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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Forum für Migranten im Gespräch mit Daniel Günther

Lübeck: Als Ministerpräsident Daniel Günther letztens in der Lübecker Altstadt gesichtet wurde, nutzte auch der Vorsitzende des Forums für Migrantinnen und Migranten in der Hansestadt Lübeck, Spyridon Aslanidis, die Gelegenheit. In einem angeregten Gespräch übermittelte er die Anliegen der Gäste der Podiumsdiskussion des Forums vom Vortag (Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2021 - "Quo vadis, Gesellschaft? Integration, Teilhabe, Vielfalt").

Der Ministerpräsident hörte konzertiert zu und nahm die Anregungen auf. Doch natürlich war das nicht das einzige Thema. Der Anteil von Migranten in Verwaltung, Gremien, Stiftungen, Aufsichtsräten und ähnlichem etwa spiegele nicht die Tatsache wider, dass circa ein Viertel der Lübecker Bevölkerung (und ähnlich im Bundesdurchschnitt) Migrationshintergrund habe, so Aslanidis. Interkulturelle Kompetenz würden aber sämtliche Institutionen (auch Ministerien) bereichern, helfen die Gesellschaft besser zu verstehen und kundenfreundlicher zu machen, so der Vorsitzende des Forums.

"Es kann sicher nicht daran liegen, dass "Migrant:innen kein Deutsch" sprechen, da viele von ihnen Abschlüsse von deutschen Hochschulen haben", so Aslanidis weiter. Er würdigte die Unterstützung der Landesregierung für Integration und Teilhabe, zum Beispiel würden viele Akteure von den MaTZ-Förderprogrammen profitieren - so auch das Forum selbst. Auch der zuständige Staatssekretär, Torsten Geerdts, setze sich intensiv ein und habe hierbei immer ein offenes Ohr.

Trotzdem gäbe es noch viel Handlungsbedarf: Etwa in den Bereichen frühkindliche Bildung, Unterstützung von Schulkindern mit Migrationshintergrund, einfachere Anerkennung von beruflichen Qualifikationen, Unterstützung auch bei der Migration (Einwanderung) von Menschen aus Europa (EU), Sprachkurse für Elternteile, kultursensible Pflege. Auch bei der Förderung von Frauen mit Migrationshintergrund könne noch mehr getan werden. Mehrsprachigkeit würde helfen, besser über Pflichten und Rechte, über Chancen und Förderungsmöglichkeiten informiert zu sein.

Außerdem hätten circa 29.000 von den circa 53.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Lübeck auch die deutsche Staatsangehörigkeit, das heißt sie können sowohl wählen als sich auch als Kandidat aufstellen lassen. Auch dieses Potenzial werde nicht stark wahrgenommen.

Dies war bereits das zweite persönliche Gespräch zwischen Ministerpräsident Daniel Günther und Spyridon Aslanidis. Zuletzt fand ein Austausch, im Rahmen der Feierlichkeiten im Schloss Bellevue zum 70. Jubiläum des Deutschen Grundgesetzes, statt. Daniel Günther war dort als Vorsitzender des Länderrates und Spyridon Aslanidis als Gast des Bundesspräsidenten Frank Walter Steinmeier anwesend.

Spyridon Aslanidis im Gespräch mit Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: FORUM

Spyridon Aslanidis im Gespräch mit Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: FORUM


Text-Nummer: 147082   Autor: Forum/Red.   vom 07.09.2021 um 10.39 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Jessica Stockmann

schrieb am 07.09.2021 um 12.22 Uhr:
Die Frage hätte lauten müssen:

Wann kippt die Stimmung in der Gesellschaft anhand von immer mehr Zuwanderung, bzw. Migration und wieviel andere Kultur, Werte und Glaubensansichten hält eine Gesellschaft aus, wenn die Migration der Zuwanderer , bzw. deren Werte und Ansichten , überwiegend aus dem 6. Jh. nach Chr. stammen und diese immer mehr in der aufnehmenden Gesellschaft eingefordert werden.

Denn die Hochschulabsolventen mit Migrationshintergrund sind in der großen Minderheit. Und diese sind m. A. n. eben auch der festen Überzeugung, das unsere Gesellschaft nicht aus "Ungläubigen" besteht, deren Werte unwichtig sind.

Daher ist ebenso ganz entscheidend, WER hierher migriert.

Dissident

schrieb am 07.09.2021 um 13.51 Uhr:
@Jessica Stockmann: grosses Danke für Ihre wahren Worte!

Andreas Leistner

schrieb am 07.09.2021 um 14.48 Uhr:
Vielleicht sollte Herr Günther auf die Meinungen ud Erfahrungen von anerkannten und verdienten Kennern der Szene zurückgreifen und die Ansichten von Hamed Abdel Samad, Seytan Ates oder Ahmad Mansour anhören. Alles andere wäre unrealistisch und eher Märchenstunde. Gerade was die Motivationen und Ansichten der Migranten angeht.

Es wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht, das die Parallelgesellschaften in Deutschland, die (und in Europa wie FR, Belgien, Schweden) sich immer weiter verfestigen, zum Problem geworden sind und diese o.g. Personen bieten auch ihren Rat und Hilfe an.

(...)

Linus Mayerhoff

schrieb am 07.09.2021 um 15.56 Uhr:
Herr Aslanidis und Herr Günther,

bitte denken Sie dann erst einmal an die 2 Millionen Migranten, die noch in der Türkei auf die Einreise in die EU warten, denn die wollen nach Deutschland und nicht nach Polen , oder Rumänien, die Herr Erdogan noch für viel Geld davon abhält, die EU Grenzen zu stürmen, an die 220.000 Ausreisepflichtigen in Deutschland und die , die in Griechenland und Italien noch festsitzen und an die, die dort jeden Tag ankommen.

Dann, wenn diese Probleme dauerhaft gelöst sind, kann man weiter reden! Bisher sehe ich nur eines: Versagen.

Frank Pohlmann

schrieb am 07.09.2021 um 17.40 Uhr:
Zitat:

"Es kann sicher nicht daran liegen, dass "Migrant:innen kein Deutsch" sprechen, da viele von ihnen Abschlüsse von deutschen Hochschulen haben", so Aslanidis weiter. "

Woran liegt es dann Herr Aslanidis?

Vielleicht an anderen Wertvorstellungen bezüglich des Rechtsstaates, der Integration, der Ansicht zur autochthonen Bevölkerung in diesem unseren westlich geprägten Land, der fehlenden Verbundenheit mit den Bürgern, die man lieber nicht besucht, wenn man zum Barbier, Schneider, Tankstelle, Cafe`, Restaurant, Shishabar oder Handyladen geht? Die vielfach andere Einstellung zu den Rechten und Lebensaufgaben der Frau, die komplett andere Ansicht zu einem Gottesstaat , der Trennung von Religion und Staat , oder zur Regierungsform in unserer Demokratie, zum Nationalstaat algemein?

Warum haben denn soviele der hier Lebenden ,den mitunter fragwürdigen Herrn Erdogan gewählt und äußern klar,das sie sich so einen Mann für Deutschland wünschen, der ihre Interessen durchsetzt? Warum hat man geklatscht und gutgeheißen , als die Türkei völkerrechtswidrig in Syrien eingedrungen ist und einfach einen 300km breiten Landstrich in Syrien annektiert hat, wobei man Putin für sein Verhalten auf der Krim kritisierte?

Fragen über Fragen.

Andreas Maaßen

schrieb am 07.09.2021 um 21.49 Uhr:
Man kann zu dem Thema Migration und Asyl stehen wie man will, aber es gibt Dinge die nicht zur Diskussion stehen sollten.

(...)

Wenn jemand, der in Deutschland Schutz sucht, weder die Grundwerte wie Gleichberechtigung , Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und unsere Gesetze akzeptieren kann und dazu noch eine erhebliche Gefahr für die Menschen hier ist, hat er hier nichts zu suchen.Punkt Ende!

Vincent Ahrens

schrieb am 08.09.2021 um 10.40 Uhr:
Herr Aslanidis, die Hochschulabsolventen in de Minderheit sind nicht das Problem und auch nie das Problem gewesen.
Das Problem sind die immer mehr werdenden bildungsfernen Schichten, die ins Land kommen und die Gotteskrieger.
Aber Europa lernt eben nie dazu. Auch nicht nach Berlin , Nizza, Paris (mehrfach), Manchester, Madrid, Brüssel....

Zum Anderen wäre die Frage zu beantworten, ob die Bürger hier Asylsuchende und Flüchtlinge lebenslang beherbergen wollen. Asyl ist eine temporäre Gewährung von Schutz, kein lebenslange Pflicht zur Lebensfinanzierung und der einfachen Vergabe der Staatsbürgerschaft.
Das ist immer noch nicht diskutiert und gelöst, es wird einfach gemacht. Es sind immer grundsätzlich alle Flüchtlinge in den Diskussionen.

Kaum jemand wird nach Wegfall des Asylgrundes wieder gehen. Wie sagte Frau Merkel einfach und gelassen: " Jetzt sind sie nun mal da"

Henning Laatz

schrieb am 08.09.2021 um 11.50 Uhr:
Herr Aslanidis
bedeutet das denn jetzt , wenn man ihre Worte liest , das es (wieder einmal) am Versagen der Bevölkerung liegt(an wem sonst?) , wenn hier migrierte Menschen nicht so oft in öffentlichen Beschäftigungen/Anstellungen sind, oder wie soll man das verstehen?

Das diese immer noch prozentual geringer in Deutschland verteten sind, ist schon geläufig? Das oft die Feststellung ausgesprochen wird, das man weiterhin Türke, Syrer, Afghane, etc. ist und das eben die Heimat ist und Deutschland nur der einstweilige "Wohnort", nicht mehr und nicht weniger, ist auch bekannt?
Das man oft auch die bekannten Ansichten und Lebensweisen des Westens gar nicht haben will und seine als überlegen ansieht,dabei den Staat und die Bürger hier gar nicht vertreten will,weil sie eben andere Lebensweisen haben ebenso?