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Gemeinnützige Lübeck

Musik in kleiner Formation

Lübeck: Einst eine Hochburg, hat die Hansestadt in Sachen Kammermusik nicht erst seit Corona an Attraktivität eingebüßt: Neben Semester-Aktivitäten der Musikhochschule ist fast nur noch die Montagskonzert-Reihe von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters geblieben – und die erholt sich nach den Pandemie-Einschnitten der letzten Saison offensichtlich.

Die Serie 2021/22 startete mit einem Streichquartett: Die Frauenpower von Daniela Dakaj und Franziska Ribbentrop (Violinen) sowie Elisabeth Fricker (Viola) unterstützte der Cellist Evaristo Urraca als Gast. Der Abend in den fast ausverkauften – so groß war das Interesse – Kammerspielen galt den Komponisten-Freunden Felix Mendelssohn Bartholdy und Niels W. Gade. Die vier Musici machten sich die Harmonie zu eigen, die das Werk (op. 44/2) des deutschen Romantikers prägt, zumal im Scherzo, das in den flirrenden „Sommernachtstraum“-Bezügen seinen besonderem Reiz hat.

Das späte Streichquartett op. 63 des Dänen Gade ließ besonders im Allegretto vivace eine Hommage an den früh verstorbenen Freund erkennen. Es leitete mit seinem sanglichen Allegretto con brio über in die vier Skandinavischen Volkslieder, die das Danish String Quartet arrangiert hat – darunter der Dudelsack-Frohsinn des „Peat Dance“, den das philharmonische Quartett auf den begeisterten Beifall hin als Zugabe bot.

Die nächsten Kammerkonzerte bieten am 22. November „Zeit des Erinnerns – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und am 14. Dezember Werke für Streicher und Klavier von Borodin und Dvorak. Auch sie finden in den Kammerspielen statt, die sich hierfür als adäquater Spielort etablieren sollten. Dabei würde ein Paravant hinter den Musikern den Klang besser zum Auditorium bringen.

ranziska Ribbentrop, Elisabeth Fricker, Evaristo Urraca und Daniela Dakaj gestalteten das 1. Kammerkonzert des Theaters Lübeck in dieser Saison. Foto: Irene Stroh

ranziska Ribbentrop, Elisabeth Fricker, Evaristo Urraca und Daniela Dakaj gestalteten das 1. Kammerkonzert des Theaters Lübeck in dieser Saison. Foto: Irene Stroh


Text-Nummer: 147092   Autor: Güz   vom 07.09.2021 um 11.59 Uhr

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