug 12,8 Prozent (6 Monate 2020: 7,1 Prozent; 6 Monate 2019: -1,0 Prozent). Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich auf 139,8 Mio. Euro (6 Monate 2020: 53,7 Mio. Euro; 6 Monate 2019: -14,6 Mio. Euro).

Im zweiten Quartal lag der Auftragseingang von Dräger auf dem Niveau des ersten Quartals, ging aber gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres währungsbereinigt um 16,1 Prozent zurück. Gegenüber dem Vorjahr waren die Aufträge dabei insbesondere in der Medizintechnik rückläufig. Auch in der Sicherheitstechnik verzeichneten wir einen Rückgang. Der Umsatz von Dräger lag im zweiten Quartal währungsbereinigt um 9,0 Prozent über dem Vorjahresquartal. Er legte in allen Regionen zu, wobei das Wachstum in der Region Amerika sowie in Afrika, Asien und Australien am stärksten ausfiel. Insbesondere in der Sicherheitstechnik nahm der Umsatz stark zu, aber auch in der Medizintechnik war ein leichtes Wachstum zu verzeichnen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im zweiten Quartal auf 80,3 Mio. Euro (Q2 2020: 102,2 Mio. Euro), bei einer EBIT-Marge von 9,5 Prozent (Q2 2020: 13,0 Prozent). Ausblick Die Geschäftsentwicklung von Dräger ist im laufenden Jahr bisher stärker ausgefallen als ursprünglich erwartet. Infolge dessen hatte Dräger bereits im Juni seine Prognose erhöht. Nach dem Rekordjahr 2020 hatte Dräger ursprünglich einen währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen -7,0 und - 11,0 Prozent erwartet. Auf Basis der bisherigen Geschäftsentwicklung geht Dräger jetzt nur noch von einem Rückgang zwischen -2,0 und -6,0 Prozent aus. Insbesondere aufgrund der besseren Umsatzentwicklung hat Dräger zudem seine Ergebnisprognose angehoben und erwartet nunmehr eine EBIT-Marge zwischen 8,0 und 11,0 Prozent (vorher zwischen 5,0 und 8,0 Prozent).

Allerdings geht Dräger weiterhin davon aus, dass die Pandemie-Effekte im weiteren Jahresverlauf nachlassen werden und rechnet nicht mit einer vergleichbaren Nachfrage im kommenden Geschäftsjahr.

Dräger hat seine Ergebnisprognose für dieses Jahr angehoben. Foto: Dräger

Dräger hat seine Ergebnisprognose für dieses Jahr angehoben. Foto: Dräger


Text-Nummer: 146349   Autor: Dräger/red.   vom 29.07.2021 um 08.51 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.