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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

SPD fordert flexiblen Bürgerservice für Studierende

Lübeck: Mit Beginn des Wintersemesters zieht es wieder schätzungsweise über 2.000 Studierende in die Hansestadt Lübeck. Leben und studieren in Lübeck sei hip und heiß begehrt, so die SPD-Fraktion. Grund: Die altehrwürdige Stadt genieße einen sehr guten Ruf in Deutschland, Europa und der Welt, wenn es um ein Studium oder auch um eine Ausbildung für das Leben gehe.

100 Euro "Begrüßungsgeld" erhalten alle Studierenden und Auszubildenden von der Hansestadt als ein einmaliges Willkommensgeschenk nach einer erfolgten Ummeldung, so der ordnungspolitische Sprecher der Fraktion Frank Zahn: "Wer in Lübeck lebt und wohnt und damit die Vorzüge unserer Stadt mit zum Beispiel Infrastruktur, Kultur, Sportstätten und Sonstigem nutzt, sollte sich dann, auch wenn es nur temporär für die Zeit des Studiums ist, offiziell niederlassen, das heißt sich mit dem ersten Wohnsitz anmelden."

Dieser gesetzlich vorgeschriebene Verwaltungsakt ist nach Angaben von Frank Zahn auch deswegen wichtig, weil jede Stadt und Kommune pro Einwohnenden einen vierstelligen Betrag vom Land aus dem kommunalen Finanzausgleich erhält: "Um diese Ummeldung zu forcieren, bitten wir die Verwaltung ein Prozedere zu entwickeln, welches die Ummeldung erleichtert. Da wir wissen, dass unser Ordnungsamt auch flexibel und innovativ agieren kann und da dort hochmotivierte Mitarbeitende für uns Bürger arbeiten, wollen wir einen o.a. flexiblen Bürgerservice für einen begrenzten Zeitraum. Im Zeitalter der Digitalisierung und des Homeoffice sollte es doch möglich sein, das Ordnungsamt zur Uni zu bringen und dort Geschäftszeiten anzubieten (natürlich nach vorheriger Absprache mit der Verwaltung und der AStA o.ä.). Ergänzend könnten auch noch abgestimmte Öffnungszeiten im Bürgerservicebüro im Hochschulstadtteil angeboten werden."

Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Philip Brozio ergänzt: "Es ist wichtig, dass wir unsere "Neu Zugezogenen" ziemlich schnell zu Lübecker machen. Wer Fragen hat oder Unterstützung braucht, kann sich auch gerne unter info@spdfraktion-luebeck.de an uns wenden."

Nach einer Ummeldung gibt es ein einmaliges Begrüßungsgeld. Symbolbild: SPD

Nach einer Ummeldung gibt es ein einmaliges Begrüßungsgeld. Symbolbild: SPD


Text-Nummer: 147109   Autor: SPD Fraktion/Red.   vom 08.09.2021 um 10.33 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Frank Pohlmann

schrieb am 08.09.2021 um 11.14 Uhr:
Gibt es keine Semesterferien? Ich muß als Arbeitnehmer auch frei nehmen und vor-oder nacharbeiten, bzw. Urlaub nehmen, wenn ich Behördengänge machen muß.

Zum Anderen hätte ich auch gerne 100 Euro für Nichts!
Ach, ich bin ja alt, weiß, deutsch und Jahrzehnte Lübecker. Das schliesst dann ja Hilfe oder Vergünstigungen aus! Ich soll Steuern zahlen und den Mund halten!

Kai

schrieb am 08.09.2021 um 11.49 Uhr:
Herr Pohlmann, als Arbeitnehmer können sie ihre Urlaubstage frei wählen, was Studierenden nicht möglich ist. Die "100 Euro für Nichts" sind tatsächlich "Nichts" angesichts der Umzugskosten und Mietpreise für die wenigen freien Wohnungen für Studierende, die nur über sehr wenig Geld verfügen. Den verkappten Rassismus "mit weiß und deutsch" können Sie sich auch sparen, denn sie haben dafür nichts getan und diese Attribute sind hierzulande keine Sonderbehandlung wert. - Aus Ihrem Schreiben klingt viel Selbstmitleid und Sozialneid heraus. Vielleicht sollten Sie einmal versuchsweise anderen Menschen helfen, statt anderen Menschen etwas zu neiden? Dann könnten Sie womöglich erkennen, wie wirklicher Reichtum im Leben entsteht. Schauen Sie sich doch vielleicht einmal den Film "Der wunderbare Mr. Rogers" mit Tom Hanks an, um zu erkennen, wie reich auch ihr Leben sein könnte, wenn Sie es nicht selbst so arm machen würden.

Fiete Senfgeber

schrieb am 08.09.2021 um 12.20 Uhr:
Ganz einfach. Statt Begrüßungsgeld (nehmen wir natürlich auch immer gerne) sollten lieber einfach günstige Wohnungen gebaut werden. HUNDERTE!

Jana

schrieb am 08.09.2021 um 13.29 Uhr:
Ich finde die Bürgerbüros sollten allgemein mehr Termine anbieten, da es oft Wochen dauert, bis ein Termin frei ist.
Warum sollen Studierende extra Termine angeboten bekommen? Die studieren ja nicht rund um die Uhr. Arbeitnehmer müssen auch Urlaub nehmen oder Stunden nachholen, wenn sie einen Termin wahrnehmen möchten.
Dann bitte zukünftig auch für Arbeitnehmer Termine im Bürgerservice nach 18:00 bis mind. 22:00 Uhr anbieten!So sind so gut wie alle Arbeitszeiten abgedeckt.

Frank Pohlmann

schrieb am 08.09.2021 um 14.02 Uhr:
@Kai

Natürlich kann ich meine Urlaubstage wählen, aber nicht "frei", denn ich muß auf andere z. B. Eltern mit Kindern Rücksicht nehmen, sowie auf andere Kollegen und hätte dann einen Tag Urlaub verschenkt , halte deswegen "Sonderwürste" bei für Studenten für ungerecht und auch nicht nötig, da genügend freie Tage bei Studenten vorhanden sind, um ein Tag zur Anmeldung zu nutzen.

Meine Wortwahl ist angesichts der geradezu ungehörigen Hetzjagd seitens einiger junger politischer Vertreter und auch der Vertretung der Studenten z. B. der Asta ,mehr als angemessen.

Weder eine alleinstehende Frau mit Kind, noch ein hart arbeitender Arbeitnehmer bekommt etwas steuerfrei geschenkt. Und die 100 Euro sind ein Geschenk und dazu "steuerfrei"
Zum Anderen sind Studenten oftmals Söhne und Töchter von Besserverdienenden, die diese Zahlung nicht nötig haben; so sagen es zumindest aktuelle Statistiken.
Eine Alleinerziehende , eine mehrfache Mutter, ein Arbeitsloser , oder ein Ehepaar mit Hartz4 aber sehr wohl.

Übrigens wäre es eine "Neiddebatte" wenn ich nur für mich eine Benachteiligung anmahnen würde; das tue ich aber nicht. Siehe oben, ich spreche auch für andere Benachteiligte in unserer Gesellschaft, die weder einen Tag Urlaub, noch Geld geschenkt bekommen und auch keine Stimme bei uns haben.

Kai

schrieb am 08.09.2021 um 14.19 Uhr:
Jana, "warum sollen Studierende extra Termine angeboten bekommen?"

1. Weil die Stadt Lübeck ein großes finanzielles Interesse hat (jeweils einen VIERSTELLIGER Betrag aus dem Finanzausgleich), dass sich die Studierenden möglichst schnell ummelden, statt dieses wochen- bis monatelang auf die lange Bank schieben zu MÜSSEN, weil die Bürgerbüros üblicherweise keine freien Termine haben.

2. Da es nur wenige Hochschulen in Lübeck gibt, läge es deshalb nahe, direkt dort zum Semesterstart in Absprache mit dem AStA einen Ummeldeservice anzubieten, um das Verfahren unbürokratisch und deutlich zügiger als mit einer aufwendigen Terminvergabe und wochenlanger Wartezeit abzuwickeln.

3. Weil die Studierenden zum Semesteranfang überhaupt NICHT WOCHENLANG IM VORAUS ABSCHÄTZEN KÖNNEN, ob sie zu diesem Termin überhaupt Zeit haben werden. Denn gerade zum Semesteranfang ändert sich oft noch viel, und die manchmal kurzfristigen Anforderungen der Hochschulen und Professoren haben für die Studierenden verständlicherweise eine höhere Priorität als das langfristige Terminvergabeverfahren der Stadt Lübeck.

Jessica Stockmann

schrieb am 08.09.2021 um 16.12 Uhr:
@Kai

schrieb am 08.09.2021 um 14.19 Uhr:
Jana, "warum sollen Studierende extra Termine angeboten bekommen?"

Ja, warum?

Wie wäre es mit Donnerstag nachmittag Behördengang bis 18.00 Uhr wie alle, die berufstätig sind? Das war zumundest 30 Jahre kein exorbitantes Problem.
Dann kommt man eben eine Stunde später am Szenetreffpunkt an und trinkt etwas später seine Bionade!

Gruß
Jessy, ehemals "Studierendne"

Kai

schrieb am 08.09.2021 um 17.16 Uhr:
Herr Pohlmann, die einzige "Hetzjagd" hier veranstalten Sie, weil Sie offenbar nicht verstehen können oder wollen, dass die Stadt Lübeck die 100€ Begrüßungsgeld nicht aus Güte zahlt, sondern um auf diese Weise selbst möglichst zügig an einen VIERSTELLIGEN BETRAG aus dem Finanzausgleich zu kommen. Die Stadt Lübeck VERDIENT an den Studierenden und dem Geld, dass diese in die Stadt bringen - ebenso wie an den immens teuren Hochschulen, die das Land in Lübeck mit Millionenbeträgen finanziert. Können Sie dieses gute Geschäft wirklich nicht verstehen?

Darüber hinaus wird selbstverständlich beispielsweise auch eine "alleinstehende Frau mit Kind" unterstützt, z.B. mit Kindergeld. Der Staat hat nämlich ein INTERESSE daran, das Kinder geboren und später gut ausgebildet werden, z.B. mit einem Studium. Auf diese gut ausgebildeten Menschen werden auch SIE angewiesen sein, wenn Sie gute Arbeitsplätze und später einmal Ihre Rente wollen.

Spätestens wenn sie irgendwann einmal für TAUSENDE VON EURO einen Stent oder eine neue Herzklappe am UKSH bekommen, statt jämmerlich zu sterben, weil Sie vor Frustration zu viel trinken oder rauchen, dürfen Sie einem studierten Menschen dankbar sein, der ihr neidvolles Leben mit sehr viel Arbeit und Geld rettet. SIE PROFITIEREN ALSO AUCH davon, dass andere sich für Sie abrackern - und das wahrscheinlich sehr viel mehr, als ihnen auch nur ansatzweise bewusst ist.

HaJo

schrieb am 08.09.2021 um 17.38 Uhr:
"das Ordnungsamt zur Uni zu bringen" ist nicht so einfach. Stichwort "Bürgerkoffer". 2017 sind die technischen und verwaltungsmäßigen Hindernisse ausführlich begründet worden (Antwort zu Anfrage BM Lötsch VO/2017/04875: Bürgerkoffer.

Das Bürgerservicebüro Hochschulstadtteil ist fußläufig von der Uni zu erreichen. Dort könnte man durch zusätzliche Termine die anderen Standorte für die kurze Zeit des Semesterbeginns entlasten.

Die Technische Hochschule und die Musikhochschule werden leider nicht erwähnt. Sind sie für die SPD Bildungseinrichtungen zweiter Klasse?

Herr Bund

schrieb am 08.09.2021 um 18.55 Uhr:
Als hätten Studenten keine Tagesfreizeit…schon klar. Der 95jährigen Dame wird zugemutet, persönlich vor Ort zu erscheinen und der hart studierenden Bevölkerung im besten Alter kommt man mit dem nicht funktionierenden Bürgerkoffer im wahrsten Sinne entgegen. Wie kommt die SPD auf diese Idee? Angst vor bösen Bannern auf der nächsten Demo? Lächerlich…

Klaus Pohlmann

schrieb am 08.09.2021 um 21.59 Uhr:
@Kai 08.09.2021 um 17.16 Uhr

Oha, da scheine ich einen Nerv getroffen zu haben. Ich mmuß aber leider sagen: Zu 100% am Thema vorbei.

Weder Kindergeld, noch Stent, noch Herz-OP waren das Thema. Sondern Schenkung von 100€ , die andere Bürger eben NICHT erhalten und die große Tagesfreizeit von Studenten während der Semesterferien oder Unterrichtsausfall, der eine Stunde lang für das Nutzen des " normalen " Service , währen der " normalen" Öffnungszeit genutzt werden sollte-wie bei anderen Bürgern auch.

Leider machen Sie am Thema vorbei, aus einer Angelegenheit, die jeder Bürger in Angriff nehmen muß und die einen Zeiteinasatz von maximal einer Stunde benötigt, einen 5-Jahresplan für völlig überlastete Studenten und machen einen Studenten zu einem überlasteten Manager, der sich mit 10 Tagen Urlaub im Jahr von seinem 12 Stundentag erholen muß.Setzen:6

Weiterhin einen schönen entspannten Abend.